2026-06-12T06:52:44.557Z

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"Hat einfach gepasst": VfB Unterliederbach zurück in der Verbandsliga

Meisterbrief: Nach elf Jahren spielt der VfB wieder sechstklassig +++ Zusammenhalt zwischen Mannschaft, Trainerteam und Vorstand neben Heimstärke der Faustpfand

von Lauris Ommert · Heute, 06:00 Uhr · 0 Leser
Zurück in die Verbandsliga: Der VfB Unterliederbach macht in der Saison 25/26 sein Meisterstück.
Zurück in die Verbandsliga: Der VfB Unterliederbach macht in der Saison 25/26 sein Meisterstück. – Foto: Pia Pfeifer

Liederbach. Dreimal Vierter, zweimal Dritter und in der Saison 22/23 als Vizemeister in der Relegation gescheitert: Die Tür zur Verbandsliga öffnete sich für den VfB Unterliederbach nach dem Abstieg 2015 oft genug. In dieser Saison ging der VfB durch und kehrt als Gruppenliga-Meister nach elf Jahren in die Verbandsliga zurück.

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Mit dem 4:1-Auswärtssieg am letzten Spieltag beim SV Erbenheim machte die Elf von der "Autobahn", so nennen Kenner die Sportanlage des VfB, die Meisterschaft endgültig klar. Hintenraus ist es nochmal eng geworden, weil Verfolger TuRa Niederhöchstadt bis zum Schluss hartnäckig blieb. "Wir waren noch ein paar Stunden dort und haben danach bis 2 Uhr in unserem Vereinsheim gefeiert", berichtet Unterliederbachs Sportlicher Leiter Patrick Barnes von der Meisterfeier.

Der mit zehn Neuzugängen bestückte Kader musste sich erstmal finden

Das hätten sich die Jungs verdient, sagt er. Nervenaufreibend sei die Saison gewesen. Ein Blick zurück: Nach Platz sieben in der Vorsaison, holte der VfB im Sommer zehn Neue. "Am Anfang war es noch ein bisschen holprig, aber umso länger es ging, desto besser haben sich die Jungs kennengelernt und sind dann in Flow gekommen", erzählt Barnes, der vor der Saison bei der "Ersten" aufhörte.

Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen erwischte der VfB nicht den besten Saisonstart. Danach blieb die Elf von Trainer Celal Yesil, seine zweite Saison an der Seitenlinie, die nächsten zehn Spiele ungeschlagen. Bis die 1:4-Niederlage gegen Niederhöchstadt folge. Es sollte die letzte Heimniederlage der Saison bleiben.

VfB mit Abstand stärkste Heimmannschaft

Mit 15 Siegen aus 16 Heimspielen stellte der VfB die mit Abstand beste Heimbilanz aller Gruppenligisten. "Wir waren die ganzen Jahre zuvor schon heimstark. Es ist einfach unser Ding zuhause", betont Barnes. Das 4:2 gegen den FC Bierstadt - der VfB drehte zweimal einen Rückstand und traf in der Nachspielzeit zum Sieg - oder das Happy End beim wilden 5:4 gegen den SV Niedernhausen sind dem 41-Jährigen besonders im Kopf geblieben.

Torjäger Matthews bleibt, Flügelflitzer Aksu geht nach Okriftel

"Das waren Momente, die sehr entscheidend waren und wo man bei den Jungs gemerkt hat, dass es Klick gemacht hat. Wir hatten einen super Zusammenhalt. Es hat einfach gepasst", war das für Barnes die Erfolgsformel. Hinzu kommt die Offensivstärke: 105 Saisontore, davon knapp die Hälfte von Torschützenkönig Justin Matthews (32) und Flügelflitzer Barkan Aksu (19). Matthews habe seine Zusage für die kommende Saison gegeben, während Aksu nach Okriftel wechseln wird, bestätigt Barnes. Der betont: "Zu einer funktionierenden Mannschaft gehören nicht nur die Spieler, die Tore schießen. Alle Jungs von Nummer 1 bis 20 waren sehr gut."

Drei Neuzugänge, drei Abgänge, Rühl beendet Karriere

Einen großen Anteil am Erfolg schreibt er zudem Trainer Celal Yesil zu. "Man darf aber nicht vergessen, dass sein Co-Trainer Umut Türkmen auch ein großer Eckpfeiler war, der eine sehr gute Bindung zu den Jungs hat", fügt Barnes an. Die Planungen für die Verbandsliga seien im vollen Gange. Mit Stürmer Emre Danaci (SG Oberliederbach), Torhüter Jannis Lucht (FC Eddersheim II) - Patrick Rühl beendet seine Karriere und wird künftig Torwarttrainer - und Kotaro Kuroiawa (Okriftel) sind bereits drei Neuzugänge fix. Neben Aksu werden Philippe Kohl (Okriftel) und Caner Yesil (SG Hoechst), Bruder von Trainer Celal, den Verein verlassen."Da wird sich definitiv noch etwas tun", kündigt Barnes weitere Neuzugänge an.

Für die kommende Saison möchte er zunächst kleine Brötchen backen: "Alles andere als der Klassenerhalt, wäre utopisch. Natürlich sind Ambitionen da, aber das ist alles Zukunftsmusik."

Meisterkader:

Patrick Rühl (31 Einsätze/0 Tore), Yunus Turan (1/0), Marco Silveira (31/2), Robel Moges (18/2), Philippe Kohl (11/1), Imrane El Ouardani (5/0), Kubilay Dincer (31/2), Marko Colovejic (26/3), Yaheni Andrayuk (7/1), Yeejin Yi (24/1), Ogulcan Türkmen (12/2), Atahan Salmanel (12/0), David Rodriguez (26/8), Gentian Latifi (27/12), Edmond Latifi (18/1), Patryk Kuras (8/2), Youness Hedi (19/0), Natay Gizaw (14/1), Vedran Dodik (26/2), Arda Can (7/0), Barkan Aksu (31/19), Caner Yesil (27/3), Justin Matthews (26/32), Youssef Farouk (10/2) - Trainer: Celal Yesil (2. Saison)