
Nach Richter, Glück, Zwarts und Sulejmani wird ein weiterer Spieler die Löwen vorzeitig verlassen: Serhat-Semih Güler. In Köln erhofft er sich einen Stammplatz, für den es bei 1860 nicht reichte.
Kurz bevor‘s wieder richtig losgeht, haben die Löwen eines ihrer drei Fragezeichen beseitigt: Der Vertrag mit Serhat-Semih Güler wurde aufgelöst. Der Stürmer, im Winter erst aus Rostock losgeeist (für eine kleine Ablöse), zieht bereits weiter, nach Informationen unserer Redaktion zu Viktoria Köln, wo bereits Albion Vrenezi gelandet ist. Offen ist jetzt nur noch, wie es mit Fabian Greilinger weitergeht (Tendenz: 51:49) - und die Frage nach dem Torhüter. Die Hoffnung, dass René Vollath in Haching doch noch eine Freigabe für 1860 erhält, sind auf ein Minimum gesunken.
Der Kader, den Argirios Giannikis an diesem Samstag zum ersten Training bittet (10.30 Uhr), steht somit weitgehend fest. Güler, der wie Greilinger in der Luft hing, hat die vorgeschalteten Leistungstests schon gar nicht mehr mitgemacht. Unter dem Strich war der Januar-Transfer des Deutsch-Türken ein großes Missverständnis.
Als früherer Regionalliga-Torschützenkönig (für Wuppertal) gekommen, war er unglücklich in Rostock, wechselte schließlich nach München, wo er sich bessere Chancen auf einen Stammplatz ausrechnete. Die gab es auch, da bei 1860 im Winter akuter Torjäger-Mangel herrschte. Joel Zwarts fiel mit einer langwierigen Schambeinverletzung aus, Fynn Lakenmacher hatte unter Maurizio Jacobacci, der ihn links liegen ließ, innerlich gekündigt. Auch Mansour Ouro-Tagba hatte zu diesem Zeitpunkt nur den Status eines Talents, Dass sich dann alle Stürmer schneller als erwartet anboten, war erfreulich fürs Team, das sich mit acht ungeschlagenen Spielen unter Giannikis aus dem tiefsten Abstiegssumpf befreite. Für Güler dagegen war es Gift, denn wie in Rostock kam er nun auch in Giesing nicht über die Rolle des Reservestürmers hinaus - und zum Ende, nach einigen glücklosen Kurzeinsätzen (u.a. beim 0:1 in Freiburg), schaffte er gar nicht mehr den Sprung in den Kader.
Nun also ein weiterer Neuanfang für Güler - und für die Löwen die Hoffnung, mit Patrick Hobsch, Maximilian Wolfram und Fabian Schubert gerüstet zu sein im Angriff, der 2023/24 das große Sorgenkind war (nur 40 Treffer).