2026-10-05T13:53:51.974Z

Allgemeines

Gütersloh zwingt Bocholt mit 4:3 in die Knie, Big Points für Hilden

Regionalliga West: Der FC Gütersloh siegt beim 1. FC Bocholt spektakulär. Der VfB Hilden und die SG Wattenscheid jubeln. Der SV Rödinghausen kann sich von den Sportfreunden Lotte absetzen.

von Markus Becker · 03.10.2026, 16:50 Uhr · 0 Leser
Hilden setzt sich gegen Bergisch Gladbach durch.
Hilden setzt sich gegen Bergisch Gladbach durch. – Foto: IMAGO/ Fotografie 73

Sieben Tore in Bocholt, späte Entscheidungen in Hilden und Rödinghausen: Der Samstag in der Regionalliga West hatte einiges zu bieten. Der FC Gütersloh setzte sich beim 1. FC Bocholt mit 4:3 durch und rückte vorerst bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Rot-Weiß Oberhausen heran. Auch der VfB 03 Hilden jubelte nach einer turbulenten Partie: Gegen den SV Bergisch Gladbach verspielte der Aufsteiger zunächst eine 2:0-Führung, sicherte sich mit zwei späten Treffern aber noch einen 4:2-Heimsieg.

Wichtige Punkte im Tabellenkeller sammelte auch die SG Wattenscheid, die den SC Wiedenbrück dank Doppelpacker Nicolas Hirschberger mit 3:1 bezwang und den Vorsprung trotz später Unterzahl verteidigte. Im direkten Krisenduell beendete der SV Rödinghausen seine lange Wartezeit auf den zweiten Saisonsieg: Die Gastgeber drehten einen Rückstand gegen die Sportfreunde Lotte noch in einen 2:1-Erfolg. Für das weiterhin sieglose Schlusslicht war es angesichts zahlreicher vergebener Chancen ein besonders bitterer Nachmittag.

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Rödinghausen gewinnt Krisenduell und sorgt für leere Gesichter bei Lotte

Die Mannschaft von Trainer Luis Hillemeier erarbeitete sich schon vor der Pause mehrere Möglichkeiten. Keanu Kerbsties verpasste eine Hereingabe von links knapp (13.), Eduard Mahmuti köpfte nach einer Ecke über das Tor (22.). Rödinghausen wurde zunächst durch Frieling gefährlich, dessen Abschluss Laurenz Beckemeyer aber keine Probleme bereitete (19.).

Vor allem Moritz Berg beschäftigte anschließend die Defensive der Gastgeber. Zunächst fehlte seinem Schuss im Strafraum die nötige Wucht (28.), dann parierte Tim Paterok einen Versuch aus der Distanz (33.). Auch als Berg frei vor ihm auftauchte, verhinderte der Rödinghauser Schlussmann den Rückstand (43.). So blieb es trotz der besseren Gelegenheiten für Lotte bis zur Pause torlos.

Nach dem Seitenwechsel belohnten sich die Sportfreunde schließlich: Zumdieck kam frei vor Paterok an den Ball, überwand den Torhüter und erzielte das 0:1 (53.). Kurz darauf verpasste Noah Wallenßus eine flache Hereingabe im Strafraum (56.). Lotte konnte die Führung damit nicht ausbauen – und ließ den Gastgebern die Chance zur Wende.

Lübbers brachte Bauer für Tim Schleinitz (64.) und bewies damit ein glückliches Händchen. Nur vier Minuten später legte Cedric Euschen auf den freistehenden Joker ab. Bauer zog von links in den Strafraum und traf zum Ausgleich (68.).

Lotte hatte durch Farés Hadj noch eine Möglichkeit zur erneuten Führung, doch dessen Abschluss von der linken Seite landete in Pateroks Armen (72.). Danach häuften sich die Chancen der Gastgeber. Zunächst konnte Euschen eine Frieling-Vorlage vor dem Tor nicht verwerten (73.), dann vollendete Frieling selbst: Nach einem Zuspiel hatte er nahe dem Strafraum Platz zur Ballannahme und schoss ins rechte Eck zum 2:1 (80.).

