2024-07-11T13:55:35.092Z

Transfers
Thomas Starzinger (von links), Stefan Ellinger und Michael Schindler verstärken die Hainsackerer Elf.
Thomas Starzinger (von links), Stefan Ellinger und Michael Schindler verstärken die Hainsackerer Elf. – Foto: Schmid, Kröninger

Hainsacker legt los: »Auf Status Bezirksliga-Dino nicht ausruhen«

Neu-Trainer Jürgen Schneider begrüßt vier Neuzugänge in seinen Reihen und äußert einen großen Wunsch

Beim Bezirksligisten SpVgg Hainsacker rollt seit vergangenem Sonntag wieder der Ball. „Die Entwicklung ist nicht zu Ende, es ist noch Luft nach oben da“, sagt der neue Trainer Jürgen Schneider bei seinem Amtsantritt. Neu ist die Waldsportanlage für den 50-Jährigen freilich nicht: Bereits von 2009 bis 2013 hatte er die Mannschaft gecoacht und sie seinerzeit in die Bezirksoberliga geführt. Auch für die zweite Amtszeit in seinem Wohnort hat Schneider einiges vor.

Nach zwei BOL-Jahren ging es im Jahr 2012 zurück in die Bezirksliga Süd. Dort, wo die Spielvereinigung bis heute ununterbrochen spielt. „Wir sollten uns nicht ausruhen auf dem Status des Bezirksliga-Dinos“, macht Schneider klar. „Die Mannschaft soll ihre eigene Geschichte schreiben und nicht auf das bauen, was mal war.“ In der in viereinhalb Wochen beginnenden neuen Saison wolle man „frühzeitig den Klassenerhalt sichern, das ist das große Ziel“. Zudem erhofft sich Schneider eine Weiterentwicklung im spielerischen Bereich. Die Liga mit ihren sieben neuen Vertretern (zwei Absteiger, vier Aufsteiger und ein Ligawechsler) schätzt er als qualitativ stärker als letzte Saison ein: „Das wird sicherlich eine Herausforderung.“

Bei Hainsacker wird weiterhin Teamgeist und Zusammenhalt ganz großgeschrieben. „Da stehe ich als Trainer auch dahinter: Das ist tausendmal mehr wert, als zig auswärtige Spieler zu holen“, findet Schneider, dem Stürmer Robin Peter als spielender Co-Trainer zur Seite steht.

Der Bestandskader ist im Großen und Ganzen zusammengeblieben. Zu kompensieren ist der Weggang von Flügelspieler Bruno Posayanant, der sein Glück beim FC Kosova in der Landesliga versucht. Zudem hat der langjährige Abwehrchef Dominik Tries seine Karriere mit 39 Jahren beendet. Und Michael Graßler legt wegen fortdauernder Probleme mit dem Knie eine Pause ein. Indes steigt Sturmtalent Kai Dirmeier, letzte Saison mit 16 Toren Hainsackers bester Schütze, nach seinem Knöchelbruch ins Aufbautraining ein.

Neue Gesichter in der Mannschaft sind Stefan Ellinger (27) und Thomas Starzinger (20), beide kommend vom TSV Großberg, sowie Michael Schindler (24) vom SV Zeitlarn. Außerdem schließt sich noch ein Spieler aus Schwaben der SpVgg an, welcher künftig in Regensburg studiert. Nach den ersten drei Einheiten ist Coach Jürgen Schneider „von allen Neuen positiv überrascht. Sie sind ganz nette Burschen und man sieht sofort, dass sie Fußballer sind. Ich denke, dass sie eine große Chance bei uns haben, zu spielen.“ Bei allen kam der Kontakt über Freunde in der Mannschaft zustande. Somit konnten die Lücken, die sich durch die genannten Spieler Posayanant, Tries und Graßler aufgetan haben, erfolgreich geschlossen werden. Mit einer Jetzt-Kaderstärke von 23 ist die Kaderplanung in Hainsacker abgeschlossen.

Jürgen Schneider freut sich auf die Arbeit mit einer „jungen willigen Mannschaft, die immer hundert Prozent gibt“. Das hatte er schon bei seiner Vorstellung mitgeteilt. Spaß am Kicken, die Weiterentwicklung des jungen Teams und die Identifikation der Spieler mit dem Verein nannte er als Ziele. Einen großen Wunsch hat er: „Wir haben derzeit keine zweite Mannschaft. Ab nächster Saison wollen wir wieder eine ins Rennen schicken. Spieler, die in den umliegenden Vereinen spielen, aber hier wohnen, wollen wir wieder zurückholen.“ Zum Testspiel-Aufgalopp kommt an diesem Samstag (17 Uhr) mit dem Landesligisten TB 03 Roding gleich ein Schwergewicht nach Hainsacker. Weitere Testgegner sind Pfreimd, Donaustauf, Gangkofen und Oberhinkofen. Vor dem Punktspielstart am Freitag, 19. Juli, beim FC Viehhausen steht zudem noch ein Spiel im Totopokal auf dem Programm.

Aufrufe: 019.6.2024, 15:00 Uhr
Florian WürtheleAutor