Die intensive Partie zwischen dem Ex-Landesligisten FC Freiburg-St. Georgen und dem Aufsteiger SG Ihringen/Wasenweiler endete mit einem 2:1-Heimsieg.
Die intensive Partie zwischen dem Ex-Landesligisten FC Freiburg-St. Georgen und dem Aufsteiger SG Ihringen/Wasenweiler endete mit einem 2:1-Heimsieg. – Foto: Matthias Wolpert

Heitersheim: Starke Reaktion auf Punktverluste am grünen Tisch

Freiburg-St. Georgen vergoldet Urteil mit Heimsieg +++ Gundelfingen/Wildtal mit starker Defensivleistung zum 2:0

Der FC Heitersheim hat in der vergangenen Woche einiges durchgemacht: Punktverluste am grünen Tisch, die Trennung von Coach Dylan Bamarni, die Gelb-Rote Karte gegen Manssur Loudin. Aber die Mannschaft stellte sich den Rückschlägen und konnte Positives für den Kampfgeist herausziehen. Freiburg-St. Georgen konnte das 3:0-Urteil zu seinen Gunsten mit einem Heimsieg über Ihringen/Wasenweiler bestätigen. Gundelfingen/Wildtal sorgte mit dem 2:0 gegen Bad Krozingen für eine der Überraschungen des Spieltags.

FC Heitersheim trotzt den Turbulenzen

Eine turbulente Woche liegt hinter dem FC Heitersheim. Da war zum einen das Urteil des Strafsachenbearbeiters, wodurch der 5:3-Auswärtssieg beim FC Freiburg-St. Georgen wegen eines Wechselfehlers in eine 0:3-Niederlage umgemünzt wurde. Zum anderen beendeten der Verein und Trainer Dylan Bamarni die Zusammenarbeit. Den zeitlichen Aufwand nannte der Coach als Begründung, dass er die Mannschaft nicht so führen könne, wie es nötig sei. „Das hat die Mannschaft schon getroffen“, berichtete Spielertrainer Aslan Ulubiev, nunmehr alleinverantwortlich für die Übungsleitung. „Aber sie hat eine gute Reaktion gezeigt.“ Gegen Prechtal/Oberprechtal bog das Team einen Rückstand in einen 2:1-Heimsieg um. Und dies in Unterzahl, nachdem Manssur Loudin die Ampelkarte gesehen hatte (Ulubiev: „Das war eher ein Input für die Mannschaft!“). Einen an Julien Fünfgeld verschuldeten Foulelfmeter verwandelte Ulubievs Bruder Kazbek zum Ausgleich (68.), den Siegtreffer erzielte Kapitän Dominik Völkel kurz vor Schluss auf ein starkes Zuspiel des jungen David Schwab.

Roberto Palermos Fußball-Credo erhält Stärkung

Die Punkte aus dem Urteil hat der FC Freiburg-St. Georgen mit einem 2:1-Erfolg über Aufsteiger Ihringen/Wasenweiler vergoldet. „Wir sind wie erwartet auf einen erfahrenen Gegner getroffen“, berichtete Trainer Roberto Palermo, „der immer wieder mit langen Bällen unser komplettes Mittelfeld überbrückt hat und hinter die Viererkette gekommen ist.“ Was in der Anfangsphase fast zum 0:1 geführt hätte, als Severin Kenk nach einem weiten Abschlag von Torwart Alex Fuhr in Position war, aber keinen Druck hinter seinen Kopfball bekam. Die Taktik der St. Georgener sah anders aus: „Wir wollen immer von hinten herausspielen“, erläuterte Palermo seine fußballerische Überzeugung. „Das ist zwar nicht immer clever, aber ich predige immer wieder, dass sich Fußballspielen auf lange Sicht auszahlt.“ Kurz nach der Pause erhielt sein Credo neue Stärkung, als Flügelspieler Lamin Bojang nach einem Doppelpass mit Jan Nowack das 1:0 erzielte. Per Handelfmeter kamen die Kaiserstühler zum Ausgleich (58.) und „waren dann wieder im Spiel“, wie Gästetrainer Dennis Klossek anmerkte. Nur vier Minuten darauf setzte sich Mirko Gribi über die Außenbahn durch und legte den Ball in den Rückraum zu Filan Kleinn, und jener bediente Balduin Labusch zum 2:1. „Wir haben danach alles nach vorne geworfen, aber es sollte nicht mehr sein“, sagte Klossek. Roberto Palermo fand: „Ein verdienter Sieg, weil wir mehr investiert haben und gut eingestellt waren!“

Jörg Roth: „Der Sieg ist Gold wert“

Fußball ist unberechenbar. Die Spieler des FC Bad Krozingen würden das unterschreiben, untermauerten sie doch beim Aufsteiger Gundelfingen/Wildtal ihre Ballsicherheit und Spielstärke, gerieten aber nach einem Konter in Rückstand. Unmittelbar darauf hätten die Gastgeber sogar auf 2:0 erhöhen können: Einen Schuss von Joel Grieshaber klärte FCK-Torwart Josef Weizel zur Ecke. Nach selbiger kam Marvin Meixner zum Kopfball und verfehlte das Gästegehäuse nur knapp. Im zweiten Durchgang machten die Kurstädter weiter Durck. Der Gundelfinger Kapitän Sebastian Göhringer klärte per Kopf einen weiten Ball, und Niklas Heizmann nahm diese Vorlage an und erzielte mit einem herrlichen Volleyschuss den 2:0-Endstand. Jörg Roth, der Trainer der Spielvereinigung, lobte seine Mannschaft für ihre kompakte Defensivleistung. „Am Ende waren wir die cleverere Mannschaft. Dieser Sieg war Gold wert, denn am kommenden Wochenende haben wir spielfrei. Ohne den Sieg gegen Bad Krozingen hätten wir leicht unten hineinrutschen können.“ Stattdessen belegen die Freiburger Vorstädter mit nun 24 Punkten den siebten Tabellenplatz.

Solvay Freiburg kommt allmählich ins Rollen

Spät, aber eindrucksvoll ist der SV Solvay Freiburg in Fahrt gekommen. Gegen den bisherigen Tabellendritten Simonswald/Obersimonswald feierte die abstiegsbedrohte Elf von Jamal El Haddouchi einen 5:1-Erfolg. „Wir waren von der ersten Minute an super im Spiel“, freute sich der Coach. „Die Jungs haben eins zu eins umgesetzt, was wir im Trainerteam ihnen mitgegeben haben. Die Mannschaft hat begriffen, dass wir die erfolgreiche Vorsaison abhaken müssen, und sie hat die Situation angenommen.“ Der Coach rechnet mit einem spannenden und kräftezehrenden Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag. „Die drei Siege tun gut. Nun gilt es, in den restlichen Spielen bis zur Winterpause auf Schlagdistanz zu den sicheren Plätzen heranzukommen. Für die Rückrunde bin ich sehr zuversichtlich, wenn dann die ganzen Verletzten zurückkommen – Tom Zettl etwa, Dominik Sandor oder Lolo (Lorenzo Romano) und Ito (Juan Manuel Serrano Pache).“

Aufrufe: 021.11.2022, 19:00 Uhr
Jürg Schmidt (BZ)Autor

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