Rödinghausen hätte den Vorsprung anschließend noch vergrößern können. Niklas Burlage traf das Außennetz (81.), Euschen scheiterte beim Versuch, Beckemeyer zu umspielen (90.+1), und köpfte kurz darauf ebenfalls ans Außennetz (90.+2). Auch eine Überzahlsituation brachte keinen weiteren Treffer, weil Burlages Abschluss geblockt wurde (90.+3). Für den Heimsieg reichte es dennoch. Lotte musste dagegen eine Niederlage hinnehmen, die angesichts der zahlreichen eigenen Möglichkeiten besonders schmerzte.

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Hilden hat die Antwort auf den Comeback-Versuch von Bergisch Gladbach parat

Beide Mannschaften kamen früh zu Abschlüssen. Hildens Torwart Yannic Lenze war zunächst gefordert (3.), auf der anderen Seite wehrte Robin Schulze einen direkt getretenen Freistoß und anschließend auch den Nachschuss ab (9.).

Die Führung der Gastgeber fiel nach einer Ecke: Armin Deljkovic brachte den Ball von links an den ersten Pfosten, wo Phil Zimmermann zum Kopfball kam und ins lange Eck traf (14.). Auch am zweiten Tor war Deljkovic als Vorbereiter beteiligt. Nach einem Zuspiel auf der linken Seite legte er den Ball in die Mitte, Venhar Ismailji schloss ins rechte Eck ab (21.).

Bergisch Gladbach verkürzte nur zwei Minuten später. Eine Ecke von Tristan Arndt erreichte Mathias Hülsenbusch, der zum 2:1 einköpfte (23.). Die Hausherren kamen zu weiteren Möglichkeiten: Schulze hielt einen Kopfball nach einer Ecke (41.), Pascal Weber hatte kurz vor der Pause eine zusätzliche Gelegenheit (45.+1).

Der nächste Treffer fiel allerdings auf der Gegenseite. Nach einem zunächst aus dem Strafraum geklärten Einwurf folgte ein Schuss aus der Distanz. Arndt fälschte den Ball entscheidend zum 2:2 ab (45.+2). Damit war Hildens Zwei-Tore-Vorsprung noch vor dem Seitenwechsel aufgebraucht.

Nach der Pause hatte Bergisch Gladbach die Gelegenheit, das Spiel vollständig zu drehen. Arndt traf zunächst den Pfosten (51.), kurz darauf setzte er einen weiteren Abschluss rechts am Tor vorbei (52.). Auf der anderen Seite war Schulze zur Stelle, als Hilden in den Strafraum vordrang (56.). Tyler Nkamanyi kam später ebenfalls zum Abschluss, konnte die Gastgeber aber nicht erneut in Führung bringen (74.).

Die gelang stattdessen einem Joker: Dombe, für Mohamed Cisse eingewechselt (70.), erzielte nach einem Zuspiel von Arton Tolaj das 3:2 (82.). Diesmal ließ Hilden die Gäste nicht mehr zurückkommen. Feese erhöhte mit seinem fünften Saisontor auf 4:2 (88.) und machte den Heimsieg perfekt.

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Gütersloh gewinnt Tor-Festival in Bocholt

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Zweimal kamen die Bocholter zurück in die Partie, am Ende reichte es dennoch für keine Punkte. Gütersloh verkürzt damit den Rückstand auf Spitzenreiter RW Oberhausen.

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Wattenscheid behauptet sich gegen Wiedenbrück

Wattenscheid übernahm früh die Initiative und kam mehrfach gefährlich vor das Gästetor. Nach Vorarbeit von Hirschberger und Kaan Kurt bekam Robert Tochukwu Nnaji den Ball zunächst nicht sauber getroffen, sodass Wiedenbrück noch blocken konnte (12.). Wenig später fiel die Führung: Maik Amedick beförderte eine Hereingabe ins eigene Netz (14.).

