2026-03-25T14:09:28.761Z

Spielbericht

„Haben uns nicht belohnt“ – Pipinsried-Remis beim SVH

Bayernliga Süd

von Bruno Haelke · Heute, 10:30 Uhr · 0 Leser
Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein kämpften Jaroud Kanze (links) und Florian Gebert (rechts) für den FCP. Der Heimstetter Luka Arslan (Mitte) kann da nur zusehen.
Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein kämpften Jaroud Kanze (links) und Florian Gebert (rechts) für den FCP. Der Heimstetter Luka Arslan (Mitte) kann da nur zusehen. – Foto: Haelke

Trotz personeller Engpässe holt der FC Pipinsried ein 0:0 in Heimstetten. Die junge Mannschaft vergab zahlreiche Chancen zum Sieg.

Mit einem 0:0 der besseren Art ist der FC Pipinsried vom Gastspiel beim Tabellensechsten Heimstetten zurückgekehrt. Aufgrund von zahlreichen Krankheiten und Verletzungen mussten die Ilmtaler ihre Mannschaft umbauen und auf die Jugend setzen – und diese bedankte sich für die in sie gesetzten Hoffnungen mit engagierten Leistungen.

Gegen den seit sechs Spielen ungeschlagenen SV Heimstetten hatte der Gast aus Pipinsried im zweiten Spielabschnitt die deutlich besseren Einschussmöglichkeiten. Allerdings belohnte sich das Team um FCP-Kapitän Benedikt Lobenhofer nicht.

Der an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrte FCP-Trainer Roman Langer war nach dem Match zufrieden mit seiner Mannschaft: „Wir haben sehr ordentlich gespielt, leider haben wir uns nicht selbst belohnt.“

Der FC Pipinsried musste auf Angelo Mayer, Jonas Lindner, Tobias Schröck, Tobias Reithmeir und Max Engl verzichten. Entsprechend mussten die Jüngeren im Team ran. Doch die Mischung aus Alt und Jung passte. Die erfahrenen Alex Lungwitz, Max Dombrowka, Benedikt Lobenhofer und Mario Götzendörfer führten die „jungen Wilden“ mit Benedikt Wiegert, Nenad Petkovic, Sebastian Keßler, Florian Gebert, Jaroud Kanze und Benny Krist auf dem Platz gut. Ein weiterer Pluspunkt: Die Defensive stand sicher. FCP-Keeper Enrique Bösl zeigte sich bei hohen Bällen unbeeindruckt, ansonsten hatte der Winterneuzugang wenig Möglichkeiten, sich auszuzeichnen.

Die ersten zehn Minuten spielte der Gast Vollgas-Fußball. Dabei hämmerte Jaroud aus halblinker Position das Spielgerät an den linken Pfosten (8.). Danach verflachte die Partie etwas, beide Teams neutralisierten sich weitestgehend. In der zweiten Halbzeit war der FCP die spielbestimmende Mannschaft und hatte zahlreiche Einschussmöglichkeiten, die aber allesamt vergeben wurden. Entweder rauschte der Ball knapp am Gehäuse des Gastgebers vorbei, oder Keeper Moritz Knauf hatte seine Finger im Spiel. Beispiele gefällig? In der 47. Minute setzte Nenad Petkovic das Leder knapp am linken Pfosten vorbei. In der 59. Minute wurde ein Kanze-Schuss im letzten Moment von der Heimstettener Abwehr abgeblockt. Fabian Benkos Schuss in der 73. Minute wurde von Knauf um den Pfosten gelenkt. Zu guter Letzt vergab Valli Konjuhi in der 89. Minute freistehend.

Auffällig beim FCP: Benedikt Wiegert war bis zu seiner Auswechslung an allen gefährlichen Situationen beteiligt; er zeigte eine klasse Partie. Weiter zu beobachten: Die eingewechselten Spieler brachten sofort frischen Wind ins FCP-Spiel. Bestes Beispiel war Fabian Benko, der die Heimstettener ein ums andere Mal durcheinanderwirbelte.

Mit all dem Esprit, der Laufbereitschaft und dem Einsatzwillen hätte der FC Pipinsried mehr als nur einen Punkt verdient gehabt. Es fehlte einfach am Glück. Der FCP ist nunmehr seit sechs Spielen ohne Sieg, andererseits aber seit zwei Partien ungeschlagen.