2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
So sieht einen Jubeltraube aus: Gleich fünfmal durften die Kicker der SpVgg Unterhaching sich gegen die DJK Vilzing über einen Treffer freuen.
So sieht einen Jubeltraube aus: Gleich fünfmal durften die Kicker der SpVgg Unterhaching sich gegen die DJK Vilzing über einen Treffer freuen. – Foto: mb.presse / Butzhammer

Hachinger Kantersieg gegen Vilzing - Herbstmeister Nürnberg müht sich

18. Spieltag in der Regionalliga Bayern: Remis im Spitzenspiel in Würzburg +++ Ansbach bringt Bayreuth nächste Niederlage bei +++ Eichstätt mit knappem Auswärtserfolg +++ Hankofen weiter im Abwärtstaumel +++ Fürth düpiert Viktoria +++ Wackers Unentschieden

Es war der Spieltag der tabellarischen Nachbarschaftsduelle: Gleich fünfmal trafen dabei Teams aufeinander, die in der Rangliste der Regionalliga Bayern dicht an dicht um wichtige Punkte und das Fortkommen im Spielbetrieb kämpfen.

In der Würzburger AKON-Arena traf der Tabellendritte auf den Tabellenvierten aus Illertissen, wobei es zu einem am Ende gerechten 1:1-Unentschieden kam. In Bayreuth kreuzte der Tabellendreizehnte die Klingen mit dem Tabellenzwölften aus Ansbach - hier durften nach 90 Minuten die Nullneuner einen 3:2-Auswärtssieg bejubeln.

Eine weitere Nachbarschaftsbegegnung bestritten der FC Memmingen (8. Platz) und der VfB Eichstätt (7.), welche der Aufsteiger aus dem Altmühltal gegen den Aufsteiger aus dem Schwabenland mit einem knappen 1:0 für sich entschied. In Burghausen gab es beim Spiel zwischen der Wacker-Elf (6.) und dem TSV Aubstadt (5.) keinen Sieger (Endstand: 1:1). In Fürth hingegen sorgten die Kleinen Kleeblätter (15.) im Kellerduell gegen Viktoria Aschaffenburg (16.) mit einem 4:1-Erfolg für klare Verhältnisse.

Viel Tore zu sehen bekam das Publikum im Spiel Unterhaching gegen Vilzing, in dem sich die Münchener Vorstädter keine Blöße gaben und die Oberpfälzer Truppe von Trainer Thorsten Kirschbaum mit 5:0 abfertigte. Tabellenführer und Herbstmeister Nürnberg II hatte in Augsburg schwer zu kämpfen und gegen sich nie aufgebende Schwabenritter alle Hände voll zu tun, den fest eingeplanten Dreier nach Hause zu fahren. Endstand: 2:0 für die "Kleinen Clubberer". Im Südostbayern-Derby zwischen Hankofen-Hailing und Buchbach machten sichd die Oberbayern ebenfalls zum klaren Sieger: 4:1 hieß es am Ende im Maierhofer-Bau-Stadion.

Das Aluminium war in Hälfte eins der Freund der Bayreuther bzw. der Feind der Ansbacher, die nicht nur mit 1:0 zur Pause hätten führen können, sondern gut und gerne mit 3:0. Patrick Kroiß brachte die Nullneuner mit einer klasse Einzelaktion kurz vor dem Halbzeitpfiff in Front. Auch die Hausherren hatten einige, wenn auch nicht überaus zwingende Möglichkeiten.

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Riko Manz mit einem feiner "Beiner" durch die Hosenträger von Keeper Höcker auf 2:0. Nach den vergebenen Chancen von Stefandl und Scheder netzte Bayreuths Bucher zum 1:2-Anschlusstreffer in der 65 Minute vor 2.227 Zuschauerinnen und Zuschauern ein. In Minute 84 machten die Ansbach dann den Sack - trotz zu diesem Zeitpunkt vorhandener Dominanz der Oldschdod - mit dem Tor von Nuhanovic zu. Bayreuths Maxi Weimer konnte in der Nachspielzeit nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Ein am Ende nicht unverdienter, aber wohl aus so mancher Sicht schmeichelhafter Auswärtsdreier für die Reutelhuber-Elf gegen arg verletzungsgeschwächte Wagner-Städter.

Peter Kurzweg hätte die Rothosen nach gut zehn Minuten in Führung schießen können, wenn nicht sogar müssen - doch er scheiterte alleine stehend vor dem Tor an Keeper Zok. Sein Teamkamerad Tarsis Bonga machte es in der 37. Minute dann besser - und versenkte den Ball per Kopf in den Maschen des Illertisser Gehäuses. Kurz vor dem Pausenpfiff dezimierte sich die Heimelf dann nach Gelb-Rot für Tim Kraus noch selbst. Die Führung für die Reitmaier-Truppe zur Pause war jedenfalls nicht unverdient.

