2025-12-03T05:51:34.672Z

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Verdutzt schauten die Bischofsmaiser Kicker schon das eine oder andere Mal in dieser Saison
Verdutzt schauten die Bischofsmaiser Kicker schon das eine oder andere Mal in dieser Saison – Foto: Bernhard Enzesberger

Harter Stand für Bischofsmais - Prucha-Comeback verzögert sich

Der Neuling hat in der Bezirksliga Ost mittlerweile fünfmal in Serie nicht mehr gewonnen

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Fünfmal in Folge ist der SV Bischofsmais in der Bezirksliga Ost zuletzt ohne dreifachen Punktgewinn geblieben, hat in dieser Zeitspanne lediglich einen Teilerfolg verzeichnen können. Damit ist der Aufsteiger aus dem Landkreis Regen, der vor vier Monaten über den Umweg Relegation nach exakt zwei Jahrzehnten auf die Bezirksbühne zurückkehrte, inzwischen Vorletzter.

"Intern war uns von vornherein klar, dass es voll gegen den Abstieg gehen wird. Mit Alexander Gerl und Robin Zellner haben wir zwar nach dem doch nicht unbedingt zu erwartenden Aufstieg zwei gute Burschen dazubekommen, dafür unseren Kapitän Michael Pfeffer verloren. Zudem ist unser Torjäger Petr Prucha seit fast einem Jahr wegen eines Kreuzbandriss außer Gefecht. Seine außergewöhnliche Qualität fehlt uns in der Offensive an allen Ecken und Enden", sagt Marco Eder, der bei seinem Heimatverein seit 2018 Spielertrainer ist und in diese langen Zeit bereits zwei Aufstiege feiern durfte. Aus der erhofften Rückkehr von Ex-Profi Prucha, der in 39 Kreisliga-Einsätzen unglaubliche 41 Tore erzielt und 22 weitere Treffer vorbereitet hat, wird vermutlich vor der Winterpause nichts mehr. "Petr befindet sich immer noch im Aufbautraining. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit 2025 nichts mehr werden", berichtet Eder, dessen Team schon den einen oder anderen Achtungserfolg verbuchten konnte.



Petr Prucha wird beim SV Bischofsmais schmerzlich vermisst
Petr Prucha wird beim SV Bischofsmais schmerzlich vermisst – Foto: Helmut Weiderer




Titelmitfavorit SpVgg Ruhmannsfelden konnte im Derby ein 2:2-Remis abgerungen werden, auch beim heimstarken SV Garham konnten Krampfl, Heindl & Co. mit einem Punktgewinn überraschen. "Wir haben uns gesteigert. In der Saisonanfangsphase hatten wir zum Beispiel Spiele wie in Grafenau oder Schalding, in denen wir komplett chancenlos waren. Mittlerweile können wir in fast allen Partien - zumindest über weite Strecken - relativ gut mithalten. Letztlich fehlen aber ein paar Prozent, um Spiele zu gewinnen", weiß der 42-Jährige, der bislang selten seine Wunschformation aufbieten konnte. "Matej Stefl, der letzte Saison mit 22 Toren maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte, hat uns beispielsweise schon viermal gefehlt. Co-Spielertrainer Marco Kolmer und Mittelfeldlenker Martin Suchy haben jeweils zweimal nicht auflaufen können. Wenn wir nicht einigermaßen komplett sind, ist es für uns nur sehr schwer möglich, etwas zu holen, da wir nicht annähernd die Kaderbreite von vielen anderen Ligakonkurrenten haben", informiert Eder.



Trotz der kritischen Tabellensituation macht die SVB-Ikone aber keinen nervösen Eindruck: "Die Stimmung ist nach wie vor in Ordnung, auch wenn wir die letzten Jahre deutlich mehr Siege wie Niederlagen verzeichneten. Bis zum Winter gilt es zumindest den Anschluss zu den beiden Relegationsplätzen nicht zu verlieren. Dafür müssen wir noch ein paar Punkte holen." Am Sonntag kreuzt die SpVgg GW Deggendorf zum Nachbarduell in Hochbruck auf. "In der Vorbereitung haben wir gegen Bad Kötzting gespielt. Jetzt kommt ein Verein wie Deggendorf zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte zu einem Punktspiel nach Bischofsmais. Wenn uns das vor ein paar Jahren jemand vorhergesagt hätte, dann wäre derjenige wohl belächelt worden. Daher können wir stolz auf die Entwicklung beim SVB sein", betont Marco Eder.

Aufrufe: 01.10.2025, 16:30 Uhr
Thomas SeidlAutor