2025-12-03T05:51:34.672Z

Spielbericht

Heimrecht getauscht, Tore behalten - Bentheim siegt daheim

Heimrecht getauscht, Tore behalten - Bentheim siegt daheim

Das Heimrecht wechselte kurzfristig die Ortsgrenze, und so wurde statt in Neuenhaus diesmal in der Burgstadt Bad Bentheim gespielt. Ein Tausch, der sich für die Gastgeber lohnen sollte.

Gerade mal drei Minuten waren gespielt, da traf Kristian Friedrichsen zur frühen Führung. Wer da noch an der Kasse stand, hörte nur den Jubel durchs Stadion wehen. Nach 22 Minuten erhöhte Timo Kepplin trocken auf 2:0 – die Burgstädter legten los wie die Feuerwehr.

Kurz vor der Pause kam Neuenhaus durch Marcel Molendyk zurück ins Spiel, doch Kepplin hatte etwas dagegen: Vier Minuten später stellte er den alten Abstand wieder her – Doppelpack, Halbzeit, alles im Lot.

Nach dem Seitenwechsel brachte Pascal Helmold die Gäste noch einmal heran (2:3), doch Bad Bentheim ließ sich davon kaum beirren. In der Schlussphase sorgten Fabian Rielmann per Elfmeter (83.) und Jonas Kotte (87.) dafür, dass der Nachmittag in der Burgstadt mit einem klaren Ergebnis endete: 5:2.

Ein verdienter Heimsieg, fünf Tore, drei Punkte und die Erkenntnis, dass auch ein getauschtes Heimrecht manchmal einfach ein Glücksfall sein kann. Könnte schlechter.

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Bitter, aber hübsch gespielt - Veldhausen verliert erneut

Am Donnerstagabend gegen den SV Langen war eigentlich vieles so, wie man es gerne hat: die Sonne ging unter, der Ball lief ordentlich durch die Reihen und Veldhausen war über weite Strecken mindestens ebenbürtig. Nur das mit den Toren wollte nicht so richtig klappen.

Die Gäste machten es früh vor: Oliver Klene stocherte nach acht Minuten zum 0:1 ein. Veldhausen schüttelte sich kurz, antwortete dann in Person von Henk Legtenborg (27.) mit dem Ausgleich, ein Tor, das die Stimmung im Sportpark merklich anhob. Bis zur Pause blieb es beim 1:1, und vieles sprach dafür, dass hier noch was gehen könnte.

Doch im zweiten Durchgang zeigten sich zwei alte Fußballweisheiten in aller Klarheit: vorne die Chancen nicht nutzen, hinten die Lücken nicht schließen. Thorben Geers (66.) und Jan-Luca Bruns (79.) bestraften die Nachlässigkeiten mit eiskalten Treffern. Am Ende stand ein 1:3, das sich ernüchternd liest, aber keineswegs nach einer schwachen Vorstellung klang.

Denn spielerisch war Veldhausen drin im Match, teilweise sogar das bessere Team. Nur eben das Toreschießen, dieser kleine, aber entscheidende Teil des Spiels, blieb zu selten auf der Habenseite.

Die Punkte nahmen die Gäste mit, den Applaus aber durfte sich auch Veldhausen abholen. Danke an die Fans und bis zum nächsten Mal.

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Spelles U23 ringt Freren spät nieder

Wenn die Zeit wegläuft
Wenn die Zeit wegläuft

Im Topspiel der Bezirksliga Weser-Ems setzte sich die Reserve des SC Spelle-Venhaus am Donnerstagabend in Freren mit 3:2 durch und kletterte damit vorübergehend an die Tabellenspitze. Die Partie bot über 90 Minuten Tempo, zahlreiche Chancen und eine dramatische Schlussphase.

Freren vergibt frühen Elfmeter

Die Hausherren erwischten den besseren Start und kamen bereits in der 17. Minute zur großen Möglichkeit. Nach Foul an Wecks trat Niklas Hoff zum Elfmeter an, scheiterte jedoch am stark reagierenden Gäste-Keeper Hannes Jungehüser. Auch der Nachschuss von Stegemann fand nicht den Weg ins Tor, die frühe Führung war vertan.

Spelle nutzte dagegen die erste zwingende Gelegenheit. Nach Flanke von Maurice Thier köpfte Nico Buss zur 1:0-Führung ein (41.).

Traumstart nach der Pause

Unmittelbar nach Wiederanpfiff legte Spelle nach. Buss verlängerte eine Hereingabe, Gebhardt schob zum 2:0 ein (47.). Freren wirkte kurz geschockt, kämpfte sich jedoch zurück in die Partie. Christoph Ahrens bediente Hoff, der zum 1:2 verkürzte (70.).

In einer nun offenen Begegnung drängten die Gastgeber auf den Ausgleich. Dieser fiel in der 86. Minute: Der eingewechselte Max Paus traf per Lattenunterkante zum umjubelten 2:2.

Spätes Drama

Die Schlussphase hatte es in sich. In der Nachspielzeit wurde Wesenberg im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte er selbst sicher zum 3:2 für Spelle (90.+4). Kurz darauf rettete Jungehüser mit einer Parade den Auswärtssieg.