Freilich kamen die Kickers mit einem Mann weniger auf dem Platz etwas defensiver aus der Kabine. Die Gäste erhöhten in der Folge den Druck - doch der Ausgleichstreffer wollte nicht so recht fallen. Mit der Schlussoffensive des FVI häuften sich dann die Gelegenheiten, wobei erst ein verwandelter Foulelfmeter von Milos Cocic für das letztlich für beide Seiten zufriedenstellende wie verdiente Unentschieden sorgte.

Bereits nach fünf Minuten Spielzeit klingelte es im Memminger Tor! Lucas Schraufstetter schraubte sich nach einer Ekin-Ecke in die Luft - und köpfte das Spielgerät in die Maschen. In der Folge blieben die Memminger eine entsprechende Gegenreaktion schuldig. Beide Angriffsreihen traten ohnehin nur wenig in Erscheinung in Hälfte eins.

Ein Umstand, der sich auch in den zweiten 45 Minuten nicht mehr sonderlich ändern sollte. Lediglich Schraufstetter hatte zwanzig Minuten vor Schluss nochmal die Chance, aus kurzer Distanz auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Versuch ging knapp am Tor vorbei. Somit reichte den Altmühltalern der eine Treffer zum Auswärtssieg in einer insgesamt von wenigen kreativen und offensivstarken Momenten geprägten Partie.

Die Gäste begannen stark, hatten gleich zwei, drei gute Möglichkeiten - und kamen schließlich nach etwa 15 Minuten zur verdienten Führung durch Marcel Fischer. Doch die Freude darüber währte nicht lange, denn nur einen Wimpernschlag später glichen die Hausherren durch Felix Bachschmids neunten Saisontreffer auch schon wieder aus. Wackers Simic und Bachschmid waren des dann, die mit ihren Chancen hätten erhöhen können - letzterer versäbelte sogar eine 1000-Prozentige, was so manchen der knapp 1.000 Zuschauer verwundert zurückließ.

In Hälfte zwei bekam das Publikum dann nur noch wenig Zwingendes zu sehen - bis zur 90. Minute, als der eingewechselte Denis Ade gleich zweimal seine Elf per Lucky-Punch hätte in Jubelarien versetzen können. Das Remis (auf schwerem Geläuf) kann am Ende dennoch als leistungsgerecht bezeichnet werden.

Goliath und Tabellenführer Nürnberg tat sich schwer gegen David und Tabellenletzten Schwaben Augsburg. In Hälfte eins konnte sich weder die eine noch die andere Mannschaft ein Chancenplus erarbeiten. Die "Kleinen Clubberer" brauchten gar eine halbe Stunde, um erstmals vor dem Augsburger Tor für Gefahr zu sorgen. Keereerom hatte kurz vor der Pause die Führung für die Fuggerstädter auf dem Fuß, doch sein Versuch wurde in letzter Sekunde geblockt.

Nach dem Seitenwechsel dann das Blitztor für den Herbstmeister durch Pascal Fuchs, der einen Elfmeter nach schwäbischem Handspiel sicher verwandelte. Im Anschluss griffen die Hausherren dann mehr und mehr ins Geschehen ein und kamen durch Ramser und Luburic immer wieder gefährlich vors Tor, das jedoch wie vernagelt schien. In der Nachspielzeit verabreichte dann Okpodu, der von der Mittellinie weg startete, zwei Gegenspieler vernaschte und am Ende Goalie Drobny durch die Hosenträger schoss, den Hausherren den endgültigen Nackenschlag. Die Mannen von Matthias Ostrzolek hätten durchaus einen Punkt verdient gehabt.

Diese Angelegenheit war aus Sicht der Fürther überaus eindeutig. Max Meyer eröffnete den Torreigen in der 12. Minute, der starke Lado Akhalaia setzte nur wenig später eins drauf. Besonders gefordert in Hälfte eins war der Unparteiische, der gleich sechsmal die gelbe und einmal die gelb-rote Karte zückte. In der 40. Minute hämmerte Viktorias Benjmain Baier das Leder per Foulelfmeter in die Maschen, nachdem Nino Cassaniti im 16er zu Fall gebracht worden war. Und genau jener Cassaniti war es, der dann quasi mit dem Pausenpfiff wegen einer Unsportlichkeit vom Schiri vorzeitig in die Kabine geschickt wurde.

Nur zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff lupfte Fürths Philipp Hack das Leder über den gegnerischen Torwart hinweg ins Netz der Viktoria. In Überzahl nahmen die Kleeblätter das Spiel dann noch mehr in die Hand, erspielten sich zahlreichen Chancen und machten zehn Minuten vor Schluss mit dem Treffer von Halit Yilmaz endgültig den Deckel auf die Partie.

Aufrufe: 015.11.2025, 17:40 Uhr
Stephan HörhammerAutor