
Hackenheim/Winterbach. Sonntag ist Auswärtsspieltag für den TuS Hackenheim und den SV Winterbach in der Landesliga. Der TuS muss um 15 Uhr bei der TSG Trippstadt in einem Duell auf Augenhöhe antreten, der SVW ist eine halbe Stunde später beim VfR Baumholder gefordert. Beim ambitionierten Verbandsliga-Absteiger hängen die Trauben dabei für die Elf vom Felsen ausgesprochen hoch.
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„Wir haben überhaupt keinen Druck, wollen aber zeigen, dass wir bestehen können“, sagt Winterbachs Coach Torben Scherer. Im Hinspiel war das perfekt gelungen. Da gab es auf dem Rasen am Felsen einen komplett unerwarteten 4:3-Sieg, nachdem der VfR einige Wochen zuvor im Pokal an gleicher Stelle noch 4:1 gewonnen hatte. Allerdings, das betont auch Scherer, haben sich die Zeiten seither geändert. Vor allem bei den Garnisonsstädtern. Seit elf Spielen ist der VfR ungeschlagen, hat in diesen 29 Punkte gesammelt und sich nach dem schwachen Saisonstart auf Tabellenplatz zwei vorgearbeitet. „Die haben sich gefunden, der Motor läuft flüssig, und sie strotzen vor Selbstvertrauen“, weiß Scherer.
Aber, und das spricht für die Winterbacher: Sie haben vermeintlich keine Chance. „Genau die wollen wir nutzen“, sagt der Coach. „Das sind die Spiele, in denen du nichts zu verlieren hast, in denen wir den Gegner aber vor Herausforderungen stellen wollen. Und schließlich haben wir sie ja auch schon geschlagen.“ Die Grundtugenden hätten schon beim 2:3 am vergangenen Wochenende gegen den SV Kirchheimbolanden gestimmt, „jetzt brauchen wir eben noch das Quäntchen Glück dazu.“ Vielleicht können nach überstandenen Verletzungen auch Henry Schneberger und Jonas Kunz dabei helfen, im Brühlstadion wider Erwarten der meisten Zählbares einzufahren.
26 Punkte haben bislang sowohl die TSG Trippstadt auf Platz acht als auch der TuS Hackenheim (7.) auf dem Konto. Und als drittes Team auch noch der TuS Bedesbach-Patersbach (9.), der nächste Gegner der Hackenheimer vor der Osterpause. Wenn Spielertrainer Tim Hulsey sich etwas wünschen dürfte, „dann dass wir die Leistungen der letzten Spiele jetzt mit zwei Dreiern vergolden und uns nach unten Abstand verschaffen.“ Außerdem sei man dann im Bereich des ausgegebenen Saisonziels: Ein einstelliger Tabellenplatz soll es zum Saisonschluss am Pfingstsonntag sein. Was auf das Team im Pfälzer Wald zukommt, hat das Hinspiel im Felseneck bewiesen (Endstand 1:1). Da versäumte es der TuS, frühzeitig in Führung zu gehen und machte die TSG, die aus sicherer Abwehr heraus agierte und auf Umschaltmomente setzte, ab Mitte des ersten Abschnitts immer stärker.
Jasper Schulz ist genauso wieder zurück im Kader wie der zuletzt gesperrte Henrik Sperling. Auch wegen dieser beiden sagt Hulsey, dass man sich definitiv etwas ausrechne. Der 37-Jährige appelliert dabei an das Wir-Gefühl. „Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen, müssen als Team zusammenstehen.“ So, wie das zuletzt in der zweiten Halbzeit beim 4:4 gegen den SV Hermersberg gelungen war. Die Böcke der ersten Halbzeit wurden abgeschüttelt, Hans Steyer und Pierre Merkel schafften noch den Ausgleich. Im Training in dieser Woche habe man versucht, ohne Schuldzuweisungen den Spielern Lösungen zu vermitteln, damit solch gravierende Fehler zukünftig vermieden werden können.