2025-12-03T05:51:34.672Z

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Jetzt ist Durchsetzungsvermögen gefragt: Die Unterbrucker Fußballer (weiße Trikots) gehen kadertechnisch arg dezimiert ins Ampertal-Derby gegen Allershausen.
Jetzt ist Durchsetzungsvermögen gefragt: Die Unterbrucker Fußballer (weiße Trikots) gehen kadertechnisch arg dezimiert ins Ampertal-Derby gegen Allershausen. – Foto: Lehmann

Heiße Spiele im kalten Herbst: Auf diesen Plätzen ist Feuer drin

Fußball-Kreisliga

Verfolgerduell in Unterbruck und Abstiegskampf in Kirchdorf: Zwei Landkreis-Derbys bergen an diesem Wochenende besondere Brisanz.

Landkreis – Der Amateurfußball befindet sich im Jahresendspurt 2025 – und in der Kreisliga 2 wird es ein richtig heißer Herbst: Während es in Unterbruck zu einem echten Kracher zwischen dem FCA und dem TSV Allershausen kommt, duellieren sich der SC Kirchdorf und der FC Moosburg um wichtige Punkte für dem Klassenerhalt.

FCA Unterbruck – TSV Allershausen (Sonntag, 14.30 Uhr). „Wir sind gut in Schuss, die sind gut in Schuss. Das könnte ein super Spiel werden.“ Christian Stanglmeir, der Abteilungsleiter der Unterbrucker, freut sich extrem auf den Sonntag. Dann nämlich steigt nicht nur das nächste Ampertal-Derby, sondern auch das Verfolgerduell zwischen dem Tabellendritten und dem Ligavierten. Es ist also ein wegweisendes Spiel.

Ein Duell, in das die Brucker Buam jedoch nicht in Bestbesetzung gehen können. Denn schön langsam gehen den Rot-Weißen die Spieler aus. „Vernünftig wechseln können wir leider nicht mehr“, sagt Stanglmeir. Die Not ist sogar so groß, dass Andreas Hohlenburger, der eigentlich zurückgetretene, langjährige Goalgetter, reaktiviert wurde. Ohne Training sind von Hohlenburger jedoch keine Wunderdinge zu erwarten. Zuletzt kam der 34-Jährige vor zwei Wochen für die letzten Minuten. Aktuell setzen dem FCA zwei Sperren arg zu, zudem sind etliche Akteure verletzt. „Deswegen sind wir auch nicht in der Favoritenrolle“, wiegelt Stanglmeir ab. „Allershausen ist die spielerisch wahrscheinlich stärkste Mannschaft der Liga.“

Die Allershausener sind gewarnt

Und beim Gegner? Da sieht man ebenso die besten Vorzeichen für ein attraktives Match. „Beide Teams sind gut drauf“, sagt auch TSV-Spartenchef Philipp Jordan. Allerdings müsse man schauen, wie die „Platzverhältnisse in Fahrenzhausen so sind“. Die eigenen seien in den vergangenen beiden Spielen nicht mehr so gut gewesen. Zudem sind die Allershausener gewarnt: „Wir sind dort schon mal richtig baden gegangen“, erinnert sich Jordan an das 2:6 vor zwei Jahren. Doch heuer hat der TSV einen Vorteil: Während Unterbruck arg dezimiert daherkommt, kann Allershausens Coach Michael Stiller quasi aus dem Vollen schöpfen. Aber: In Derbys ist alles möglich. Beste Voraussetzungen für einen heißen Herbst.

SC Kirchdorf – FC Moosburg (Sonntag, 14.30 Uhr). In der Tabelle trennen Kirchdorf (11.) und Moosburg (7.) vier Plätze, bei den Zählern sind’s aber nur drei – und deswegen kommt es aktuell auf jeden Punkt an. „Wir haben jetzt nur noch Endspiele“, hat SCK-Cheftrainer Andreas Apold längst den Abstiegskampf im Ampertal ausgerufen. „Und irgendwann müssen wir auch mal die Punkte ziehen.“ Die Sportclub-Mannen tun sich weiterhin schwer – und dass ausgerechnet jetzt das Duell mit den Dreirosenstädtern wartet, passt Apold gar nicht ins Konzept. Gerade gegen die hinteren Teams habe der FCM bisher super bestehen können, so die Beobachtung des Coaches. „Zudem stehen sie kompakt und sind eine eingespielte Mannschaft.“ Und auch personell kann Apold wieder nicht aus dem Vollen schöpfen. Unter anderem prägen die Verletzungen von Tobias Winklhofer, Johannes Huber und Johannes Kaindl das Bild.

FC Moosburg stellt sich „auf eine kämpferische Partie“ ein

Ganz anders sieht es da beim FC Moosburg aus, dort hat Spielertrainer Florian Bittner fast die volle Kapelle zur Verfügung. Und Bittner setzt viel auf die Partie in Kirchdorf, genauso wie die jüngsten Duelle mit Eitting (3:0) und Nandlstadt (1:0) werde das ein „extrem wichtiges Spiel“, betont er. Nachdem sich die Liga aktuell ein wenig in zwei Gruppen teilt, wollen sich die Moosburger möglichst im Mittelfeld einnisten.

Obwohl den Blau-Schwarzen ein schwieriges Match bevorsteht, kommen die Moosburger doch eher über das Spielerische. „Die Platzverhältnisse in Kirchdorf sind, wie man hört, aber nicht die besten“, hat Bittner in Erfahrung gebracht. „Deswegen stellen wir uns eher auf eine kämpferische Partie ein.“ Ob das seiner Mannschaft liegt? Man habe das in der Hinrunde schon oft bewiesen, „wir können das“. Also auch hier: Beste Voraussetzungen für einen heißen Herbst in der Kreisliga 2.

Aufrufe: 08.11.2025, 06:00 Uhr
Matthias SpanradAutor