
Der Tabellenzweite aus Heeslingen hat seine Spitzenposition erfolgreich verteidigt. Vor 302 Zuschauern besiegte das Team von Malte Bösch den SV Wilhelmshaven mit 1:0. „Heute hatten wir das Momentum auf unserer Seite“, freute sich der Trainer.
Im zweiten Duell innerhalb weniger Tage traf der HSC auf einen Gegner, der sich seinem heimischen Jadestadion einiges vorgenommen hatte und auf Wiedergutmachung für die 0:5-Schlappe brannte. Zwar waren die Gäste aus dem Landkreis Rotenburg zunächst gleichwertig, doch nach 15 Minuten bestimmte das Team von Frank Löning das Geschehen auf dem Platz.
Aktionen der Gastgeber vor Heeslinger Tor zu harmlos
Doch so sehr sich die Gastgeber auch mühten, vor dem Tor von Jeroen Gies waren die Aktionen zu harmlos, um zum Erfolg zu führen. Marcel Espe, der die Fans mit dem Liveticker bediente, war angesichts der mangelnden Chancenverwertung restlos verzweifelt. „Es liegt ein Fluch auf unseren Spielern. Der Ball will einfach nicht ins Tor“, meinte der ratlose Live-Reporter des SV Wilhelmshaven nach den ersten 30 Minuten dieser Partie, in der die Gäste zunächst alles daran setzten, die 0 zuhalten.
Das Vorhaben gelang. Nach der Pause konnte sich der Heeslinger SC mehr und mehr aus der Umklammerung lösen und sich seinerseits erste vielversprechende Chancen erarbeiten. Eine dieser Möglichkeiten wurde durch ein Foul an Noel Lohmann im Strafraum zunichtegemacht. Schiedsrichter Christoph Bödeker zögerte nicht eine Sekunde und entschied trotz Wilhelmshavener Proteste auf Strafstoß für den Tabellenzweiten. Terry Becker ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte eiskalt zum 1:0 für sein Team.
HSC-Trainer Malte Bösch glücklich über weiteren Auswärtssieg
Was danach folgte, war aus Sicht des HSC der reinste Abnutzungskampf. Während sich die Platzherren mit aller Macht gegen eine erneute Niederlage stemmten, waren die Gäste in erster Linie darauf bedacht, die knappe Führung ins Ziel zu retten.
Um den Spielfluss aufseiten der Gastgeber zu stören, wechselte Malte Bösch in der Schlussphase nicht weniger als fünf Spieler ein. Mit den Einwechslungen von Leonint Mina und Ivan Jozic versuchte auch Frank Löning, dem Spiel seiner Mannschaft neue Impulse zu geben, doch die taktische Maßnahme zeigte keine Wirkung.
Die Wilhelmshavener zogen bis zum Strafraum ein gefälliges Kombinationsspiel auf, doch der letzte und entscheidende Pass blieb aus, sodass die Gäste auch die Nachspielzeit von sieben Minuten unbeschadet überstanden und am Ende drei Punkte mit auf die Heimreise nahmen. „Wir haben in diesem Jahr alle Auswärtsspiele gewonnen. Heute genießen wir diesen Moment und sind einfach nur sehr, sehr glücklich“, so Bösch.