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Hansa Rostock siegt souverän - doch bangt um einen Schlüsselspieler

Der Drittligist F.C. Hansa Rostock gewinnt im Mecklenburg-Vorpommern-Pokal beim 1. FC Neubrandenburg 04 und wird seiner Favoritenrolle gerecht. Überschattet wird der Sieg von einer Verletzung in der Schlussminute.

von fue · 28.03.2026, 19:05 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

Am heutigen Samstagmittag löste die Kogge ihre Pflichtaufgabe im Landespokal erfolgreich. Trotz eines wackligen Starts in die zweite Halbzeit setzte sich die spielerische Überlegenheit am Ende deutlich durch. Ein bitterer Beigeschmack bleibt jedoch durch den Ausfall eines wichtigen Innenverteidigers kurz vor dem Abpfiff.

Umfangreiche Rotation in der Startelf

Für das Viertelfinale im Mecklenburg-Vorpommern-Pokal veränderte Trainer Daniel Brinkmann seine Mannschaft im Vergleich zum letzten Ligaspiel in der 3. Liga gegen Wiesbaden auf gleich neun Positionen. Lediglich Florian Carstens und Benno Dietze verblieben in der Anfangsformation.

Akteure wie Benjamin Uphoff, Ahmet Gürleyen, Viktor Bergh, Adrien Lebeau, Marco Schuster, Jan Mejdr und Kenan Fatkic räumten ihre Plätze in der Startelf für Max Hagemoser, Nico Neidhart, Felix Ruschke, Lukas Wallner, Christian Kinsombi, Cedric Harenbrock, Lukas Kunze, Andreas Voglsammer und David Hummel.

Frühe Dominanz und ungenutzte Chancen

Es dauerte lediglich acht Minuten, bis die Überlegenheit der Kogge in Zählbares umgemünzt wurde. Nach einer Flanke von der linken Seite stand Andreas Voglsammer völlig frei, nutzte den gebotenen Platz und köpfte zum 0:1 ein. Die Gäste blieben im Anschluss die spielbestimmende Mannschaft und erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten. In der 30. Minute verwertete Lukas Wallner den Abpraller eines Freistoßes ebenfalls per Kopf zum verdienten 0:2.

Dass die Partie nicht schon zur Pause endgültig entschieden war, lag an der mangelnden Chancenverwertung. Quasi im Minutentakt ließen Benno Dietze (39.), Lukas Kunze (41.) und Nico Neidhart (43.) exzellente Gelegenheiten ungenutzt. Die Heimmannschaft aus Neubrandenburg verteidigte dabei auch bis zum Seitenwechsel aufopferungsvoll.

Fehlstart in Halbzeit zwei

Der zweite Durchgang begann im regnerischen Neubrandenburg mit einem kurzen Schreckmoment. Torhüter Max Hagemoser spielte in der 50. Minute den Ball versehentlich direkt in die Füße von Spielertrainer Daniel Nawotke. Dieser ließ die unverhoffte Gelegenheit nicht aus und schob das Spielgerät mühelos in das verwaiste Tor zum 1:2-Anschlusstreffer ein.

Das unerwartete Tor verlieh den Gastgebern sichtbares Selbstvertrauen. In der darauffolgenden Phase wagte der Außenseiter immer wieder mutige Vorstöße in die gegnerische Hälfte, doch Hansa blieb kalt und ließ keine ernsthaften Zweifel am Weiterkommen aufkommen.

Joker bringen die Entscheidung

Umso wichtiger war es, dass erneut Andreas Voglsammer in der 66. Minute den alten Abstand wiederherstellte. Wieder war die Nummer 9 per Kopf zur Stelle und markierte das 1:3. Trainer Daniel Brinkmann reagierte mit einem Dreifachwechsel und brachte frische Kräfte auf den Platz. Ein Schachzug, der sich umgehend bezahlt machte.

Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung stand der etatmäßige Stammspieler Maximilian Krauß goldrichtig und vollendete ein Dribbling von Kinsombi in der 73. Minute souverän zum 1:4. Dem ebenfalls im zweiten Durchgang eingewechselten Emil Holten gelang in der 90. Minute der verdiente Schlusspunkt. Nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz drückte er den Ball zum 1:5-Endstand über die Linie.

Bitterer Wermutstropfen

Trotz des souveränen Sieges endete die Partie mit einem überaus bitteren Beigeschmack. In der allerletzten Aktion des Spiels verletzte sich Innenverteidiger Florian Carstens schwer am Knöchel und musste für weitere Untersuchungen direkt ins Krankenhaus gebracht werden. Damit steht er bereits eine Woche nach dem Umstrittenen Platzverweis in Wiesbaden wieder im tragischen Mittelpunkt der Partie. Carstens hatte in dieser Saison fast alle Pflichtspiele von Beginn an bestritten und gehört damit zu den tragenden Säulen des FCH-Kaders unter Daniel Brinkmann.

Ausblick auf die nächsten Spiele

Sportlich blickt der Verein nun auf das Halbfinale, in dem bereits zwei mögliche Gegner feststehen. Bereits am gestrigen Abend qualifizierten sich der Pastow (5:1 gegen Ligakonkurrent FSV Bentwisch) und Anker Wismar aus der Oberliga (4:0 beim Verbandsligisten FC Förderkader) für die nächste Runde.

Das letzte Ticket wird am morgigen Sonntag zwischen der TSG Neustrelitz (Oberliga) und dem Regionalligisten Greifswald ermittelt. Das genaue Datum für die zügig folgende Auslosung steht noch nicht fest.

Für den F.C. Hansa Rostock geht es im Liga-Alltag am Samstag, 04.04.2026, um 14 Uhr mit einem Heimspiel gegen Viktoria Köln weiter, bei dem im Kampf um den Aufstieg enorm wichtige Punkte vergeben werden.