2024-07-12T13:30:11.727Z

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Guti Ribeiro (rechts) ist nicht mehr Trainer von Schmidmühlen.
Guti Ribeiro (rechts) ist nicht mehr Trainer von Schmidmühlen. – Foto: Günter Uschold

Guti dankt ab: Schmidmühlen auf Trainersuche

Portugiesischer Ex-Profi zieht zwei Wochen vor Saisonbeginn die Reißleine – Der als „Co“ gekommene Alex Greger übernimmt interimsmäßig

Das kommt überraschend: Bezirksliga-Absteiger SV Schmidmühlen muss sich knapp zwei Wochen vor Saisonbeginn in der Kreisliga Süd Amberg/Weiden nach einem neuen Trainer umsehen. Der bisherige Chefcoach Gustavo „Guti“ Ribeiro (39) entschloss sich nach reiflichem Überlegen dazu, sein Amt zur Verfügung zu stellen. Interimsweise übernimmt der eigentlich als spielender „Co“ von Inter Bergsteig Amberg gekommene Alexander Greger (34) das Training. Das bestätigten sowohl Guti als auch Christian Humml, der Abteilungsleiter in Schmidmühlen, FuPa am Montag.

Böses Blut fließt trotz der kurzfristigen Trennung keineswegs. Humml dankt dem portugiesischen Ex-Profi für sein „professionelles Arbeiten: Er hat viel zum jetzigen Kader beigetragen, hat die Spieler weitergebracht. Es hat alles gepasst.“ Ein schlechtes Wort möchte auch Guti nicht verlieren; die Verantwortlichen des SV Schmidmühlen würden sehr gute Arbeit leisten, betont er.

„Gewisse Spieler, die Guti holen wollte, haben kurz vorher abgesagt oder bereits zu- und dann wieder abgesagt. Zudem kenne er die Amberger Kreisliga zu wenig, wie er sagt“, nennt Spartenleiter Humml die Beweggründe des 39-Jährigen für seinen kurzfristigen Abschied. „Wir möchten ihm keine Steine in den Weg legen. Er ist ein ehrgeiziger Typ und ich wünsche ihm, dass er als Trainer im Amateurbereich Fuß fasst“, ergänzt Humml.

Während der Lappersdorfer Guti Ribeiro künftig offen für „interessante Anfragen“ ist, zuvor aber erst einmal einen Urlaub in der portugiesischen Heimat plant, beginnt in Schmidmühlen die Suche nach passendem Ersatz. „Wir lassen uns Zeit“, möchten die Verantwortlichen hierbei nichts überstürzen. Fürs Erste übernimmt Alexander Greger – er bringt jahrelange höherklassige Erfahrung mit (u.a. Ammerthal und FC Amberg) – die Hauptverantwortung beim Kreisligisten. „Für Alex war Gutis Abschied ein kleiner Schock. Er hatte sich gefreut, von Guti zu lernen“, daraus macht Christian Humml keinen Hehl. „Dennoch traut sich Alex die Aufgabe zu. Wir unterstützen ihn, so weit es geht.“ Geplant ist eine Lösung mit zwei gleichberechtigten Trainern – Greger als Spielertrainer auf dem Platz und ein neuer Mann von außen. Sollte bis zum Saisonstart keine passende Lösung gefunden sein, könnte auch der weiterhin verletzte Teamkapitän Alexander Graf (33) an der Seite von Greger in die Bresche springen, so der Abteilungsleiter. In jedem Fall ist Humml guter Dinge: „Wir haben erfahrene Leute im Team und werde alle zusammenlangen, dass es funktioniert.“

Nach dem bitteren direkten Wiederabstieg aus der Bezirksliga will sich der SV Schmidmühlen in der für ihn bekannten Kreisliga Süd erst einmal wieder akklimatisieren. Ein konkreter Tabellenplatz wird dabei nicht als Ziel ausgegeben. Einen „Platz im vorderen Mittelfeld“ würde sich Christian Humml wünschen, der abschließend erklärt: „Die Bezirksliga hat natürlich superviel Spaß gemacht. Nun gilt es sich wieder zu fangen. Es ist ja doch eine andere Liga als vor zwei Jahren, mit fünf, sechs Mannschaften, die wir noch nicht bespielt haben. Eine schwierige und interessante Liga.“

Aufrufe: 08.7.2024, 18:00 Uhr
Florian WürtheleAutor