
Die Bezirksliga-Fußballer der SpVgg Kammerberg haben einen großen Umbruch hinter sich. Die Vorbereitung verlief dementsprechend durchwachsen.
Kammerberg – Spielerwechsel gehören zur Sommerpause – auch bei der SpVgg Kammerberg. Einen derart großen Umbruch wie in diesem Jahr musste der Fußball-Bezirksligist in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht managen. Am Samstag (14 Uhr) starten die Kammerberger mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger FC Gerolfing in die neue Spielzeit. Dann wird sich zeigen, ob Trainer Victor Medeleanu die Vorbereitung gereicht hat, um eine Einheit zu formen.
Auslöser dieses aufregenden Sommers war der Abgang von Medeleanus Vorgänger Matthias Koston zum Ligakonkurrenten ASV Dachau. Denn mit dem Spielertrainer zog es fünf weitere Akteure nach Dachau. Ein ziemliches Brett für die Kammerberger. Böses Blut gab es jedoch nicht. Erstens kommunizierten beide Seiten sauber, und zweitens kamen Mario Stanic (21) und Christof Pihale (24) vom ASV. Beide bringen Landesliga-Erfahrung mit.
Immerhin, aber noch nicht genug, um konkurrenzfähig in die Saison zu starten. Zumal weitere Spieler den Verein verlassen haben: Am schwersten wiegt der Abgang von Thomas Nefzger (zum TSV Jetzendorf), der auf der Außenverteidigerposition eine große Lücke hinterlässt. Im Gegenzug kamen insgesamt neun Akteure nach Kammerberg. Darunter junge Talente, aber auch eine Reihe von Spielern, die bereits Landesliga-Minuten auf dem Konto haben – darunter die bereits erwähnten Dachauer.
Die ältere Garde rund um Torhüter Stefan Fängewisch, den spielenden Co-Trainer Thomas Eichenseer sowie Alexander Nefzger und Maximilian Schaar sorgt dafür, dass die Neuen schnell ankommen. Das taktische Gerüst gibt ihnen Coach Medeleanu an die Hand. Auf das wird es vor allem in der Frühphase der Saison ankommen. „Wir wollen mit schönem Fußball die Klasse halten“, sagt der rumänische Ex-Profi. Und weiter: „Das funktioniert am besten, wenn wir schnell Punkte holen und Ruhe haben.“
Der erste Härtetest wartet am Samstag mit dem FC Gerolfing. Der Aufsteiger bringt mit Christian Träsch einen Topstar in die Liga. Der 36-jährige Mittelfeldakteur blickt auf mehrere Spielzeiten in der Bundesliga zurück: Er kickte unter anderem beim VfB Stuttgart und VfL Wolfsburg. Mit den Wolfsburgern wurde er 2015 DFB-Pokalsieger. Für die deutsche Nationalmannschaft lief er zwischen 2009 und 2011 zehnmal auf.
Doch Gerolfing ist mehr als Träsch – das zeigte der Club aus Ingolstadt in der vergangenen Saison: Da lieferte sich der FCG ein Duell mit dem FC Fatih Ingolstadt um den direkten Aufstieg. Gerolfing wurde Zweiter – mit 17 Punkten Vorsprung auf Rang drei. In der Aufstiegsrelegation setzte sich der Club dann unter anderem gegen den SVA Palzing durch.
Kammerberg ist gewarnt und wird sich strecken müssen. Die Vorbereitung verlief durchwachsen. Gegen den Landesligisten SC Oberweikertshofen (2:0) und den Süd-Bezirksligisten SV Aubing (1:0) zeigten die Kammerberger, wozu sie in der Lage sind. Es gab allerdings auch Niederlagen wie das 2:3 beim Kreisliga-Club FCA Unterbruck. Noch fehlt die Konstanz, was die Konsequenz des Wechselspiels im Sommer ist. Auch die Generalprobe gegen Ost-Bezirksligist Altenerding (1:2) verpatzte die SpVgg. Doch das muss kein schlechtes Zeichen sein. (Moritz Stalter)