
Der Heeslinger SC hat das Heimspiel gegen die erwartet starken Kicker vom MTV Wolfenbüttel verloren. Zwar gelang den Gastgebern in der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer zum 1:2, doch zu mehr reichte es vor rund 250 Zuschauern nicht mehr.
Dass die Gäste keinesfalls als Punktelieferant ins Waldstadion gekommen waren, wurde von der ersten Sekunde an deutlich. Bei sommerlichen Temperaturen dominierte die Elf von Deniz Dogang zunächst das Geschehen und hatte durch Jonas Klöppelt zwei gute Möglichkeiten, doch seine Distanzschüsse verfehlten das Tor von Jeroen Gies.
HSC kann Torchancen nicht nutzen und verfehlt knapp
Die Platzherren brauchten einige Minuten, um sich aus der Umklammerung zu lösen und hatten nach zehn Minuten die Führung auf dem Fuß. Nach einem starken Zuspiel von Jarno Böntgen wurde der bestens postierte Mateo Zovko in höchster Not geblockt und ein möglicher Rückstand verhindert. 60 Sekunden später hatte Maxi Köhnken riesiges Pech, als sein Freistoß das gegnerische Tor um Haaresbreite verfehlte.
Nach dem fulminanten Zwischenspurt ließen sich die Platzherren allerdings das Heft wieder aus der Hand nehmen und fanden gegen das schnörkellose, aber zielstrebige Spiel der Gäste nicht immer die richtigen Lösungen. So wie in der 30. Minute. Nach einem guten Zuspiel und einem sehenswerten Sprint an die Grundlinie passte Maximiliam Moster auf Akram-Done Mohamadou, der wenig Mühe hatte und zur Wolfenbütteler Führung traf.
Heeslingen steckte nicht auf und verstärkte seinerseits seine Offensivbemühungen, die bisweilen nur durch Fouls unterbunden werden konnten. Ein solches Foulspiel von Maximiliam Moselner ahndete der Unparteiische mit der Roten Karte. Die Platzherren hatten danach Oberwasser, aber trotz der Überlegenheit wollte der Ausgleich einfach nicht fallen.
Gäste offenbaren kaum Lücken in der Defensive
Mit Beginn der zweiten Halbzeit drückten die Gastgeber zwar weiterhin auf das Tempo, aber die in Unterzahl agierenden Gäste offenbarten nur ganz selten Lücken in der sehr aufmerksam agierenden Defensivabteilung. Und so dauerte es bis zur 60. Minute, ehe die Bösch-Elf ihre erste gute Möglichkeit hatte. Nach klugem Zuspiel von Darvin Stüve haute Jarno Böntgen das Spielgerät über die Latte ins Aus.
Wesentlich besser machte es da schon Akram-Dine Mohamadou im direkten Gegenzug. Nach einer verunglückten Kopfballabwehr hatte er aus gut 18 Metern freie Bahn, traf den Ball perfekt und platzierte ihn unhaltbar im rechten oberen Winkel zum überraschenden 2:0.
Trotz des erneuten Rückschlages wollten sich die Gastgeber nicht ihrem Schicksal ergeben und setzten noch einmal alles auf eine Karte, aber das Tor von Eike Binder war an diesem Tag wie vernagelt. So sehr sich die Gastgeber auch mühten, der Anschlusstreffer wollte einfach nicht fallen.
Rote Karte für HSC-Spieler Althausen in der Schlussphase
In der Schlussphase machten die Gäste weiter auf und wurden dadurch für Konter immer anfälliger. Einer dieser Tempogegenstöße konnte Luca-Rene Althausen nur mit unfairen Mitteln stoppen und sah dafür die Rote Karte. Und es sollte noch dicker kommen. Nach einem Foul wurde der vorbelastete Jarno Böntgen mit Gelb/Rot unter die Dusche geschickt. Es spricht für die Moral, dass der Tabellenzweite in der Nachspielzeit noch auf 1:2 durch Darvin Stüve verkürzte, doch die Niederlage konnten die Bösch-Elf nicht mehr abwenden.
„Wir wussten, wie schwer das Spiel gegen formstarke Wofenbütteler werden wird. Wir dürfen uns jetzt aber nicht von unserem Weg abbringen lassen. Neben der Niederlage ist die Tatsache, dass wir mit Böntgen, Althausen und Warnke (5. Gelbe Karte) heute praktisch drei Spieler verloren haben, ziemlich bitter“, so Bösch nach dem Spiel.