
Am Donnerstag stehen in der Bezirksliga Braunschweig 2 zwei richtungsweisende Nachholspiele auf dem Programm. Während der MTV Schandelah-Gardessen im Duell mit dem VfB Peine endlich den dritten Sieg feiern möchte, will der FC Heeseberg seine Ergebniskrise gegen den FC Wenden beenden. Beide Begegnungen versprechen intensive Duelle mit klar verteilten Vorzeichen – doch unterschätzt wird in dieser Liga selten jemand.
Am Donnerstag um 14 Uhr trifft der FC Heeseberg im Nachholspiel des 17. Spieltags auf den FC Wenden – und für Trainer Marcel Kirchhoff ist die Ausgangslage klar: „Wir sind gerade so ein bisschen in einer sportlichen Krise. Aber das gehört auch einfach zu einer Entwicklung dazu.“ Nach einer starken Hinrunde mit viel Ballbesitzfußball und gefestigter Struktur sucht Heeseberg aktuell nach Ergebnissen. Das 2:2 im Hinspiel war bereits ein Hinweis auf das, was die Gastgeber nun erwartet: ein Gegner, der robust spielt, mit langen Bällen operiert und um jeden Meter kämpft.
„Wenden ist ein unangenehmer Gegner, der – wie viele in dieser Liga – über die Physis kommt. Das ist nichts, was uns überrascht, aber wir müssen es annehmen. Und zwar voll“, betont Kirchhoff. Seine Mannschaft hatte zuletzt Mühe, Spiele zu kontrollieren, sobald sie nicht sofort in Führung ging – ein Muster, das gegen einen Kontrahenten wie Wenden besonders gefährlich werden kann. „Wir wollen natürlich die fußballerische Lösung finden – das ist unser Anspruch. Aber wenn’s sein muss, müssen wir auch mal dreckig dagegenhalten.“
Mit aktuell 37 Punkten liegt Heeseberg zwar komfortabel auf Rang sechs, doch der Blick auf die Formkurve ist Anlass zur Selbstreflexion. „Wir machen uns da jetzt nicht den großen Kopf“, sagt Kirchhoff, „denn wir haben in der Hinrunde gut gearbeitet und ein ordentliches Punktepolster. Aber natürlich wollen wir diese Phase jetzt beenden. Am besten sofort – und mit einem Heimsieg.“
Der FC Wenden steht mit 31 Zählern ebenfalls im breiten Mittelfeld der Tabelle, doch Trainer Benjamin Knoll will nichts dem Zufall überlassen. „Wir wissen nicht, wie viele Absteiger es am Ende wirklich geben wird. Deshalb müssen wir schauen, dass wir jedes Spiel ernst nehmen – und am besten immer irgendwas mitnehmen.“ Gegen Heeseberg dürfte das vor allem heißen: Kompakt stehen, in den Zweikämpfen präsent sein.
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Schlusslicht Schandelah-Gardessen hat bislang nur acht Punkte gesammelt und steht bei 74 Gegentoren – mehr als jedes andere Team der Liga. Auch das Hinspiel entschied der VfB Peine klar mit 4:2 für sich und reist mit neuem Selbstvertrauen an, nachdem zuletzt einige Achtungserfolge gelangen. Für Peine bietet sich die Gelegenheit, sich mit einem Auswärtssieg weiter von den Abstiegsrängen zu entfernen. Schandelah steht unter Zugzwang – jede Niederlage bringt den rechnerischen Abstieg näher.