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Halle

Guckenberg-Cup: Bretzenheim unterliegt Ingelheim im Endspiel

TSG muss sich beim Bodenheimer Hallenturnier der Landesliga-Spielvereinigung geschlagen geben +++ 1817 Mainz überrascht

von Torben Schröder · 19.01.2026, 13:45 Uhr · 0 Leser
In einem umkämpften Finale beim Hallenturnier in Bodenheim setzt sich die Spvgg. Ingelheim mit Francesco Teodonno (grünes Trikot) gegen Till Escher (links), Keeper Dylan Bos und die TSG Bretzenheim durch.	Foto: Kristina Schäfer
In einem umkämpften Finale beim Hallenturnier in Bodenheim setzt sich die Spvgg. Ingelheim mit Francesco Teodonno (grünes Trikot) gegen Till Escher (links), Keeper Dylan Bos und die TSG Bretzenheim durch. Foto: Kristina Schäfer

Bodenheim. Ein Titel sprang für den VfB Bodenheim beim eigenen Hallenturnier heraus. Es war die Ü32, die mit einem 6:2-Finalerfolg gegen Gau-Algesheim die schwarzweiße Fahne hoch hielt. Beim Aktiven-Turnier, zu sehen auch im Re-live online bei der AZ, behielt die Spvgg. Ingelheim durch ein 3:2 gegen die TSG Bretzenheim die Oberhand.

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Die Ingelheimer um den überragenden Francesco Teodonno waren erst nachträglich ins Turnier gerutscht, nachdem Fiam Italia abgesagt hatte. Überhaupt war manche Überraschung mit dabei. Karadeniz Bad Kreuznach schickte seine zweite Mannschaft und holte als einziges Team gar keinen Punkt, der kurzfristig für die TuS Wörrstadt eingesprungene FC Türk Gücü Rüsselsheim flog ebenfalls in der Gruppenphase raus.

Kuriose Geschichte um Schiri Jannis Kaufmann

Die positiven Überraschungen waren die A-Klassisten 1817 Mainz und SG Harxheim/Gau-Bischofsheim, die bis zum 4:3 im Neunmeterschießen um Platz drei dabei waren. Die Geschichte des Turniers lieferte Jannis Kaufmann. Erst schickte der Schiedsrichter 1817-Torwart Torsten Bochinsky gegen die Oberliga-Reserve aus Gau-Odernheim wegen Notbremse vom Feld. Um dann, seinem Spielerpass bei den Mainzern sei Dank, für das Viertelfinale selbst die Handschuhe anzuziehen. Und beim 4:3 gegen den VfB Bodenheim gemeinsam mit Siegtorschütze Tom Giese zum Matchwinner zu avancieren.

Das war das stimmungsvollste Viertelfinale. Beim mit wenig Personal angereisten Underdog 1. FC Nackenheim war gegen Ingelheim (3:8) die Luft raus, auch Spielertrainer Norman Loos als stürmender Keeper konnte nichts mehr bewirken. Eine sehr junge Bretzenheimer Mannschaft ließ den Gau-Odernheimern keine Chance (5:1). Die Harxheimer hauten den bis dahin wie ein Mitfavorit aufspielenden SVW Mainz raus, mit 9:8 nach Neunmeterschießen. Und mit einem starken Robin Mohm, der mit Mittelfußprellung (!) ins Tor rotierte Feldspieler.

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Die Ingelheimer (4:2 gegen 1817) und Bretzenheimer (5:2 gegen Harxheim) ließen in den Halbfinals nichts anbrennen. Und lieferten sich ein enges Endspiel, das Teodonno mit Doppelpack und Vorlage entschied. „Ein Hallenspieler par excellence“, muss TSG-Trainer Timo Schmidt anerkennen. Der Goalgetter hatte die Spvgg. gemeinsam mit Mitspieler Lukas Pieper gemanagt, Chefcoach Eric Oehler schaute entspannt von der Tribüne aus zu. Seine Mannschaft hatte sich spontan für eine Teilnahme ausgesprochen.

„Die Organisation war super“, sagt Oehler, „der Hallenfußball hat sich gewandelt, ist deutlich weniger körperlich. Es soll ja Spaß machen.“ Das machte es auch TSG-Torwart Dylan Bos, der am Kommentatorenplatz vorbei schaute und sich über die vielen Linien auf dem Hallenboden freute: „Das sieht aus wie eine Disco. Und die letzte Spielminute mit Musik, da kommt wieder ein Stück Kindheit hoch.“

Vorteil der Ausweichhalle: Organisation um's Essen

Schwerstarbeit hatten die Organisatoren um Bodenheims Sportlichen Leiter Günter Loos zu verrichten. Doch das Fazit fällt rundum positiv aus: „Die Resonanz war toll. Die Leute konnten Fußball gucken und gleichzeitig essen.“ In der derzeit gesperrten Halle am Guckenberg gab es Speis und Trank in einem Nebenraum, anders als im erstmals genutzten Neubau am Bürgel. Der Effekt: Es ging viel mehr über die Theke, zur Freude der Vereinskasse.

Das Ü50-Turnier gewann übrigens Darmstadt 98 im Finale gegen Wehen Wiesbaden (2:1). Die Kickers Offenbach schnappten sich gegen die Hausherren (1:0) Rang drei und hatten zudem ein Duplikat ihres DFB-Pokals dabei, mit dem reichlich Fotos geschossen wurden.