
Stefan Bartsch, Trainer des Sinsheimer A-Ligisten SV Babstadt, macht den FuPa Baden Wintercheck.
1) Wie lautet euer Fazit nach der ersten Saisonhälfte? Wurden die gesteckten Ziele erreicht?
Mit den 25 erreichten Punkten aus 17 Partien liegen wir derzeit auf dem 10. Tabellenplatz. Angestrebt war ein einstelliger Tabellenplatz im gesicherten Mittelfeld. In Anbetracht einer langen und heftigen Verletztenmisere, mit teilweisen Ausfällen zwischen sechs und acht Stammkräften über die gesamte Vorrunde verteilt, können und müssen wir zufrieden sein.
2) Gibt es Veränderungen im Team? Transfers, Änderungen im Trainer- und Betreuerteam?
Der Verein und der Trainerstab arbeiten akribisch an optionalen und für das Team passenden Verstärkungen. Dies gestaltet sich in der Winterperiode, aufgrund der frei verhandelbaren Ablösesummen für abzugebende Spieler als manchmal schweres Unterfangen.
3) Welches Team hat euch in eurer Liga am meisten überrascht?
Im Negativen gesehen, weil sportlich besser erwartet, der VfB Bad Rappenau. Spielerisch und bzgl. der Torgefahr ist sicherlich der FC Weiler die positive Komponente dieser abgelaufenen Vorrunde.
4) Welche Ziele strebt ihr in der Rückrunde an?
Die Integration der rekonvaleszenten Langzeitverletzten, sowie die Stabilisierung der Defensive, die mit 40 Gegentreffern noch Korrekturbedarf benötigt.
5) Welche Schulnote gebt ihr der Nationalmannschaft zum Ende des EM-Jahres und was ist in naher Zukunft möglich für den deutschen Fußball?
Das sollen die Experten bewerten. Als Amateurtrainer sind wir hier denke ich, alle zu weit weg und wir sehen immer nur die 90 Spielminuten. Für meinen Geschmack ist da noch viel Luft nach oben, gerade wenn die sog. Profis auch in Testspielen ihr Limit abrufen. Leider ist deren Spielplan mit Vereinsspielen und internationalen Wettbewerben so überfrachtet, dass sogar manch einer die Spiele der DFB-Elf absagt.
Mir fehlen manchmal der Stolz und der letzte Ehrgeiz im oder für das DFB-Team wirklich alles zu geben. Das zeigt sich leider immer wieder in diversen Spielen und Launen sowie wechselhaftem Spielniveau in den Partien.