Alle Energie für den Aufstieg: David Kinsombi will mit dem HSV zurück in Liga eins. In der Jugend war er unter anderem für den SV Wehen-Wiesbaden, Eintracht Frankfurt und Mainz 05 am Ball.
Alle Energie für den Aufstieg: David Kinsombi will mit dem HSV zurück in Liga eins. In der Jugend war er unter anderem für den SV Wehen-Wiesbaden, Eintracht Frankfurt und Mainz 05 am Ball. – Foto: dpa (Archiv)

„Rundum reifer und besser geworden“

David Kinsombi hat das Traumziel Profi erreicht – und will mit dem HSV aufsteigen

Wiesbaden. David Kinsombi (24) ließ bei seiner Teilnahme am Sonnenberger Liliencup im Januar 2012 in der Halle am Elsässer Platz mit bemerkenswerten Aussagen aufhorchen. Der damals 16-Jährige war 2011 vom SV Wehen Wiesbaden zu Mainz 05 gewechselt, verlor seinerzeit das Finale gegen die Eintracht mit 1:4. Doch das war nebensächlich. „Man muss wissen, was man will. Aber auch, welcher Weg vor einem liegt. Einige meiner Freunde standen kurz vor dem Durchbruch, um dann Verletzungen zu erleiden. Deshalb ist die Schule wichtig“, gab er 2012 zu Protokoll, um sich am Wiesbadener Elly-Heuss-Gymnasium zuerst auf das Abitur zu fokussieren. Der in Rüdesheim geborene Defensivspieler, dessen Familie aus der Demokratischen Republik Kongo stammt, absolvierte in der Folge bei Eintracht Frankfurt Bundesliga-Einsätze, trug in der Zweiten Liga das KSC-Trikot, ebenso bei Holstein Kiel, wo er Kapitän war. Im Sommer 2019 unterschrieb er beim HSV bis 2023. Kinsombi hat seinen Weg zum Profi gemacht – der ihn 2020 in die Bundesliga zurückführen soll. Im Interview blickt er nun zurück und voraus.

In der Vergangenheit waren einige aktuelle Profis beim Liliencup dabei. Welche sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben und wie liegt Ihnen persönlich der Hallenfußball?
In der Jugend habe ich sehr gerne in der Halle gespielt, da man dort in der Regel auf die technisch versiertesten Spieler der gegnerischen Mannschaft getroffen ist und es dadurch extrem viel Spaß gemacht hat. Ich weiß, dass unter anderem Thomas Müller beim Liliencup aufgelaufen ist. Zudem habe ich Kai Havertz 2016 beim Turnier spielen sehen.


Sie sind in Rüdesheim geboren und in Wiesbaden aufgewachsen. Welche Berührungspunkte haben Sie noch mit Wiesbaden, Mainz und dem Umland?
Mein ganzes privates Umfeld spielt sich überwiegend in Wiesbaden und Umgebung ab. Meine Eltern und auch viele meiner Schulfreunde leben noch dort. Aus diesem Grund bin ich an meinen Urlaubstagen häufig in der Gegend.


Sie haben in Ihrer Zeit bei Eintracht Frankfurt bereits ein paar Minuten Bundesliga-Luft schnuppern können. Dazu haben Sie in den vergangenen Jahren durch gute Leistungen in der Zweiten Liga überzeugt, sind zum Hamburger SV gewechselt. Fühlen Sie sich bereit für die Bundesliga?
Ich wechselte aus der Jugend von Mainz als junger Spieler zu Eintracht Frankfurt. Es war damals natürlich eine super Erfahrung für mich, direkt in der Herrenmannschaft spielen zu dürfen. Der Spieler von damals ist aber natürlich nicht mit dem heutigen David Kinsombi zu vergleichen. Ich konnte in den vergangenen Jahren viel Erfahrung sammeln und bin ein rundum reiferer und besserer Spieler geworden. Daher würde ich mich freuen, wenn ich diese Qualitäten bald wieder in der Ersten Liga zeigen kann.


Die vergangenen Wochen waren etwas durchwachsen. Warum wird der HSV am Ende trotzdem aufsteigen?
Wir werden als Club die Vorbereitung nutzen, um uns bestmöglich auf den zweiten Teil der Saison vorzubereiten. Ich kann versichern, dass wir in der Rückrunde unser Bestes geben werden, um die maximale Ausbeute an Punkten zu erreichen.


Der SV Wehen Wiesbaden war ebenfalls einer Ihrer Jugendvereine. Verfolgen Sie den SVWW noch oder spielt er keine größere Rolle mehr?
Ich verfolge nach wie vor, wie sich der SV Wehen Wiesbaden schlägt. Wenn es die Zeit zugelassen hat, habe ich mir in der Vergangenheit auch mal ein Spiel im Stadion angeschaut. Da der SVWW in dieser Saison unser Ligakonkurrent ist, gestaltet sich ein Stadionbesuch allerdings etwas schwierig.

Aufrufe: 21.1.2020, 11:00 Uhr
Henri SolterAutor

Verlinkte Inhalte