
Im Halbfinale des A-Junioren Niedersachsenpokals hat Hannover 96 U19 den Seriengewinner VfL Wolfsburg U19 aus dem Wettbewerb geworfen und damit ein Ausrufezeichen gesetzt. Nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden, im anschließenden Elfmeterschießen setzte sich Hannover mit 5:4 durch.
Wolfsburg, Rekordsieger mit zwanzig Titeln und zuletzt dreimal in Folge erfolgreich, erwischte zunächst den besseren Start. Carl-Anton Sticherling brachte die Gastgeber nach rund einer halben Stunde in Führung. Doch noch vor der Pause fiel der Ausgleich – begünstigt durch ein Eigentor von Dinaylo Furtado Brito.
Im weiteren Spielverlauf neutralisierten sich beide Teams weitgehend, sodass die Entscheidung vom Punkt fallen musste. Dort zeigte sich Hannover abgeklärter. Nachdem mehrere Schützen auf beiden Seiten getroffen hatten, avancierte Torhüter Philip-Elias Kleineberg zum entscheidenden Akteur, als er den letzten Wolfsburger Versuch parierte und seinem Team den Finaleinzug sicherte.
Für Hannover ist es der erste Finaleinzug seit 2022 – und zugleich ein historischer Erfolg. Erstmals steht der Klub mit drei Nachwuchsteams in den Endspielen der landesweiten Pokalwettbewerbe und wahrt damit die Chance auf einen Dreifacherfolg.
Im zweiten Halbfinale sorgte der VfV Borussia 06 Hildesheim U19 für eine Überraschung. Der Regionalligist setzte sich vor 490 Zuschauern mit 1:0 gegen den Bundesligisten Eintracht Braunschweig U19 durch und zog erstmals in das Finale ein.
Die Partie verlief lange ausgeglichen, ehe Benjamin Mommertz Mitte der zweiten Halbzeit den entscheidenden Treffer erzielte (55.). Hildesheim verteidigte den Vorsprung in der Folge konsequent und ließ dem klassenhöheren Gegner kaum klare Möglichkeiten.
Bereits im Viertelfinale hatte das Team von Trainer Benedict Plaschke mit dem Erfolg gegen den TSV Havelse U19 einen Bundesligisten aus dem Wettbewerb geworfen. Gegen Braunschweig gelang nun der nächste Coup – und damit der erstmalige Einzug ins Endspiel.
Im Finale trifft Hildesheim auf Hannover 96. Während der Außenseiter auf die nächste Überraschung hofft, geht es für die Niedersachsen aus der Landeshauptstadt nicht nur um den zwölften Pokalsieg, sondern auch um die Fortsetzung einer außergewöhnlichen Pokalsaison im Nachwuchsbereich.