
Seckmauern. Es war am Samstagnachmittag um kurz vor 17 Uhr, als den TSV Seckmauern endgültig die bittere Gewissheit über den Abstieg in die Kreisoberliga ereilte. Schiedsrichter Jonas Hautzel hatte die Partie des vorletzten Gruppenliga-Spieltages zwischen den Odenwäldern und der FSG Riedrode gerade mit dem Ergebnis von 1:3 (0:1) beendet. Und durch die Niederlage der Mannschaft von Spielertrainer Lucas Oppermann stand fest, dass – unabhängig von den anderen Ergebnissen – der TSV die vier Punkte Abstand auf den SV Fürth auf Relegationsrang 14 bei noch einem ausstehenden Spiel nicht mehr aufholen kann.
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"Es fühlt sich sehr ernüchternd an, und man spürt eine gewisse Leere", erklärte Oppermann im Anschluss. Insgesamt, so der 39-Jährige, sei der Abstieg vor allem aufgrund der Leistungen im Kalenderjahr 2026 aber "keinesfalls zu unrecht, sondern letztlich verdient" gewesen. "Wir waren in dieser Saison insgesamt und gerade in der Rückrunde zu wenig auf Gruppenliga-Niveau unterwegs", bekannte Oppermann, der gegen Riedrode nach seinem Innenbandriss überraschend wieder in der Startelf stand.
Und der Spielertrainer erzielte nach 20 Minuten sogar das vermeintliche 1:0, das jedoch von Schiedsrichter Hautzel aufgrund einer Abseitsstellung im Sichtfeld des Torhüters aberkannt wurde. Im Gegenzug gelang den Gästen durch Sinan Schuchmann dann die Führung (23.). "Das war eine Szene, die ein Stück weit sinnbildlich für die ganze Saison steht. Wir haben uns dieses Glück, das du da brauchst, einfach nicht erarbeitet", gab Oppermann zu. In der Folge erhöhten Schuchmann (62.) und Kevin Siegler (69.), ehe Aljosha Klewar für die Gastgeber traf (85.).
"Wir werden nach dem letzten Spiel nächste Woche für vier Wochen in die Pause gehen, uns regenerieren, alle Wehwehchen auskurieren und dann Ende Juni mit neuer Energie in die Sommervorbereitung starten", erklärte der Spielertrainer bereits mit Blick in die Zukunft. Bereits im Winter hatte sich der Verein mit Oppermann auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigt – unabhängig von der Klassenzugehörigkeit. Zudem werde der Kader bis auf wenige Ausnahmen zusammenbleiben. "Wir wollen in den nächsten Monaten aus diesem Grab, das wir uns selbst geschaufelt haben, wieder auferstehen", kündigte Oppermann an.