
Harun Toprak (37) holte mit dem SK Weingarten in der vergangenen Saison die Meisterschaft in der Kreisliga B3 Bodensee und ist seit Beginn dieser Spielzeit nun Co-Trainer beim Oberligisten FV Ravensburg.
FuPa Württemberg sprach mit ihm über diese ganz besondere Rückkehr und auch über den SK Weingarten.
FuPa Württemberg: Nach vielen Jahren bist du nun als Co-Trainer zum FV Ravensburg zurückgekehrt. Wie hast du vergangenen Wochen seit deinem Amtsantritt erlebt, bzw. ist das für dich auch eine besondere Ehre?
Harun Toprak: Es ist natürlich ein ganz besonderes Gefühl für mich, wieder beim FV Ravensburg zu sein – dieses Mal als Co-Trainer. Ich verbinde viele Erinnerungen mit dem Verein: Es gab Höhen und Tiefen, aber am Ende überwiegen ganz klar die schönen Momente. Umso mehr freut es mich, jetzt in neuer Rolle zurückzukehren. Es ist eine Ehre, wieder Teil dieses Vereins zu sein, in dem ich mich immer wohlgefühlt habe. Die ersten Wochen waren intensiv, aber auch sehr positiv.
Wie ist die Aufgabenverteilung im neuen Trainerteam?
Im Trainerteam arbeiten wir sehr eng und mit großem gegenseitigem Vertrauen zusammen. Unser Cheftrainer gibt die klare Richtung vor, und wir stimmen uns vor jeder Einheit genau ab, wer welche Inhalte übernimmt. So kann jeder seine Stärken einbringen und das Training läuft strukturiert ab.
Wie zufrieden seid ihr mit dem Auftritt der Mannschaft gegeben den FV Illertissen und mit der bisherigen Vorbereitung?
Im Großen und Ganzen sind wir mit der bisherigen Vorbereitung sehr zufrieden. Das Spiel gegen Illertissen war ein starker Test – wir konnten viele positive Dinge mitnehmen, aber es hat uns auch gezeigt, wo wir uns noch verbessern müssen. Genau solche Spiele helfen uns weiter.
Es gab ja auch einen kleinen Umbruch beim FV Ravensburg. Auf was kommt es nun in den kommenden Wochen im Hinblick auf die neue Saison an?
So ein Umbruch ist natürlich immer eine Herausforderung. Wir haben viele hungrige, junge Spieler dazubekommen, die richtig Lust haben, sich zu zeigen. Eventuell kommen noch ein, zwei Neue dazu. Wichtig ist jetzt, als Team schnell zusammenzuwachsen, Automatismen zu entwickeln und Konstanz in unsere Abläufe zu bringen.
Du hast dich beim SK Weingarten als Trainer mit dem Aufstieg verabschiedet. War das für dich nochmal ein besonderes Abschiedsgeschenk?
Ein Abschiedsgeschenk war das für mich nicht – eher das Ergebnis harter und ehrlicher Arbeit. Der Aufstieg war verdient und zeigt, was möglich ist, wenn man als Team zusammenhält. Es war ein sehr schöner Abschluss und ein Moment, auf den ich mit Stolz zurückblicke.
In der vergangenen Saison hat auch dein Bruder Ömer Toprak für den SK Weingarten gespielt. Bist du ihm dafür dankbar das er dich so unterstützt hat?
Natürlich bin ich meinem Bruder Ömer sehr dankbar – nicht nur als Bruder, sondern auch als Mensch. Dass er mich in dieser Zeit so unterstützt hat, zeigt seine Bodenständigkeit und seinen Charakter. Er war sportlich wie menschlich ein wichtiger Rückhalt fürs Team.
