2025-12-03T05:51:34.672Z

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Mit Marc Gülzow an der Seitenlinie geht es beim SV Schelsen langsam bergauf.
Mit Marc Gülzow an der Seitenlinie geht es beim SV Schelsen langsam bergauf. – Foto: Martina Krämer-Lichtschla

Gülzow bringt Schelsen langsam in Tritt

Neun Spieltage musste Marc Gülzow mit dem SV Schelsen auf den ersten Saisonsieg warten, ehe dieser gegen die Sportfreunde Neersbroich gelang. Zwar rangiert Schelsen weiterhin im Tabellenkeller, doch die Bilanz ist besser, als der erste Blick verrät.

Kurz vor Saisonstart trat Marc Gülzow keine einfache Traineraufgabe beim SV Schelsen an. Immerhin waren einige Leistungsträger über den Sommer abgewandert, zudem übernahm er das Team mitten in der Vorbereitung, nachdem Christian Niebel den Verein kurzfristig für die Trainerstelle beim Bezirksligisten Grevenbroich-Süd verlassen hatte. Und so verwunderte es kaum, dass Schelsen in den ersten acht Ligaspiele ohne Sieg blieb – wobei man am ersten Spieltag eine 3:0-Führung ab der 89. Minute noch zu einem 3:3-Remis gegen Odenkirchen II verspielte. Im Anschluss wuchs Woche um Woche die Sieglosserie weiter an. Erst vor zwei Wochen endete diese Durststrecke: Im Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Neersbroich drehten die Schelsener einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg.

„Für uns als Mannschaft, für den Aufwand, den wir in den vergangenen Wochen betrieben haben, war es sehr wichtig, auch mal für unsere Köpfe, endlich ein Erfolgserlebnis einzufahren und unsere Leistung durch einen Sieg zu bestätigen“, sagt Gülzow über den Dreier, der dem Team ein wenig Luft im Tabellenkeller verschafft. Am vergangenen Wochenende folgte ein torloses Remis im Heimspiel gegen Aufsteiger TuS Liedberg.

Für Schelsen war es die fünfte Punkteteilung im zehnten Ligaspiel, was die Saisonbilanz teilweise in ein anderes Licht rückt – immerhin kassierte Schelsen somit erst vier Niederlagen. Darunter zwar ein 1:6 gegen den VfB Korschenbroich und ein 2:5 gegen den Rheydter SV, gegen die Topteams von Süchteln II (1:3) und Otzenrath (0:1) verlor Schelsen aber nur knapp.

Mit Bezug auf den Sieg gegen Neersbroich sagt Gülzow: „Ich blicke so zurück, dass wir eigentlich an unsere Leistung der letzten Spiele angeknüpft haben und wir in diesem Spiel wenig individuelle Fehler gemacht haben, wir wenig zugelassen haben und an unsere Stärke geglaubt haben, weil wir die letzten Spiele ganz ordentlich gespielt haben – die Ergebnisse haben leider nicht gestimmt.“

Positiver Trend soll fortgesetzt werden

Der Trend stimmt zumindest: Aus den vergangenen sechs Partien gab es für Schelsen nur eine Niederlage. In der Tabelle belegt das Team von Gülzow mit acht Zählern Rang zwölf – der Vorsprung auch Wickrathhahn auf Position 13, dem ersten potenziellen Abstiegsplatz, beträgt drei Punkte.

Ausbaufähig ist bislang die offensive Bilanz seiner Mannschaft: 13 Tore in zehn Begegnungen ist eher eine mäßige Quote. Nur drei Spieler trafen bislang mehr als einmal: Artem Skriahin, Gian-Luca Jordans und David Ringel führen die interne Liste mit je zwei Toren an. Die beiden Letztgenannten trafen beim Sieg gegen Neersbroich. Außerdem gab es bislang nur zwei Punkte und drei Treffer auf der eigenen Anlage. Und an dieser Bilanz wird sich zumindest am kommenden Wochenende nichts ändern: Schelsen reist zum Auswärtsspiel zum SC Rheindahlen.

Aufrufe: 07.11.2025, 10:00 Uhr
RP / Daniel Brickwedde und Tristan BentenAutor