2026-03-25T14:09:28.761Z

Interview

Heimischer Garten war Fußball-Arena

„Drei Fragen an ...“: Enja Raap

von Michael Brunsch · Heute, 18:00 Uhr · 0 Leser
Heute in unserer Rubrik „Drei Fragen an ... “: Enja Raap.
Heute in unserer Rubrik „Drei Fragen an ... “: Enja Raap. – Foto: Jörg Struwe

Die gerade erst 16 gewordene Enja Raap spielt bereits bei den Frauen des VfL Güldenstern Stade II mit. Sie hofft, irgendwann mal in einer höheren Klasse zu spielen. Jetzt muss sie sich erst einmal bei den Frauen zurechtfinden. In ihren Aussagen wirkt sie schon sehr selbstbewusst.

Du bist eine der jüngsten Spielerinnen in der zweiten Frauenmannschaft des VfL Güldenstern Stade. Wie kommt es, dass du mit 16 Jahren bereits bei den Frauen mitspielst?

Letzte Saison konnte der Verein keine B-Juniorinnen-Mannschaft melden, da es zu wenig Mädchen aus dem Jahrgang 2009/2010 waren, um eine 11er- oder 9er-Mannschaft zu stellen.
Aus diesem Grund konnten immer zwei B-Mädchen bei den C-Juniorinnen mitspielen. Da sich die Mädchen hätten abwechseln müssen, hätte ich selten gespielt. Die Trainer haben uns dann gefragt, ob sich Spielerinnen vorstellen könnten, bei den Frauen mitzuspielen, da für zwei Mädchen eine Ausnahme beim Verband beantragt werden könnte. Dafür habe ich mich gemeldet, weil ich gerne da spielen wollte. Ich kannte bereits die Trainer und einige der jüngeren Spielerinnen, da ich ein Jahr vorher ein paar Mal bei den B-Mädchen ausgeholfen habe (damals gab es eine B-Mannschaft).
Das 11-Feld kannte ich daher schon, und das wollte ich gerne möglichst oft spielen, um vielleicht auch mal höher spielen zu können. Ich habe mich schnell eingewöhnt und spiele hauptsächlich im Mittelfeld, wo ich mich auch am wohlsten fühle. Auch das ist toll an der Damenmannschaft, denn zuletzt habe ich bei den C-Juniorinnen nur noch in der Abwehr gespielt.

Wie bist du zum Fußball gekommen? Wo siehst du deine Stärken und Schwächen?

Ich habe einen älteren Bruder und einen Zwillingsbruder, und wir haben jahrelang unseren Garten als Fußballfeld genutzt. Mein großer Bruder hat seine gesamte Freizeit mit Freunden und Nachbarskindern im Garten verbracht. Wir hatten ein paar Jahre keinen Rasen. Er hat Teams aufgestellt und kleine Turniere gemacht, und wenn nicht genug da waren, wurden irgendwann mein Zwillingsbruder und ich auch gebraucht. Das hat viel Spaß gemacht – und schon da waren die anderen meistens zwei Jahre älter. Mit fünf Jahren sind wir dann auch in einen Verein zum Fußball gegangen, und im Garten ging es nebenbei weiter. Die ersten Jahre habe ich in einer Jungsmannschaft mitgespielt, mit acht Jahren bin ich in die Mädchenmannschaft zum VfL gewechselt und habe noch ein oder zwei Jahre zusätzlich bei den Jungs mitgespielt.
Meine Stärke ist eher die Technik, und gute Ideen habe ich auch, an der Schnelligkeit muss ich arbeiten, und manchmal sollte ich mutiger sein.

Aktuell spielst du in der 1. Kreisklasse Stade/Harburg und könntest im Sommer den Aufstieg mitfeiern. Siehst du bei dir Chancen, irgendwann mal höher zu spielen?

Vielleicht kann ich auch mal in der 1. Mannschaft in Stade spielen. Die ersten Freundschaftsspiele durfte ich bereits mitspielen. Ich würde ansonsten gerne mal bis zur Landesliga kommen.