Die Gastgeber blieben zunächst das aktivere Team. Kurt zwang die Gäste zur nächsten Rettungsaktion (22.), Nnaji traf unter Bedrängnis das Außennetz (24.). Erst im weiteren Verlauf meldete sich Wiedenbrück offensiv stärker an. Wattenscheids Torhüter Joshua Mroß war bei einer Hereingabe und einem weiteren Abschluss gefordert (37., 38.).

Mitten in diese Phase setzte Hirschberger ein Ausrufezeichen. Von rechts zog er mit dem Ball nach innen, ließ mehrere Gegenspieler stehen und schloss zum 2:0 ins rechte Eck ab (41.). Der komfortable Vorsprung hielt allerdings nicht bis zur Pause. Nach einer Ecke verkürzte Niklas Tuppeck per Kopf auf 1:2 (45.).

Wattenscheid ließ sich davon nach dem Seitenwechsel wenig beeindrucken. Hirschberger setzte Kurt in Szene, der vor dem Tor auf Nnaji querlegte. Dessen Abschluss wurde noch zur Ecke abgewehrt (48.). Auch Illia Poliakov kam wiederholt zum Zug: Nach einem Dribbling von Hirschberger geriet sein Schuss zu harmlos (62.), mit einem Distanzversuch zwang er Wiedenbrücks Torhüter Marcel Hölscher anschließend zu einer Parade (63.). Nnaji traf erneut das Außennetz (66.).

Der dritte Treffer zeichnete sich damit zunehmend ab. Schließlich war es wieder Hirschberger, der den Abstand vergrößerte. Wiedenbrück bekam eine Flanke von Henri Bollmann nicht geklärt, der Doppelpacker nutzte die Gelegenheit zum 3:1 (72.).

Der Aufsteiger hätte frühzeitig noch deutlicher davonziehen können. Der eingewechselte Eduard Renke scheiterte im direkten Duell mit Hölscher (73.), Nnaji schoss knapp vorbei (75.) und fand nach einem weiteren Zuspiel Hirschbergers ebenfalls im Keeper seinen Meister (77.).

Dann mussten sich die Gastgeber auf eine Schlussphase in Unterzahl einstellen. Adamski, bereits früh verwarnt (18.), sah die Gelb-Rote Karte (78.). Die Gäste von Trainer Dominik Sammer rückten nun wieder stärker nach vorne, doch Wattenscheid hielt dagegen und blieb selbst gefährlich.

Nach einer Kombination über Tom Sindermann, Nnaji und Hirschberger traf Medin Kojic nur den Pfosten (86.). Wenig später verfehlte der Joker das Tor mit einem weiteren Versuch knapp (89.). Auf der Gegenseite entschärfte Nico Schulte-Kellinghaus in der Nachspielzeit noch einen Abschluss per Kopf (90.+3). So brachten die Wattenscheider ihren Zwei-Tore-Vorsprung auch mit einem Spieler weniger über die Zeit.

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Liveticker: Sportfreunde Siegen - Borussia Dortmund II

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Liveticker: RW Oberhausen - SC Padeborn II

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Gladbachs Aufholjagd endet beim 2:3 gegen Bochum II nach Rot

Für die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach hätte das Heimspiel gegen den VfL Bochum II am Freitagabend einen weiteren Angriff auf die Spitze bedeuten können, stattdessen wurde die Partie beim 2:3 im Grenzlandstadion eher eine Enttäuschung. Von Beginn an lief nicht viel zusammen, Folge war das 0:1 durch Lasse Isbruch in der 18. Minute. Doch es kam noch weit schlimmer. Luis Pick erhöhte sechs Minuten später auf 2:0 für die Gäste, und als Till Winkelmann in der 29. Minute dann bereits zum dritten Mal Gladbachs Keeper Marcello Trippel überwand, schien die Partie bereits gegen die Gastgeber entschieden zu sein. Das war sie aber keineswegs. Denn in der Nachspielzeit der ersten Hälfte verkürzte Josiah Uwakhonye nach Vorarbeit von Taavi Koukkumäki, zwei Minuten nach dem Wechsel legte er mit seinem sechsten Saisontreffer das 2:3 nach. Und dann wurde es bitter. Der im Sommer vom MSV Duisburg gekommene Thilo Töpken sah wegen Meckerns zunächst Gelb, kurz darauf dann den Roten Karton von Schiedsrichter Lutz Meyersieck. In Unterzahl war dann eine weitere Aufholjagd nicht mehr drin, die Gäste nahmen die drei Punkte mit nach Bochum.

