
FuPa Westfalen und Veltins präsentieren den "MVP" – den wertvollsten Spieler – der vergangenen Woche. Nicht nur Tore sind hier entscheidend, auch unsere Community trägt dazu ihren Teil bei: Stimmen für die Akteure, die in den einzelnen Spielberichten abgegeben werden können, fließen in die Bewertung ein ⭐.
Mit einem Viererpack gelang Dennis Gumpert und seiner Concordia ein sehr wichtiger Sieg im Abstiegskampf. Im Interview spricht er über den Vergleich mit einem Weltmeister, das Ziel Klassenerhalt und das anstehende Pokal-Halbfinale.
Wenn man in einer einzigen Partie einen Viererpack, inklusive eines lupenreinen Hattricks, erzielt, dann muss man sich auf die Sprüche der Mitspieler gefasst machen. Überraschend kam das also nicht für Gumpert: „Ich wurde als Thomas Müller bezeichnet, da ich bei mindestens zwei Toren goldrichtig stand und den Ball nur noch einschieben musste und es wurden auch einige lustige Bilder in unsere WhatsApp-Gruppe geschickt." Für den bekennenden Bayern-Fan ein netter Vergleich. So ein Spiel war auch für Gumpert etwas Außergewöhnliches: „Das Gefühl war einfach super geil. Sowas passiert einem nicht jede Woche", freut sich der Offensivmann. Die Belohnung folgte am Sonntag prompt: „Das Bierchen nach dem Spiel hat umso leckerer geschmeckt."
Nach dem Abstieg aus der Oberliga im letzten Jahr war die Situation bei der Concordia nicht einfach. Ein großer Umbruch im Sommer sorgte für Startschwierigkeiten. „Wir mussten uns erst einmal finden. Im Laufe der Saison sind wir dann aber immer besser als Team zusammengewachsen", analysiert Gumpert die Entwicklung. Der 30-Jährige, der nach dem Abstieg die Treue gehalten hat, sieht das gute Umfeld mitverantwortlich. Er beschreibt Wiemelhausen als einen „sehr gut geführten und familiären Verein." Das Geheimnis hinter seiner Beständigkeit ist simpel: „Ich fühle mich hier pudelwohl und spiele seit Jahren mit guten Freunden zusammen." Sportlich kann Gumpert mit der Rückrunde „zufrieden sein". Gerade im Vergleich zur Hinrunde, in der man oft auf der Stelle trat und zu oft unentschieden gespielt hatte.
Der Abstiegskampf bleibt eng und das Pokalfinale im Blick
Trotz des deutlichen Erfolgs am vergangenen Wochenende ist Wiemelhausen weiterhin im spannenden Abstiegskampf. Der Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt nur zwei Punkte. Gumpert weiß um die Situation und um die kommenden Aufgaben: „Die nächsten Wochen werden für uns entscheidend sein, da wir gegen viele Konkurrenten im Abstiegskampf spielen." Wenn die Mannschaft so spielt wie Sonntag, dann geht Gumpert auch vom Klassenerhalt aus: „Wenn wir die gleichen Leistungen wie in den letzten Wochen abrufen, bin ich guter Dinge, dass wir auch nächste Saison Westfalenliga spielen", betont Gumpert.
Bevor es in der Liga aber weitergeht, wartet noch ein Highlight auf Gumpert und seine Mannschaft. Am Donnerstag steht das Pokal-Halbfinale gegen den TuS Hapern an. Gumpert sieht sein Team zwar als Favorit, warnt aber davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Motivation ist natürlich riesig, denn im Finale wartet ein echter Kracher: „Ein Endspiel gegen die SG Wattenscheid 09 wäre natürlich ein absolutes Highlight. Da haben wir richtig Bock drauf!"