
Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen rutscht auf einen direkten Abstiegsplatz ab. Der Klassenerhalt ist nicht mehr aus eigener Kraft möglich.
Karlsfeld – Das Drama nimmt seinen Lauf. Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen unterliegt beim TSV Eintracht Karlsfeld mit 0:1, rutscht dadurch auf einen der beiden direkten Abstiegsplätze der Landesliga Südost ab. Der spielentscheidende Treffer gelang den Gastgebern eingangs der Schlussphase in Unterzahl.
Jetzt braucht es drei Bauteile für den Klassenerhalt. Mindestens noch vier Punkte, Unterstützung der Landkreiskonkurrenten. Und jede Menge Optimismus. Aus eigener Hand kann die Elf aus der Marktgemeinde den Ligaverbleib nicht mehr umsetzen. „Es ist jetzt die Situation eingetreten, die wir vermeiden wollten“, stellt Stefan Schwinghammer in angefasstem Ton fest. Am kommenden Samstag ist ein FC-Dreier gegen Unterföhring absolute Pflicht, reicht aber längst nicht. Denn sowohl der direkte Vergleich als auch die Tordifferenz sind fest in Karlsfelder Händen. Deshalb bedarf es der Schützenhilfe aus Murnau, die ebenfalls am Samstag gegen die Karlsfelder antreten. Gewinnen die Drachen, müssten die Garmisch-Partenkirchner in Freilassing mindestens einen Zähler ergattern, um neuerliche Punktgleichheit zu umgehen. Da ist viel Konjunktiv dabei.
Man kann es sich ausrechnen, was passieren wird, sofern kein Wunder eintritt: Adé Landesliga-Fußball am Gröben. Ob die Bezirksliga dann die Endstation ist im Weg nach unten, bleibt abzuwarten. Dem Vernehmen nach gibt es jedenfalls wenig Signale der Zuversicht. Momo Ndiaye hat wohl sein Karriereende angekündigt, ein anderer Leistungsträger wurde beim Probetraining in Murnau gesehen, einen weiteren zieht es aus beruflichen Gründen nach München. David Salcher geht nach Antdorf, beim Rest muss man abwarten.
Es naht das bittere Ende einer Talfahrt, die wenige Spieltage nach Beginn der Saison ihren Lauf nahm. Das Match in Karlsfeld markierte lediglich den ersten Gong, bevor der Vorhang fällt. „War hart zu verdauen“, kommentierte Coach Schwinghammer die Geschehnisse vom Samstag. Vor allem, weil Jonas Poniewaz einen 1000-Prozenter versiebte und zwei weitere Möglichkeiten nicht genutzt wurden. Sogar ein Platzverweis für den Gegner – für Karlsfelds Lukas Paunert nach Notbremse gegen Philipp Solleder – richtete noch mehr Schaden für die Gäste an.
„Hat uns aus dem Spiel gebracht.“ Schwinghammer wundert sich selbst über das Spiel seiner Mannschaft in der Folgezeit. Der zweite Abschnitt plätscherte dahin, der 1. FC blieb viel zu harmlos. „Wir haben nicht Gefährliches mehr zusammengebracht.“ Mit Ausnahme der dicken Ausgleichschance für Jonas Schrimpf, die vom aufopferungsvollen Eingreifen eines Gegenspielers zunichtegemacht wurde. Wäre für Schrimpf wichtig gewesen. Denn er war es, der durch Mini-Kontakt in die Hacken jenen unnötigen Strafstoß verursachte, der dem 1. FC das Spiel kostete. Und womöglich das Liga-Ende einläutet.