
Der Drittligist und Mittelrheinpokal-Titelverteidiger Viktoria Köln steht nach einem 5:1-Erfolg beim Landesligisten Union Schafhausen in der zweiten Runde des FVM-Pokals. Vor 800 Zuschauern im „Kuhlert“ brauchte das Team von Trainer Marian Wilhelm nach einem 1:1-Pausenstand jedoch eine Leistungssteigerung im zweiten Durchgang sowie zwei Eigentore der Gastgeber, um den Einzug in die Runde der letzten 32 perfekt zu machen.
Nach dem kräftezehrenden DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg rotierte Kölner Coach Wilhelm komplett und brachte elf neue Akteure in der Startelf. Verthomy Boboy führte die Mannschaft unter der Leitung von Schiedsrichter Jan-Philipp Schöneseiffen (Bonn) erstmals als Kapitän aufs Feld. Der Favorit übernahm früh das Kommando und ging in der 15. Minute in Führung: Pascal Fallmann eroberte im Zentrum den Ball und bediente Noah Maboulou, der über rechts in den Strafraum zog und flach zum 0:1 vollendete. Die Elf von Schafhausen-Trainer Jörg Halfenberg verteidigte in der Folge diszipliniert und belohnte sich kurz vor dem Pausenpfiff: Nach einem Foulspiel im Kölner Strafraum verwandelte Frederik Lenzen den fälligen Elfmeter in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.) zum Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel taten sich die Gäste zunächst schwer gegen die gut verschiebenden Hausherren. Nach gut einer Stunde hatte Maboulou die größte Möglichkeit, als er den Keeper umspielte, aber den Ball nicht im leeren Tor unterbrachte. Die Erlösung folgte nur wenige Zeigerumdrehungen später, als Fallmann in der 70. Minute nach Vorarbeit von Alexander Prokopenko aus spitzem Winkel die erneute Kölner Führung erzielte. Die Vorentscheidung erzwang die Viktoria schließlich begünstigt durch zwei Eigentore der Schafhausener Hintermannschaft: Erst fälschte Yves Henkens den Ball in der 80. Minute unglücklich zum 1:3 ab, ehe Michael Peschel in der 88. Minute das zweite Eigentor unterlief. Den Schlusspunkt setzte Kapitän Boboy in der Nachspielzeit (90.+1) zum 1:5-Endstand.
Ein gelungener Abend war es für die Kuhlert-Kicker dennoch, die sich zurecht für den Fight in der ersten Halbzeit feiern ließen. Für die verbliebenen 32 Teams geht es im Pokalwettbewerb Anfang Oktober weiter.

Union Schafhausen – Viktoria Köln 1:5
Union Schafhausen: Niklas Giesen, Michael Peschel, Frederik Lenzen, Yves Henkens, David Jennissen, Elias Halfenberg (76. Lukas Balli), Steven Lehnen (67. Vincent Reinold), Felix Bischofs, Phil Wanninger (81. Nils Sonnenschein), Felix Grafen (81. Justin Küppers), Maik Römer - Trainer: Jörg Halfenberg
Viktoria Köln: David Wyciok, Verthomy Boboy, Felix Christoph Albers (65. Lucas Wolf), Pascal Fallmann (86. Exaouse Vunguidica), Samuele Carella (65. Tobias Eisenhuth), Eric Gueye, Niklas Jahn (89. Ege Sarikaya), Jason Amann, Alexander Prokopenko, Jakob Sachse (74. Niklas Castelle), Noah Maboulou - Trainer: Marian Wilhelm
Schiedsrichter: Jan-Philipp Schöneseiffen (Bonn) - Zuschauer: 800
Tore: 0:1 Noah Maboulou (15.), 1:1 Frederik Lenzen (45. Foulelfmeter), 1:2 Pascal Fallmann (70.), 1:3 Yves Henkens (80. Eigentor), 1:4 Michael Peschel (88. Eigentor), 1:5 Verthomy Boboy (90.+1)