
Nach fünf Siegen in Folge ist die Siegesserie des Heeslinger SC ausgerechnet im Heimspiel gegen den SV Holthausen/Biene gerissen. Nach schwachen 90 Minuten unterlag die Elf von Malte Bösch dem Tabellenletzten mit 2:3.
Schon vor der Partie hatte Malte Bösch vom schwersten Spiel der Saison gesprochen, und er sollte recht behalten: Nach dem großartigen Spektakel vom Mittwoch enttäuschten die Gastgeber am Sonntag auf ganzer Linie.
Holthausen/Biene präsentiert sich keinesfalls als kommender Absteiger
„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Heute hat meine Mannschaft ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Wir haben viel zu viele Fehlpässe gespielt, waren nicht nah genug am Mann, waren zu passiv und haben die Einstellung komplett vermissen lassen. Zudem war SV Holthausen/Biene sehr gut vorbereitet und hat das Spiel letztlich auch verdient gewonnen“, so Malte Bösch über den Auftritt des Tabellenletzten, der sich in Heeslingen keinesfalls als kommender Absteiger präsentierte, sondern von Beginn an die Regie übernahm und die Platzherren überhaupt nicht zur Entfaltung kommen ließ.
Insofern war die Gästeführung durch Timo Nichau (17.) auch hochverdient. Zwar konnte Terry Becker, der in der elften Minute nur den Pfosten getroffen hatte, in der 23. Minute ausgleichen, doch blieben die Gastgeber auch in der Folgezeit einfach zu harmlos und zu passiv. Insofern war die erneute Ecke der Gäste kurz vor der Pause hochverdient. Nach einer Ecke stieg Rene Hillebrand am höchsten und köpfte zur erneuten Führung ein (43.).
Böntgen und Mazreku sollen HSC-Offensivspiel neue Impulse geben
Mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte Malte Bösch Jarno Böntgen und Edison Mazreku in der Hoffnung, dem eigenen Offensivspiel neue Impulse zu verleihen, doch die Rechnung ging nur teilweise auf. Zwar verlief das Spielgeschehen wesentlich ausgeglichener als noch in den ersten 45 Minuten, doch Torchancen blieben Mangelware.
Edison Mazreku sorgte nach seiner Einwechselung für frischen Wind im Heeslinger Sturm, doch die Niederlage konnte auch er nicht abwenden Foto: Siegbert Demmer
Im Gegensatz dazu blieben die Gäste brandgefährlich und gingen in der 64. Minute durch Bennet Thelen mit 3:1 in Führung. Malte Bösch reagierte sofort und brachte drei weitere Spieler. In der verbleibenden Zeit versuchten die Platzherren mit allen Mitteln, die drohende Niederlage noch abzuwenden. Nach dem Anschlusstreffer durch Oliver Warnke (80.) keimte nochmals Hoffnung auf, doch das 3:3 sollte nicht mehr fallen.
Malte Bösch: „Das war schon ziemlich bitter“
Sieben Minuten vor dem Abpfiff hatten die heimischen Fans unter den 200 Zuschauern den Torjubel bereits auf den Lippen, doch ein gegnerischer Spieler verhinderte auf der Linie die letzte große Chance durch Joel Schallschmidt.
„Viele Spieler sind heute einfach weit hinter ihren Möglichkeiten geblieben. Holthausen/Biene hatte heute den besseren, einen guten Plan“, lautete das Fazit von Teammanager Steffen Lahde und Malte Bösch ergänzte: „Das war schon ziemlich bitter. Holthausen/Biene hat heute wieder einmal bewiesen, dass es in der Oberliga keinen Gegner gibt, den mal eben so im Vorbeigehen besiegt.“