
Nach dem Remis gegen den SC Oberweikertshofen wächst der Rückstand auf die Spitze weiter. Trainer Rodenwald warnt trotzdem.
Eigentlich wollten die Fußballer des TSV Gilching-Argelsried am vergangenen Freitag mit der Aufholjagd beginnen. Stattdessen reichte es nur zu einem 1:1 gegen Oberweikertshofen, der Rückstand zur Spitzengruppe der Bezirksliga Süd aus Penzberg und Moorenweis wuchs sogar noch weiter an. Beide Kontrahenten feierten jeweils souveräne Siege. Das kann am Wochenende nicht passieren, denn in Penzberg steigt am Samstag das mit Spannung erwartete Topspiel zwischen dem Tabellenersten und dem direkten Verfolger aus Moorenweis. „Für uns bedeutet das auch, dass wir mit einem Sieg auf jeden Fall Punkte gut machen würden, egal wie das Spiel ausgeht“, sagt Gilchings Trainer, Christian Rodenwald, vor der Partie des TSV am Samstag (14 Uhr) beim SV Pullach.
Die Zeit der Geschenke an die Konkurrenz soll endlich zu Ende sein. Bestes Beispiel war das Unentschieden vor einer Woche zu Hause gegen Oberweikertshofen trotz großer Gilchinger Überlegenheit. „Wir haben schon viel zu viel unnötig liegengelassen“, hadert Rodenwald. In einer Woche erwartet sein Team den bislang übermächtigen 1. FC Penzberg. „Dann werden wir sehen, wie stark sie wirklich sind“, sagt der Coach. Klar ist: Gewinnt sein TSV die restlichen vier Partien der Hinrunde, wäre der Anschluss an das Topduo zumindest ansatzweise wiederhergestellt. Ansonsten könnten die Gilchinger Aufstiegshoffnungen bereits zur Winterpause geplatzt sein.
Rodenwalds Kader füllt sich derweil langsam wieder, Baustellen gibt es aber noch genug. Maximilian Karl war zuletzt wegen eines Pferdekusses, Alper Diker erkältungsbedingt angeschlagen. Hendrik Hofgärtner dürfte die Arbeit als Co-Trainer bei der U17 des FC Augsburg für Samstag einen Strich durch die Rechnung machen. Immerhin hat Owen Osagie unter der Woche wieder mittrainiert. „Wir haben aber auch einige Spieler mit Trainingsrückstand aus vergangenen Wochen und Monaten“, bedauert Rodenwald. Dazu zählt unter anderem Mats Ballier, der wegen seines gebrochenen Arms 14 Wochen fehlte. „Mehr als fünf Feldspieler werde ich nicht mitnehmen für die Bank, das ergibt keinen Sinn“, sagt Rodenwald.
Die Gastgeber aus Pullach rangieren derzeit nur knapp vor der Abstiegszone. „Das wird aber nicht einfach, Pullach hat eine spielstarke Mannschaft“, warnt Gilchings Trainer. In der vergangenen Saison gewann seine Mannschaft dennoch beide Duelle (2:0, 2:1).