Stimmen zum Spiel

Frerens Florian Hoff: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber unsere Chancen nicht genutzt. Der Elfmeter in der ersten Halbzeit und der späte Gegentreffer sind natürlich bitter.“

Spelles Keeper Hannes Jungehüser: „Ich bin selbstkritisch, zwei Gegentore ärgern mich. Aber am Ende bin ich froh, dass wir mit meinen Paraden den Sieg festhalten konnten.“

Ausblick

Mit dem Auswärtserfolg schiebt sich Spelle II vorübergehend auf Platz 1 der Tabelle. Freren bleibt punktgleich in Schlagdistanz und hat kommende Woche die Chance, wieder aufzuschließen.

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Langen ringt Salzbergen nieder

– Foto: Diebel

Freitagabend in Langen: Flutlicht, volle Intensität und ein Spiel, das eher nach Arbeitstag als nach Feierabend aussah. Am Ende stand ein 2:1-Sieg für den SV Langen, dank doppeltem Markus Raming-Freesen.

Zunächst lief alles wie geplant: Langen startete schwungvoll, erspielte Chancen und ging verdient in Führung. Doch Salzbergen ließ sich nicht lange bitten, drückte zurück und glich noch vor der Pause aus. Trainer Tobias Schulte sprach später von einer „schwierigen Phase“, eine höfliche Umschreibung für das, was man gemeinhin als Wackler bezeichnet.

Nach der Pause sortierte sich Langen neu, kam besser ins Spiel und nutzte das gleich zum 2:1. Danach wurde’s hektisch: Salzbergen warf lange Bälle nach vorne, Langen stellte sich hinten rein und verteidigte so geschlossen, dass selbst der Trainer zufrieden nickte.

Am Ende stand ein knapper Sieg, der laut Schulte vielleicht nicht ganz gerecht, aber für Langen umso wertvoller war. Dreizehn Punkte, Mittelfeld, Ruhe im Karton, manchmal reicht das schon für ein Lächeln.

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Werlte und Schwefingen schenken sich nichts - außer Toren

Archivbild
Archivbild

Ein torloses Unentschieden kann vieles sein: einschläfernd, belanglos oder eben ein 90-minütiger Kampf um jeden Grashalm. Werlte gegen Schwefingen entschied sich für Letzteres.

Die Partie begann eigentlich ganz ordentlich, dann aber entwickelte sich eine Art Gelb-Lotterie. Wer einmal zu spät kam, sah den Karton und das passierte ziemlich häufig. Insgesamt wanderte der Arm des Schiedsrichters 14 Mal in Richtung Brusttasche, dazu gab’s noch eine Ampelkarte für Schwefingen. Gelbe Inflation auf dem Herbstmarkt sozusagen.

Werlte musste früh wechseln, weil Chris Meier verletzt raus musste. Trotzdem stand die Defensive stabil, auch als man später in Überzahl spielte. Schwefingen wirkte selbst mit einem Mann weniger nicht unbedingt geschwächt, was vielleicht daran lag, dass beide Seiten irgendwann merkten: Mehr als ein Punkt ist heute nicht drin.

Im Interview nach Abpfiff blieb Werltes David Kamlage entspannt: „Wir sind Aufsteiger, Schwefingen hat Ambitionen, da nehmen wir den Punkt gerne mit.“ Auch die Überzahl wollte er nicht überbewerten: „Nach der Roten Karte hat man kaum gemerkt, dass wir mehr waren.“

So ging es 0:0 aus, aber mit einem guten Gefühl. Schließlich holt man nicht jeden Tag einen Zähler gegen ein Spitzenteam und mit Blick auf den Herbstmarkt schadet ein torloses, aber kämpferisches Remis auch der Feierlaune nicht.

Am Donnerstag wartet dann schon das nächste Spiel in Altenlingen. Training, Vorbereitung und ein wahrscheinlich schwerer Kopf vom Feiern inklusive.

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Concordia Emsbüren zittert sich zum Sieg

– Foto: Matthias Dress

Es gibt diese Spiele, die in der Pause eigentlich schon entschieden scheinen und dann doch nochmal zum Krimi mutieren. Concordia Emsbüren legte gegen den SV Veldhausen eine erste Halbzeit hin, die so überzeugend war, dass die Zuschauer kurzzeitig darüber nachdenken konnten, den Grill früher anzuwerfen.

Bereits nach zwei Minuten schlug Bennet Frericks zu, nach 19 Minuten erhöhte Bernhard Haarmann und in der 35. Minute legte Frericks noch einen drauf. 3:0, klare Sache, so schien es.

Doch nach dem Seitenwechsel zeigte Veldhausen, dass Fußball auch mit zwei Halbzeiten gespielt wird. Ein direkter Freistoß brachte das 3:1, und spätestens nach der Gelb-Roten Karte für Hinnerk Albers (80.) geriet die bis dahin recht gemütliche Partie ins Wanken. In der 86. Minute fiel tatsächlich noch das 3:2.

Emsbüren hätte sich die Nerven sparen können: In der Nachspielzeit trat Kapitän Nico Timmer zum Elfmeter an und scheiterte. Der Torwart hielt, die Zitterpartie ging weiter. Erst mit dem Abpfiff durften die Concorden endgültig durchatmen.

Drei Punkte bleiben trotzdem drei Punkte. Emsbüren stabilisiert sich im Tabellenmittelfeld und nächste Woche in Laxten wartet schon die nächste Episode dieses Herzschlagfußballs.

Aufrufe: 05.10.2025, 20:00 Uhr
P. M. Autor