
Odenwaldkreis. Nach dem Spitzenspiel ist vor dem nächsten schweren Spiel: Kreisoberliga-Tabellenführer TSV Höchst gastiert am Sonntag (15 Uhr) beim TSV Günterfürst. Höchst führt die Klasse mit acht Punkten Vorsprung vor der TSG Steinbach und Hassia Dieburg an. Das ist eine glänzende Ausgangslage, aber noch keine Vorentscheidung um die Meisterschaft.
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„Am Sonntag ist alles drin, vom Sieg bis zur Niederlage. Wir sind gegen die Mannschaft mit starker Kadertiefe nicht chancenlos. Es wird auch etwas auf das Spielglück ankommen“, sagt Oliver Naas, Abteilungsleiter der Günterfürster. Wie vehement die Günterfürster auftreten können, haben sie beim 6:0-Erfolg gegen den FV Eppertshausen gezeigt. Und Eppertshausen ist genau die Mannschaft gewesen, die Höchst nach der Winterpause ebenfalls auf Kunstrasen mit 1:0 schlug. Wie wichtig auch das Spielglück sein kann, begründet Naas damit, dass seine Mannschaft bei 1:0-Führung davon profitierte, dass Eppertshausen einen Elfmeter versemmelte und mit einem Platzverweis in Bedrängnis geriet. „Innerhalb von zehn Minuten haben wir die Treffer zwei, drei und vier erzielt. Eppertshausen hat sich in diesem Spiel zu spät auf das Spiel in Unterzahl eingestellt, woraufhin sich für uns größere Räume öffneten, die wir effektiv zur Entscheidung nutzten.“
Beim Gastspiel bei der SG Rimhorn/Neustadt (0:3) sprach Naas von einem gebrauchten Spieltag für den TSV: „Viele Ballverluste, und wir kamen nie richtig in die Defensivzweikämpfe, ließen uns so viel zu schnell den Schneid abkaufen. Rimhorn war bissiger und griffiger.“ Schnell stand es 0:2 aus TSV-Sicht. Das zeigte Wirkung. Als Louis Timocin nicht ins Tor traf, sondern nur an den Querbalken, fehlte der so wichtige Anschluss, der vielleicht noch etwas hätte ändern können. „Wir gehören mit Rang sechs noch nicht zur Spitzengruppe, müssen bei der Leistungsdichte der Liga immer noch unten schauen und fleißig punkten“, sagt Naas. Und meint weiter: „Nach der Niederlage in Neustadt gegen die SG müssen wir gegen Höchst vor allem wieder unsere Fehler im eigenen Ballbesitz minimieren. Und die Chancen konsequenter nutzen“, sagt Oliver Naas. Höchst verfügt mit nur 26 Gegentoren in 23 Spielen über die beste Defensive. Die Mannschaft ist nach Naas’ Einschätzung enorm stark: „Hinten stehen sie ganz sicher, jeder kann mit dem Ball sehr gut umgehen. Höchst habe keine ausgemachten Schwächen und ist deswegen weiter Meisterschaftsfavorit.“
Die TSG Steinbach ist gegen die abstiegsgefährdete SG Bad König/Zell nach der 1:3-Niederlage in Höchst unter Zugzwang. Punktgleich dahinter drängt bereits Hassia Dieburg. Für die Steinbacher ist ein Heimsieg eigentlich Pflicht, will die Mannschaft von der Höhenstraße noch den Aufstieg in die Gruppenliga über die Relegationsrunde realisieren. Auf einen Heimsieg setzt der SV Lützel-Wiebelsbach gegen FV Eppertshausen (15 Uhr). Entscheidend wird sein, ob es den Lützelbachern gelingt, die Kompaktheit des FVE aufzubrechen und zu Chancen zu kommen.
Schweres Spiel auch für Viktoria Kleestadt bei der SSV Brensbach: SSV-Trainer Michele Rodemer will den Hinrundensieg gerne wiederholen. Ein Odenwälder Derby gibt es zum Abschluss des Spieltags, wenn der TV Fränkisch-Crumbach auf die SG Rimhorn/Neustadt trifft. Auf dem Papier ist Rimhorn Favorit, bislang aber nur selten an der Saroltastraße erfolgreich gewesen.