
Baumholder/Hackenheim . „Die hatten Alles!“ Mit drei Worten erklärte Hackenheims Spielertrainer Tim Hulsey den Ausgang des Landesliga-Spiels seines TuS bei Spitzenreiter VfR Baumholder. Besagter Niklas Alles entschied die Partie mit seinen drei Treffern quasi im Alleingang. Nach torloser erster Hälfte stand es beim Abpfiff 3:1 für die Hausherren.
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Im ersten Abschnitt führte der TuS die Partie auf Augenhöhe, presste hoch und attackierte früh. Auch das Umschaltspiel klappte, die Standards kamen immer wieder gefährlich. Was fehlte, war das, was sich wie ein roter Faden durch die Begegnungen im Jahr 2026 zu ziehen scheint: Der Ball wollte wieder nicht über die Linie. In der Pausenansprache legte Hulsey dann Wert darauf, sich nicht zufrieden zu geben, sondern nach Möglichkeit noch eine Schippe drauf zu legen. „Der Gedanke war, dass wir immer mehr Räume bekommen würden, je länger es 0:0 steht“, erklärte er, „denn Baumholder musste alles tun, um zu gewinnen.“
Das Vorhaben war 80 Sekunden nach Wiederbeginn hinfällig. Die Abwehr bekam den Ball nicht weg, statt eines langen Schlages wurde versucht zu spielen, das Spielgerät kam zu Alles, und der traf sehenswert mit der linken Klebe oben links ins Dreieck. Zehn Minuten später erhöhte der Stürmer per Elfmeter, ehe Pierre Merkel umgehend den Anschluss besorgte (58.). Der Ausgleich lag nun in der Luft, wäre auch verdient gewesen, bis der sonst sehr gute Schiedsrichter Mesut Demirag (Weinsheim) einen nach Meinung der Hackenheimer klaren Strafstoß (Hulsey: „Wer das Foul nicht gesehen hat, hat es gehört.“) eben nicht als solchen ahndete, sondern den nachfragenden Spielführer Deniz Dasli zuerst verwarnte und ihn Sekunden danach für zehn Minuten vom Platz stellte (67.). „Da hat die Verhältnismäßigkeit nicht gestimmt“, so Tim Hulsey. Just in der Zeit der Unterzahl fiel Treffer Nummer drei für die Hausherren. Eine Ecke faustete Keeper Christoph Grimm genau Richtung Alles, der per Volley den Endstand markierte (75.). Um nicht noch in die Gefahrenzone zu geraten, muss der TuS am Donnerstag (19.30 Uhr) beim aktuell formschwachen SC Hauenstein Zählbares holen.
TuS Hackenheim: Grimm – Gäns, Protzel, Erbach (56. Dudek), Sperling – Dasli, Twardawski (65. Röder) – Hulsey (85. Brede) – Wollmann (85. Bubach), Merkel, Chirivi.