
Heimstärke ist ein Begriff, den der 1. FC Monheim bisher in dieser Saison vermissen lässt. Das soll sich gegen die Holzheimer Sportgemeinschaft jetzt aber ändern. Am vergangenen Sonntag gewann der FCM in Duisburg gegen den VfB Homberg mit 2:1 und lieferte einen überzeugenden Auftritt. Der kommende Gegner aus Neuss hingegen musste jüngst ein frustrierendes, torloses Remis gegen den Mitaufsteiger DJK Adler Union Frintrop hinnehmen. In Monheim stellt man sich umso mehr auf eine intensive Partie ein.
„Es ist ein sehr stabiler Aufsteiger, der kontinuierlich punktet und auch schon ein paar Marker gesetzt hat. Die Holzheimer haben ein paar gute Jungs dabei, die auch Oberliga-erfahren sind und in Teilen auch ein bisschen höher gespielt haben“, sagt FCM-Trainer Dennis Ruess über den kommenden Gegner. Dabei hebt er auch besonders einen ehemaligen Monheimer hervor: Schlussmann Johannes Kultscher spielte von 2017 bis 2020 in der Stadt am Rhein – auch unter Ruess. Seit 2024 steht er für die Holzheimer SG auf dem Platz.
Zwischen den Monheimern auf Tabellenplatz 15 und den Gästen aus Neuss auf Tabellenplatz acht liegen derzeit lediglich drei Punkte. Die Tabellenplätze sind laut Ruess demnach wenig aussagekräftig, da die Mannschaften in der Oberliga insgesamt sehr eng beieinanderstehen. Gerade deshalb sei es so wichtig, auf die eigene Leistung zu schauen. „Du musst einfach in jedem Spiel an deine 100 Prozent rangehen. Dass man das vielleicht nicht immer schafft, ist das eine, aber es muss immer erkennbar sein, dass du das versuchst.“
Ruess spricht davon, dass es vor allem darauf ankommen wird, die Konstanz in die eigene Leistung zu bringen. „In den letzten beiden Spielen haben wir das gemacht, und es wird am Sonntag wieder genau das Gleiche vonnöten sein“, sagt der 45-Jährige.
Was die Gastgeber von dem Spiel gegen die Holzheimer SG erwarten, benennt der FCM-Trainer klar: „Die Themen von letztem Sonntag so noch mal zu leben und darzustellen, wie wir es getan haben, gibt uns immer die Möglichkeit, in der Oberliga zu punkten.“ Themen, die er dabei konkret anspricht, sind unter anderem die Arbeit über den ganzen Platz gegen den Ball, Stafetten mit dem Ball sowie teilweise die Ruhe im Ball. Auch die Entschlossenheit und Power der Mannschaft hebt er positiv hervor.
Gerade vor Heimpublikum wollen die Monheimer deshalb an diese Leistung anknüpfen „Klar ist das so, dass wir zu Hause besser ins Punkten kommen wollen. Gewinnen ist immer schön, aber zu Hause zu gewinnen ist immer noch mal was anders. Das macht natürlich mehr Spaß.“
Das ist den Monheimern in der Vergangenheit nicht immer besonders gut gelungen. In drei der vier letzten Heimspiele stimmte zwar die Leistung, die Ergebnisse reflektierten dies jedoch nicht. Bei den Niederlagen gegen den VfL Jüchen-Garzweiler und den SV Sonsbeck stand man sich selbst im Weg. Die frühe Unterzahl gegen den VfL sowie zwei selbstverschuldete Patzer, die zu Gegentreffern durch die Sonsbecker führten, überschatteten die Spielstärke des FCM. Im jüngsten Heimspiel gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen stand am Ende eines dominanten Auftritts lediglich ein torloses Remis.
Daher weiß auch Ruess: „Es ist uns bis dato noch nicht so ganz gelungen eine gewisse Heimstärke zu kreieren.“ Darum sollen es am Sonntag drei Punkte mehr für die Tabelle, aber auch für die Heimbilanz werden.