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„Hatte einen faden Beigeschmack“ – Verletzung überschattet Wielenbacher Erfolg

Kreisklasse

von Andreas Mayr · 17.03.2025, 10:14 Uhr · 0 Leser
Landkreisduell im Schneegestöber: Das Foto zeigt einen Zweikampf zwischen Eglfings Josef Miller (l.) und Patrick Sautter von der SG Wielenbach/Pähl.
Landkreisduell im Schneegestöber: Das Foto zeigt einen Zweikampf zwischen Eglfings Josef Miller (l.) und Patrick Sautter von der SG Wielenbach/Pähl. – Foto: Andreas Mayr

Die SG Wielenbach/Pähl gewinnt beim ASV Eglfing nach einem chaotischen Spiel knapp mit 1:0, verliert dabei aber einen wichtigen Spieler.

Der Sieg – schön und gut. Aber wichtiger war, dass nach dem 1:0 in Eglfing alle bei der SG Wielenbach/Pähl um Simon Müller und seine Gesundheit bangen. Die Situation, in der er sein Knie verdrehte, tat beim Zusehen schon weh. Nach einem Zweikampf in der Luft landete er unsanft und knickte weg. „Der Schmerz ist sofort reingeschossen“, sagte Trainer Alfred Greiner.

Der kennt sich mit Kreuzbandrissen aus, hatte er doch selbst schon einen. „Kommt mir bekannt vor, wie’s der Simon beschreibt“, so Greiner. Allerdings möchte er die ärztliche Untersuchung abwarten, bevor er „den Teufel an die Wand“ malt. In Wielenbach fragen sie sich schön langsam, was sie denn verbrochen haben. In den vergangenen zwei Jahren hatten sie bereits drei Kreuzband-Verletzungen zu beklagen. „Warum passiert das wieder?“, so formulierte es Greiner.

In Eglfing wiederum hadern sie mit der gesamten Saison. Das Landkreisduell war einmal mehr nur ein Spiegelbild. Zwei komplett ebenbürtige Klubs standen sich gegenüber – und am Ende verlor der ASV. So geht das schon seit August. Diesmal ärgerten sie sich über einen verschossenen Elfmeter in der 40. Minute am Ende einer längeren Drangphase. „Wir haben ein leichtes Elfer-Problem. Keiner traut sich mehr zu schießen“, sagte Trainer Felix Heidl.

„Hatte mit Fußball nicht viel zu tun.“

Alfred Greiner, Trainer der SG Wielenbach-Pähl, über den zweiten Durchgang bei starkem Schneefall.

Gegen die SG trat Andreas Hutter an, machte an sich auch einiges richtig. Doch Torwart Michael Schwalb fuhr seinen Fuß aus und hielt den Versuch. „Überragend rausgeholt. Da sind wir aufgewacht“, lobte Greiner.

Wie sich beide Teams in die Kabine zurückzogen, schlug das Wetter um. Dichter Schneefall prägte das Bild und veränderte das Duell komplett. „Hatte mit Fußball nicht viel zu tun“, so Greiner. „Es war wild, auf dem Ball war Eis“, ergänzte Heidl. Ein geordnetes Spiel kam nicht mehr zustande. Stattdessen rutschten die Spieler übers Feld, foulten unkoordiniert – und einmal schlug der Ball im Tor ein.

Riesenpech für den ASV, Riesendusel für die Gäste. „Ein Schuss, der nicht gefährlich ist“, sagte Heidl zum Versuch von Florian Lautenbacher, der von einem Eglfinger abgefälscht wurde und in einem Bogen ins Netz fiel. „Hatte trotzdem einen faden Beigeschmack“, sagte Greiner. Denn die Gedanken gehörten an diesem Sonntag nur Simon Müller. (am)