2026-04-23T13:43:33.969Z

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"Hätten sogar ein zweites oder drittes Tor schießen können"

Tabellenletzter führt früh, verliert gegen den Dritten aber nach der Pause mit 1:5 – Lamme nutzt seine Kaderbreite konsequent

von red · Heute, 14:43 Uhr · 0 Leser
– Foto: Nückel/Steinmann

Der SV Teutonia Groß Lafferde hat dem favorisierten TSV Germania Lamme zunächst Paroli geboten, musste sich im Nachholspiel des 17. Spieltags jedoch klar mit 1:5 geschlagen geben. Der Tabellenletzte überraschte mit einer frühen Führung, ehe sich der Tabellendritte nach der Pause deutlich steigerte.

Die Ausgangslage war eindeutig: Groß Lafferde ging mit sechs Punkten als Tabellenletzter in die Partie, Lamme reiste mit 41 Punkten als Dritter an. Auf dem Platz zeigte sich zunächst jedoch ein anderes Bild.

Bereits in der 2. Minute brachte Neumann die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Groß Lafferde präsentierte sich in der Anfangsphase organisiert, kompakt und zweikampfstark.

Spielertrainer Kevin Harms zeigte sich mit dem Auftreten seiner Mannschaft zunächst zufrieden: „Wir sind in Führung gegangen und haben wirklich eine sehr, sehr ordentliche erste Halbzeit gespielt.“ Man habe im 4-4-2-System „von links nach rechts geschoben“, sei laut gewesen und habe die direkten Duelle angenommen.

Mehr noch: Der Außenseiter ließ Chancen auf weitere Treffer liegen. „Wir hätten sogar ein zweites oder drittes Tor schießen können, müssen. Das waren wirklich Eins-gegen-eins-Situationen gegen den Torwart“, sagte Harms.

Lamme hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, tat sich im letzten Drittel zunächst aber schwer. Erst in der 37. Minute gelang Kajolli der Ausgleich zum 1:1.

Lamme entscheidet die Partie nach der Pause

Kurz nach Wiederbeginn drehte Lamme das Spiel endgültig. Erneut Kajolli traf in der 47. Minute zum 2:1. Danach nutzte der Favorit die nachlassenden Kräfte des Gegners konsequent aus.

Redl erhöhte in der 64. Minute auf 3:1, Holland legte nur fünf Minuten später das 4:1 nach. Baron setzte mit dem Treffer zum 5:1 in der 78. Minute den Schlusspunkt. „Dann bekommst du ein frühes 2:1, und dann muss man realistisch sein“, sagte Harms. „Nach 60, 70 Minuten war wirklich der Dampf raus bei den Leuten.“

Vor allem die personellen Möglichkeiten beider Mannschaften machten sich bemerkbar. Während Lamme von der Bank nachlegen konnte, fehlten Groß Lafferde zunehmend Kraft und Ordnung.

„Da merkt man den Fitnessunterschied und auch die Breite im Kader“, erklärte Harms. Mit dem Auswärtssieg festigt Germania Lamme Rang drei und baut sein Konto auf 41 Punkte aus. Die Mannschaft bleibt damit im oberen Tabellenbereich stabil positioniert.

Groß Lafferde hingegen verbleibt mit sechs Punkten abgeschlagen auf dem vorletzten sportlichen Rang beziehungsweise Tabellenplatz 15. Trotz der deutlichen Niederlage dürfte der engagierte erste Durchgang für den Außenseiter ein kleiner Mutmacher sein.

„Das sind Erkenntnisse, die wir eh schon gesammelt haben“, sagte Harms nüchtern – und meinte damit vor allem den Unterschied in Fitness, Tiefe des Kaders und Konstanz über 90 Minuten.