Mindestziel erreicht: Der Tabellenzweite SV Hahnbach hat im Top-Spiel dem Dritten SpVgg SV Weiden II dank eines späten Ausgleichstreffers einen Punkt abgeluchst (1:1) und bleibt drei Punkte vor seinem direkten Rivalen. Aufgrund des verloren Direktvergleichs müssten die Weidener an den letzten zwei Spieltagen gleich vier Zähler aufholen. Das riecht stark nach Landesliga-Relegation für den SVH!
Auch „unten“ gibt es klare Tendenzen. Der bereits gestern erfolgreiche FC Furth im Wald steuert dem direkten Klassenerhalt entgegen. Jener ist für die DJK Arnschwang, die gegen die Sportfreunde Ursulapoppenricht eine 2:3-Heimniederlage bezog, dagegen in weite Ferne gerückt. Sicher in die Abstiegs-Relegation geht Inter Bergsteig Amberg. Richtung Direktabstieg taumelt die SG Chambtal. Im Vergleich mit dem heute siegreichen FSV Prüfening, dem Tabellen-15. der Bezirksliga Süd, ist die Berger-Elf jetzt vier Punkte hintendran. Einen Achtungserfolg landeten indes die längste abgestiegenen Schirmitzer. Die SpVgg holte beim torlosen Remis gegen Pfreimd den zweiten Zähler überhaupt in dieser Spielzeit.
Bastian Freisinger (Spielertrainer SV Hahnbach): „Ich glaube, im Endeffekt ist es ein gerechtes Unentschieden. Die erste Halbzeit ging ein bisschen an uns, die zweite Halbzeit ging an Weiden. In der erste Hälfte waren wir einen Ticken giftiger und dem 1:0 ein wenig näher, haben das Führungstor aber nicht gemacht. Nach der Pause war Weiden dann aktiver und hat das 1:0 gemacht, was zu dem Zeitpunkt auch in Ordnung ging. Wir haben trotzdem weitergemacht und einen Konter sauber zu Ende gespielt. Ab dem 1:1 war es ein offener Schlagabtausch. Wir wussten, dass wir ziemlich sicher in der Relegation sind, wenn wir noch ein Tor machen. Weiden wollte natürlich das Spiel gewinnen, um mit uns punktgleich zu werden. Der Lucky Punch ist dann nicht mehr gefallen und am Ende sind wir zufrieden mit dem Unentschieden.“
Erich Hartlich (Trainer DJK Arnschwang): „Wenn man, trotz einer schwierigen personellen Situation, einige hundertprozentige Chancen kriegt und diese nicht nutzt, dann ist es natürlich sehr schwer in die Bezirksliga zu bestehen. Wir stehen uns jede Woche wirklich selbst im Weg, weil wir einfach klarste Tormöglichkeiten nicht nutzen. Das ist momentan schon wirklich bitter. Ich hoffe, dass wir das schnell in die richtige Bahn lenken können, weil der Weg jetzt Richtung Relegation gehen wird. Heute haben wir leider gegen eine schlagbare Mannschaft Big Points liegen gelassen, und leider sind wir wieder als Verlierer vom Platz gegangen.“
Michael Hartlich (Trainer SpVgg Pfreimd): „Uns ist es nicht gelungen, dass wir in Schirmitz drei Punkte holen. Schirmitz ist extrem tief gestanden und hat sich aufs Kontern beschränkt, was uns aber von Vornherein klar war. Wir hatten heute aber nicht die spielerischen Mittel, das lösen zu können. Mir ist es auch nicht gelungen, dass ich die Mannschaft richtig einstelle. Deshalb geht das Unentschieden in Ordnung. Jetzt heißt es ärgern noch und dann fokussieren auf den nächsten Gegner.“
Bastian Lobinger (Spielertrainer FC Wernberg): „Die erste Hälfte war ausgeglichen. Wir haben früh durch eine direkte Ecke in Führung gehen können und dann die Führung ausbauen können. Wir können uns aber auch bei unserem Torhüter bedanken, dass hinten die Null stand, denn Tännesberg hatte gefährliche Situationen nach vorne. Die zweite Halbzeit war gut. Wir haben fast nichts mehr zugelassen und konnten die Führung noch ausbauen. Unterm Strich ein verdienter Sieg.“
Ibrahim Devrilen (Trainer TSV Tännesberg): „Glückwunsch an Wernberg zum verdienten Sieg. Von unserer Seite war das heute deutlich zu wenig – das entspricht nicht unserem Anspruch. Gegen den FC Amberg müssen wir ein komplett anderes Gesicht zeigen. Wichtig ist mir, dass wir als Mannschaft geschlossen auftreten, Verantwortung übernehmen und nächste Woche zeigen, was wirklich in uns steckt.“
Martin Schuster (Trainer SpVgg Vohenstrauß): „Eine verdiente Niederlage. Das muss man anerkennen. Glückwunsch an Weiden-Ost, die in allen Belangen besser waren als wir. Wir waren meiner Meinung nach nicht richtig da, was defensives Verhalten angeht. Auch in der Offensive waren wir zu unpräzise mit vielen Fehlern. So kannst du in der Bezirksliga nicht bestehen und da sollten wir uns mal ganz schnell Gedanken machen, weil wir bis zum Saisonende noch zwei Hochkaräter vor der Brust haben. Ich appelliere nicht nur an die Mannschaft, sondern auch an den Verein, dass die Präsentation des Vereins und der Stadt nach außen besser ist. Das war heute einfach zu wenig und das stört mich unheimlich.“