
Yamin H-Wold kehrt nach seinem Gastspiel beim Bayernliga-Konkurrenten TSV Landsberg zum SV Heimstetten zurück. Und schlägt direkt voll ein.
Heimstetten – Dass Neuzugänge in ihrer neuen Mannschaft ohne Anlaufprobleme gleich ihre Leistung abrufen, ist nicht immer der Fall. Ganz anders verlief dies bei Yamin H-Wold. Der 21-Jährige erwischte beim SV Heimstetten einen Traumstart. Nach drei Einsätzen für seinen neuen Verein hat der Angreifer schon drei Treffer auf seinem Konto.
In Heimstetten ist H-Wold allerdings kein Unbekannter. Von 2023 bis 2024 trug er bereits das Trikot des Bayernligisten. Im Winter der Saison 2024/25 wagte er dann den Sprung zum Ligakonkurrenten TSV Landsberg. Dort änderte sich nach dem überraschenden Aus von Trainer Alexander Schmidt auch die Situation des Angreifers.
„Yamin war unter dem Trainer eigentlich zufrieden. Als dieser dann entlassen wurde, war das für uns die Chance, ihn zurückzuholen“, erklärt Heimstetten-Trainerin Sarah Romert im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern. Den 21-Jährigen kennt die Übungsleiterin noch aus ihrer Zeit als Co-Trainerin des SV Heimstetten.
H-Wold schließt in Heimstetten damit eine große Lücke. Beim Bayernligisten fallen die Offensivkräfte Severin Müller (Kreuzbandriss) und David Leitl (Bänderriss) langfristig aus. „Nach der Menge an Offensivverletzungen war klar, dass wir nochmal nachlegen wollten. Unsere Wunschlösung war dabei jemand, der auf diesem Niveau schon Erfahrung hat und sich nahtlos ins Team einfügen kann“, sagt Romert.
Auch für den Spieler selbst bringt der Wechsel Vorteile mit sich. „Er wohnt in Heimstetten. Nach Landsberg fährt er eine Stunde. Zu uns nur zehn Minuten“, erklärt seine Trainerin. Bisher verlief die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte äußerst erfolgreich. Im Spiel gegen den SV Schalding-Heining wurde H-Wold zur Halbzeit eingewechselt. Beim 3:2-Heimsieg ließ er sein Talent bereits aufblitzen.
Sein Startelf-Comeback gab der Stürmer beim Spiel gegen den FC Pipinsried. An dem 4:2-Auswärtssieg hatte der 21-Jährige mit seinem Doppelpack einen maßgeblichen Anteil. Das Highlight war dabei sein Traumsolo zum zwischenzeitlichen 3:0.
Im nächsten Saisonspiel knüpfte er direkt daran an. Gegen Regionalliga-Absteiger Türkgücü München traf H-Wold bereits nach zweiMinuten zum wichtigen 1:0. Auch dieses Tor war absolut sehenswert. Der Stürmer zog von der Strafraumkante ab und setzte den Ball ins lange Eck. Am Ende siegte seine Mannschaft souverän mit 4:1.
„Seine Gegenspieler ziehen bisher meistens den Kürzeren.“
Heimstetten-Trainerin Sarah Romert
Trainerin Romert kommt bei ihrem Neuzugang regelrecht ins Schwärmen. „Seine Schnelligkeit gepaart mit dem Mut in den Offensivaktionen zeichnen ihn aus. Bisher ziehen seine Gegenspieler meistens den Kürzeren“, sagt die 30-Jährige. Seine Entwicklung hält sie für noch nicht beendet. „Grundsätzlich bringt er viel mit. Wenn er weiterhin konstant bleibt, traue ich ihm auch mehr als Bayernliga zu“, meint die Trainerin.
Zunächst ist sein Fokus aber völlig auf den SV Heimstetten gerichtet. Der Bayernligist hat sich das Ziel gesetzt, oben mitzuspielen. Mit weiteren Toren und überzeugenden Auftritten soll H-Wold dazu beitragen, diese Vorgabe zu erfüllen. (ng)