
Kevin Birk verlässt die Bundesstadt: Der erfahrene Schlussmann beendet im Sommer sein Kapitel beim Bonner SC und kehrt zu seinem Jugendverein TuS Koblenz zurück. Der Wechsel ist für den 1,94-Meter-Hünen nicht nur eine sportliche Rückkehr nach Hause, sondern auch eine Entscheidung für die berufliche Zukunft bei der Feuerwehr.
Am Bonner Sportpark geht zum Saisonende eine Ära zu Ende. Kevin „Manni“ Birk, der seit der Spielzeit 2021/22 zwischen den Pfosten des BSC stand, wird seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der Grund für den Abschied ist vor allem abseits des Rasens zu finden: Als hauptberuflicher Feuerwehrmann lässt sich der enorme zeitliche Aufwand des leistungsorientierten Fußballs in der Regionalliga künftig nicht mehr mit den Schichtdiensten vereinbaren.
Für Birk endet damit eine Zeit, die er selbst als hochemotional beschreibt. „Nach fünf intensiven Jahren beim Bonner SC endet für mich nun ein ganz besonderer Abschnitt. Es waren Jahre voller Höhen und Tiefen, voller Emotionen, Erfahrungen und unvergesslicher Momente, die mit dem Aufstieg und dem Pokalfinale gegen Alemannia Aachen gekrönt wurden. Ich möchte mich bei allen Verantwortlichen, dem gesamten Staff, meinen Mitspielern und allen Menschen rund um den Verein bedanken. Danke für das Vertrauen, die Unterstützung und die gemeinsame Zeit auf und neben dem Platz. Der Bonner SC wird für mich immer etwas Besonderes bleiben und ich wünsche dem Verein nur das Beste für die Zukunft – sportlich wie persönlich“, wird der Torhüter zu seinem Abschied in Vereinsmedien zitiert.
Lange ohne Verein bleibt der Routinier jedoch nicht. Der TuS Koblenz, aktuell Tabellendritter der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, hat sich die Dienste des 34-Jährigen gesichert und schließt damit die Lücke, die durch den Abgang von Michael Zadach entsteht. Für Birk ist es ein Kreis, der sich nach knapp 15 Jahren schließt: Bereits in der Jugend trug er das Trikot der TuS und gehörte in der Saison 2011/12 zum Kader der ersten Mannschaft.
Die sportliche Vita, die Birk im Sommer mit ans Deutsche Eck bringt, ist beeindruckend. Insgesamt 121 Regionalliga-Einsätze in den Staffeln West, Nord, Südwest und Bayern (u.a. für Borussia Mönchengladbach II, Fortuna Düsseldorf II und den SSV Ulm) stehen in seiner Statistik. In der laufenden Saison kam er verletzungsbedingt auf 12 Einsätze für Bonn, ehe ihn eine Verletzung im Herbst 2025 ausbremste. Diese ist laut Koblenzer Vereinsmeldung jedoch vollständig auskuriert.
In Koblenz trifft Birk auf alte Bekannte. Torwarttrainer Peter Auer kennt „Manni“ bereits aus früheren Zeiten, zudem spielen mit Masahiro Fujiwara oder Denys Vyrych Akteure bei der TuS, mit denen er bereits in Bonn gemeinsam auf dem Platz stand.
Die sportliche Leitung um Sam-Vincent Graef und Damir Grgic zeigen sich von dem Transfer überzeugt: „Mit der Rückkehr von Kevin Birk zur TuS Koblenz schließt sich ein Kreis, denn hier verbrachte ‚Manni‘ seine prägenden Jahre im Jugend- und frühen Herrenbereich. Seine Verletzung ist inzwischen vollständig auskuriert und er wird eine enorme Ruhe, Qualität und Erfahrung mit aufs Oberwerth bringen. Zudem kennt er Torwarttrainer Peter Auer bestens, der ihn bereits in der Vergangenheit trainierte. Auch Spieler wie beispielsweise Masahiro Fujiwara, Denys Vyrych oder auch Neuzugang Nam-Ju Lee kennen Kevin aus gemeinsamen Zeiten in Bonn. Wir freuen uns sehr, mit Kevin Birk einen Torhüter mit hoher Qualität verpflichtet zu haben, der in der kommenden Saison nach knapp fünfzehn Jahren auch ein Stück weit nach Hause zurückkehrt.“