2026-03-13T07:45:35.464Z

Spielbericht

Hackenheimer Acht-Tore-Spektakel

Pierre Merkels Lastminute-Treffer sicherte beim 4:4 gegen Hermersberg wenigstens einen Punkt.

von Mario Luge · Heute, 18:40 Uhr · 0 Leser
Arm in Arm: Hackenheims Paul Protzel (weißes Trikot) und sein Hermersberger Gegenspieler	Foto: Sebastian Bohr
Arm in Arm: Hackenheims Paul Protzel (weißes Trikot) und sein Hermersberger Gegenspieler Foto: Sebastian Bohr

HACKENHEIM. Einen Schlagabtausch lieferten sich TuS Hackenheim und SV Hermersberg am Felseneck. Mit einem Lastminute-Treffer sicherte Pierre Merkel seinem Team per Strafstoß wenigstens einen Zähler im Acht-Tore-Spektakel. Niklas Wollmann war in der Entstehung eigentlich auf dem Weg aus dem Strafraum gewesen, wurde auf der Grundlinie aber umgegrätscht.

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Die Partie hatte aufgrund der schweren Verletzung eines Gräfenbachtal-Spielers beim vorangegangenen A-Klassen-Duell mit 20-minütiger Verspätung begonnen. Eine Zeit, die beide Teams scheinbar zur intensiven Vorbereitung nutzten. „Ich hatte in der Kabine ein gutes Gefühl, wir waren vorbereitet“, attestierte Tim Hulsey seiner Mannschaft. Umso weniger konnte der Hackenheimer Spielertrainer die ersten sechs Minuten nachvollziehen.

Denn so etwas nennt man wohl Fehlstart: Kaum auf dem Platz, lagen die Hausherren durch Treffer von Lukas Bißbort (2.) und Pascal Masch (6.) in Führung, die Platzherren waren geradezu überrumpelt worden. Es dauerte eine gute Viertelstunde, bis Fabian Twardawski eine Antwort hatte. Sein Distanzschuss ging zunächst an die Latte und sprang vom Rücken des SV-Keepers Mika Weik ins Netz – 1:2 (16.). Doch schnell stellte Hermersberg den alten Abstand wieder her: Einen TuS- Abwehrfehler nutzte Patrik Bold per Heber aus 30 Metern zum 1:3 (34.). Mit dem erneuten Anschluss holte Luca Chirivi die Hausherren zurück. Das letzte Wort vor der Pause hatten indes erneut die Gäste: Bißbort traf zum 2:4 (42.).

Mit Charakter kam Hackenheim aus der Kabine und setzte mit Hans Philipp Steyers 25-Meter-Fernschuss zum 3:4 das erste Zeichen. (49.). In die Aufholjagd in der Schlussphase mussten die Gastgeber jedoch in Unterzahl starten, nachdem Jannik Erbach sich eine Zehn-Minuten-Strafe ermeckert hatte (70.). Egal. Was die Hackenheimer letztlich auszeichnete, war die Moral in einer guten zweiten Hälfte, die eben Merkel belohnte.

Für Hulsey ein Zustand zwischen Wohl und Weh: „Die erste Halbzeit war viel zu fehlerhaft. Mit vier Gegentoren waren wir noch gut bedient.“ Positiv: Man blieb im Spiel. „Es ging ein Ruck durch die Mannschaft, am Ende war es ein verdienter Punkt.“ Und mit Blick in den Rückspiegel der Tabelle: „Wer weiß, wofür er gut ist.“

TuS: Grimm – Protzel, Erbach, Protzel, Dasli (64. Hulsey), Brede (69. Bubach), Gäns, Steyer, Twardawski (70. Wollmann), Hadamtitzky, Merkel.