Borussia Mönchengladbach II – VfL Bochum II 2:3
Borussia Mönchengladbach II: Marcello Trippel, Michel Lieder, Tristan Top-Rasmussen, David Igboanugo, Divine Dillon Berko, Nico Vidic, Taavi Koukkumäki, Kerim Yüksel Karyagdi, Josiah Uwakhonye, Thilo Töpken, Tuncay Durna - Trainer: Mihai Enache
VfL Bochum II: Benjamin Bußmann, Luca Bernsdorf, Dominic Volkmer, Jason Schneider, Lars Holtkamp, Vahidin Turudija, Aurel Wagbe, Lasse Isbruch, Maximilian Dittgen, Luis Pick, Till Winkelmann - Trainer: Heiko Butscher
Schiedsrichter: Lutz Meyersieck (Erkelenz)
Tore: 0:1 Lasse Isbruch (18.), 0:2 Luis Pick (24.), 0:3 Till Winkelmann (29.), 2:3 Josiah Uwakhonye (45.+3), 1:3 Josiah Uwakhonye (47.)
Gelb-Rot: Thilo Töpken (60./Borussia Mönchengladbach II/Schiedsrichter angemeckert)
Rot: Thilo Töpken (67./Borussia Mönchengladbach II/)

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Bonner SC dreht Spiel gegen Westfalia Rhynern

Mit einem Sieg beim Bonner SC hätte Aufsteiger Westfalia Rhynern den Kontakt nach oben halten können, und zunächst sah es auch gar nicht schlecht dafür aus. Bilal Alassane traf nach 25 Minuten zur Gästeführung, die Luca de Meester für die Bonner jedoch noch vor der Pause ausglich. Der Bonner wurde dann zum Mann des Abends, als er eine Viertelstunde vor dem Ende zum 2:1-Sieg traf und die Bonner damit ein wenig von der Gefahrenzone distanzierte.

Bonner SC – Westfalia Rhynern 2:1
Bonner SC: Elias Bördner, Bilal-Badr Ksiouar, Massaman Keita, Marcel Damaschek, Younes Derbali, Maximilian Pommer (88. Frederic Baum), Eray Isik (70. Nick Zimmermann), Haris Mesic, Jonas Berg (88. Diamant Berisha), Luca de Meester (79. Aaron Tshimuanga), Josue Santo - Trainer: Björn Mehnert
Westfalia Rhynern: Christopher Balkenhoff, Michael Wiese, Philipp Ratz, Keanu Diskau, Elias Boadi Opoku (81. Johannes Thiemann), Melih Sayin (69. Koray Dag), Julius Woitaschek, Jonah Wagner, Bilal Alassane (62. Akhim Seber), Henrik Koch (69. Elias Kourouma), Lennart Koerdt - Trainer: Marco Stiepermann
Schiedsrichter: Lea Bramkamp
Tore: 0:1 Bilal Alassane (25.), 1:1 Luca de Meester (38.), 2:1 Luca de Meester (75.)

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So geht es weiter


12. Spieltag
10.10.26 FC Gütersloh - Sportfreunde Siegen
10.10.26 Borussia Dortmund II - SG Wattenscheid 09
10.10.26 Westfalia Rhynern - VfB 03 Hilden
10.10.26 SV Bergisch Gladbach 09 - FC Schalke 04 II
10.10.26 Sportfreunde Lotte - SC Paderborn 07 II
10.10.26 RW Oberhausen - 1. FC Bocholt
11.10.26 SC Wiedenbrück - Bonner SC
11.10.26 VfL Bochum II - SV Rödinghausen
11.10.26 1. FC Köln II - Borussia Mönchengladbach II

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