
Die Waffenstädter treten im berüchtigten „Käfig“ an – einer engen, intensiven Heimstätte, die schon so manchen Gast vor große Probleme gestellt hat.
Für Stößel hat die Partie zudem einen persönlichen Bezug: Er stammt aus dem Heldburger Unterland, spielte früher in Heldburg, Westhausen und Milz und verfolgt den Südthüringer Fußball nach wie vor aufmerksam. Dennoch betont der Suhler Coach: „Direkte Verbindungen nach Hildburghausen habe ich nicht, für mich ist das ein normales Auswärtsspiel.“
Das Duell verspricht intensiv zu werden. Hildburghausen nutzt seinen engen Kunstrasenplatz, um permanent Druck zu erzeugen – jeder Ballverlust kann schnell gefährlich werden, wie Stößel beim 2:1-Sieg der Gastgeber gegen Ohratal vor Ort beobachten konnte. Dennoch sieht er auch Chancen für seine Mannschaft: „Wir können befreit aufspielen, die Favoritenrolle liegt klar bei Hildburghausen. Unser technisch versiertes Team kommt auf diesem Untergrund gut zurecht.“
Beide Teams waren zudem in der vergangenen Woche unfreiwillig pausiert: Suhl konnte sein Heimspiel gegen Erlau nicht bestreiten, Hildburghausen fiel die Partie in Ifta zum Opfer. „Wir hatten dadurch keinen Rhythmusverlust, denn auch Hildburghausen musste kürzlich aussetzen“, so Stößel.
Für die Suhler ist das Spiel in Hildburghausen eine harte Prüfung – doch vielleicht gelingt ihnen im „Käfig“ die ersehnte Trendwende. Spannung ist garantiert, wenn der Ball am Sonntag um 14 Uhr rollt.