
Pentenried festigt mit drittem Sieg in Folge die Top-Fünf-Platzierung der Kreisklasse 1 und bleibt im Rennen um die Aufstiegsplätze.
TSV Hechendorf – Gautinger SC 4:0 (1:0) Tore: 1:0 Y. Dayik (33.), 2:0, 3:0, 4:0 Oeldemann (87., 90.+3, 90.+5) – Bes. Vorkommnisse: Mathias Huber/Hechendorf scheitert mit Foulelfmeter an GSC-Torwart Luke Müller (15.), Emre Uysal/Gautinger SC schießt Foulelfmeter an die Latte (90.+4)
Bei Julian Feser war die Stimmung am Sonntag auf dem Tiefpunkt. „Wir stehen überhaupt nicht da, wo wir uns vor der Saison gesehen haben. Aber letztendlich lügt die Tabelle nicht“, konstatierte der Gautinger Kapitän. Im Landkreis-Duell habe die Leistung auf dem schwer zu bespielenden Platz in Hechendorf überhaupt nicht gepasst. „Einzig Luke Müller im Tor hat seine Sache sehr gut gemacht“, sagte Feser über den Feldspieler, der bei den Würmtalern das Tor hüten musste und früh sogar einen Elfmeter parierte.
Ganz so kritisch sah TSV-Trainer Florian Weißleder die Darbietung des Kontrahenten nicht. „Die haben einige richtig gute Kicker in ihren Reihen, kriegen es momentan aber nicht so auf den Platz“, befand er. Insgesamt sei es aber „ein Spiel auf Augenhöhe“ gewesen.
Bis in die Schlussphase hinein führten die Hausherren auch nur knapp dank des Treffers von Yasar Dayik, der perfekt von Mert Rau bedient worden war und aus 16 Metern platziert eingeschossen hatte. In den letzten Minuten kam der große Auftritt von TSV-Joker Erik Oeldemann, dem innerhalb von knapp zehn Minuten ein lupenreiner Hattrick gelang. „Jetzt starten wir spontan noch Richtung Wiesn. Die Massen schmecken jetzt bestimmt noch viel besser“, sagte Weißleder nach dem dritten Saisonerfolg der Hechendorfer, die dadurch einen großen Sprung in der noch sehr engen Kreisklasse 1 machten. Für die Gäste aus Gauting bedeutete die zweite Niederlage in Folge das Abrutschen auf einen Relegationsplatz.
TSV Pentenried – SC Schöngeising 4:3 (1:0) Tore: 1:0 Papelitzky (45.+2), 2:0 Wesinger (56./ET), 2:1 Kayikci (58.), 3:1 Wadlinger (71.), 3:2 Lechner (74./ET), 4:2 Irzinger (82.), 4:3 Probst (84.)
Nach dem Sieg im Krimi im Verfolgerduell gegen Schöngeising schnuppern die Pentenrieder Fußballer immer mehr Höhenluft. Durch den dritten Dreier in Folge festigte die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Suchanke ihren Platz in den Top Fünf der Kreisklasse 1. „Das ist auch unser Anspruch“, stellte der Coach klar. Der Rückstand zu Rang zwei beträgt seit Sonntag nur noch fünf Zähler. Dass der TSV derzeit zu den besten Teams der Liga zählt, bewies er im Heimspiel gegen einen starken Gegner eindrucksvoll.
„Es war ein gutes Spiel“, befand Suchanke, dessen Mannschaft vor allem durch schnelles Flügelspiel glänzte. Der Coach, der nicht selbst auf dem Feld mitwirkte, hätte sich nur etwas weniger Nervenkitzel gewünscht. „Es war Wahnsinn, wir haben dreimal den sofortigen Anschlusstreffer kassiert“, sagte Suchanke. Zu allem Überfluss ließ der Schiedsrichter am Ende auch noch zehn Minuten nachspielen. „Keiner wusste, warum“, kommentierte der Pentenrieder Trainer. Zum Schluss war es egal. Für eine gemeinsame Wiesn-Feier reichte die Kraft bei den Grün-Weißen nach der kräftezehrenden Begegnung aber nicht mehr aus.
SF Breitbrunn – FC Puchheim 3:1 (1:1) Tore: 0:1 Sollinger (21.), 1:1, 2:1, 3:1 Eisele (22., 53., 63.)
Fünf Wochen lang mussten die Breitbrunner auf ihren dritten Saisonerfolg warten. Nach gutem Auftakt in die Runde war den Sportfreunden nicht mehr viel geglückt. „Dieser Sieg war eminent wichtig, um nicht ganz hinten reinzurutschen“, sagte SFB-Coach Markus Kreitner. Gegen den Tabellennachbarn aus Puchheim musste sein Team aber zunächst wieder eine bittere Pille schlucken: Ein schlimmer Fehlpass am eigenen Sechzehner bescherte den Gästen die überraschende Führung.
Doch die Sportfreunde antworteten prompt durch ihren wiedergenesenen Torjäger Samuel Eisele, der seine Geschwindigkeit ausspielte. „Gott sei Dank ist uns der schnelle Ausgleich geglückt“, sagte Kreitner. Nach der Pause zeigte sich erneut, wie wichtig Eiseles Rückkehr für die Breitbrunner ist: Nach einer kurz in den Strafraum gespielten Ecke traf er zum 2:1, zehn Minuten später machte er seinen Dreierpack perfekt. „Eigentlich hätten wir noch viel höher gewinnen müssen“, resümierte Trainer Kreitner. Bereits am Mittwoch sind die Sportfreunde erneut gefordert, wenn ab 19.30 Uhr der Tabellenvierte, SC Schöngeising, am Ostufer des Ammersees gastiert.