
Es gab wahrlich schon bessere Zeiten beim SV Daisbach. Das Kellerkind der Kreisklasse B muss sich damit anfreunden, zu den ersten Absteigern in eine Kreisklasse C zu gehören.
Noch zuversichtlicher wird der 59-Jährige, wenn er in die unmittelbare Zukunft blickt. "Wir planen kommende Runde mit zwei eigenständigen Mannschaften." Somit wird voraussichtlich in jeder der zwei C-Klassen ein Daisbacher Team auf Punktejagd gehen.
Vielleicht passiert ja aber auch noch etwas ganz Verrücktes und es gelingt der Klassenerhalt. Die "Blitz-Hochzeit" zwischen dem SV Eichelberg und dem FV Landshausen hat bewiesen, wie schnell es gehen kann. Dieser Zusammenschluss zu einer Spielgemeinschaft hat unmittelbar dazu geführt, dass es einen Absteiger weniger aus der B- in die C-Klasse geben wird. Sollten sich kurzfristig weitere Vereine zu einer Kooperation entscheiden, könnte unter Umständen schon der vorletzte Rang in der Kreisklasse B reichen. Ausgeschlossen ist das in der derzeitigen Situation des Amateurfußball nicht, schließlich fehlen zahlreichen Klubs die nötigen Kicker für einen geregelten Spielbetrieb an allen Ecken und Kanten.
Um den erwähnten vorletzten Platz bestreiten die Daisbacher am Sonntag ein „Endspiel“. Sie gastieren bei der SG Kirchardt II, die sich als der Hauptkonkurrent im Kampf um Rang 15 herauskristallisiert hat. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", versichert Bohland. Kurios: Beide gehen mit reichlich Rückenwind in das Duell, weil sie am vergangenen Wochenende gewonnen haben
Für die kommende Runde haben Daisbachs Spielausschussvorsitzende und seine Mitstreiter ihre Hausaufgaben längst gemacht. Das neue Spielertrainer-Duo Nils Schmitt, der vom FC Weiler zurück zu seinem Heimatverein kommt, sowie Marvin Bayer, der aktuell für den SV Rohrbach/S. kickt, soll für frischen Wind sorgen. "Insgesamt kommen wir Stand jetzt auf sieben Neuzugänge, Namen kann ich aber noch keine nennen", so Bohland zu den Transfertätigkeiten des SV.
Der sich langsam abzeichnete Aufwärtstrend bestätigt sich laut Bohland in der Trainingsbeteiligung. Er sagt: "Unsere Spieler haben den Trainerwechsel im Winter zu Emanuel Bleib sehr gut aufgenommen und es kommen stets 17,18 Mann zu den Übungseinheiten, was ich für eine sehr ordentliche Anzahl halte." Der 21-Jährige ist aktuell zusätzlich Jugendtrainer in Viernheim und wechselt in selbiger Funktion im Sommer zur SG Heidelberg-Kirchheim. Ob er den Daisbacher dann weiterhin helfend zur Seite steht, ist noch offen.