
Region. Im Kreis der abstiegsbedrohten Gruppenliga-Teams sicherten sich der TSV Bleidenstadt (3:0 gegen SV Erbenheim), die SGN Diedenbergen (3:2 gegen die SG Rauenthal/Martinsthal) und der FC Türk Kelsterbach (3:0 gegen den Zweiten TuRa Niederhöchstadt) Big Points für den Verbleib. Beim FC Türk war es das letzte Spiel für Spielertrainer Can Kilic Görgülü. Der SV Niedernhausen hatte den Klassenprimus VfB Unterliederbach auswärts kurz vor einer Punkteteilung, fing sich aber in der Nachspielzeit das unglückliche 4:5 ein. Dadurch steht der VfB auch als "Weihnachtsmeister" fest. Ohne Chance war die Zweite von Biebrich 02 beim klaren 1:5 bei Alemannia Nied und auch der SV Wallrabenstein ließ mit 1:4 bei der SKG 23 Wiesbaden Federn. Wenn das Wetter mitspielt, wird die Tabelle mit sechs ausstehenden Nachholpartien bis zum nächsten Sonntag noch begradigt.
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Tore: 1:0, 2:0 Hörrmann (19., 28.), 3:0 Weimer (60.).
Diedenbergens Giuseppe Pagliaro belohnte sein starkes Spiel mit einem Traumtor in der Nachspielzeit. „Das war natürlich unglücklich, allerdings waren die Gastgeber das bessere Team“, erkannte Rauenthals Daniel Schadel neidlos an. Seine Elf wehrte sich gut, hätte nach dem 2:2 auch führen können, als Aimen Zamouri eine 1:1-Möglichkeit auf dem Fuß hatte. „Wir haben uns diesmal das Glück erarbeitet“, resümierte SGN-Sprecher Amir Kadiric happy.
Tore: 0:1 Ceranski (17.), 1:1 Grünewald (60.), 1:2 Zamouri (70.). 2:2 Grubisic (74.), 3:2 Pagliaro (90.+3).
„Den ersten Durchgang bestimmten wir klar, dann wollten wir nur noch verwalten“, war SKG-Trainer Efkan Yildiz mit der zweiten Hälfte nicht mehr zufrieden. Nach dem Anschluss von Yannik Hünerbein setzte Erdem Kadi einen Elfer neben das Tor. „Hier hätte das Spiel auch kippen können“, sah SVW-Coach Daniel Dylong seine Truppe in dieser Phase besser. Der eingewechselte Axel Obed Fey erlöste sein Team mit dem 3:1, legte auch im Schlussakkord nochmal nach.
Tore: 1:0 Weinhardt (13.), 2:0 Ürel (30.), 2:1 Hünerbein (55.), 3:1, 4:1 Obed Fey (79., 90.).
Gegen starke Niederhöchstadter war es ein Spiel wie gemalt für Can Kilic Görgülü. Nach zweieinhalb Saisons für den FC Türk verlässt der Spielertrainer die Kelsterbacher in der Winterpause aus beruflichen Gründen. Auch beim Nachholspiel am kommenden Wochenende wird er aufgrund seines geplanten Urlaubs nicht mehr dabei sein und wurde dementsprechend emotional verabschiedet. Nicht nur das: Mit seinem Führungstor stellte der 37-Jährige selbst die Weichen für den eminent wichtigen Heimsieg. Mirza Music per Foulelfmeter und Cem Barlik sorgten für den Endstand. Nach wiederholtem Foulspiel beendete Görgülü seine Zeit beim FC Türk dann vorzeitig und flog mit Gelb-Rot runter, ebenso wie Gäste-Stürmer Philipp Nocht. Das neue Trainerteam will Kelsterbach Mitte Dezember bekanntgeben. "Heute war die beste Leistung von uns, seit ich hier bin", freute sich Kelsterbachs sportlicher Leiter Rachid Rahou.
Tore: 1:0 Görgülü (6.), 2:0 Music (58./FE), 3:0 Barlik (78.).- Gelb-Rot: Görgülü (60./Türk) / Nocht (78./beide wegen wdh. Foulspiels)
Die Gäste bestätigten ihre zwei letzten Siege mit erneut starker Vorstellung: „Als Faris Taibi unsere Aufholjagd mit dem 4:4 krönte, war der Punkt eigentlich verdient“, empfand Stephan Mohr sein Team über weite Strecken als ebenbürtig. „Das gibt weiter Auftrieb, es zu packen“, war Mohr nach dem dritten Treffer des Unterliederbacher Ausnahme-Goalgetters Matthews doch etwas niedergeschlagen. Auf der anderen Seite monierte Patrick Barnes, sportlicher Leiter der Unterliederbacher "alles andere als eine gute Leistung". Gefühlt seien einige schon in der Winterpause gewesen, hatte der sportliche Leiter bereits vor dem Anpfiff kein gutes Gefühl gehabt. Letztlich hätte der VfB auch mit einem Remis zufrieden sein können. David Rodriguez fällt mit Zehenbruch momentan aus. Mit Patryk Kuras und Ogulcan Tuerkmen vom Verbandsliga-Nachbarn SV Zeilsheim meldet der VfB bereits die ersten Zugänge für die Winterpause.
Tore: 1:0, 3:2, 5:4 Matthews (22., 57., 90.+2), 1:1, 4:4 Taibi (25., 88.), 2:1 Aksu (45.), 2:2 Schwerdt (48.), 4:2 Gizaw (70.), 4:3 Flemming (84.).
Ohne Chance blieben die Gäste beim Tabellen-Nachbarn: „Es hat diesmal einfach nicht gereicht. Das Ergebnis war leistungsgerecht, unser Keeper Mika Neumann war noch bester Mann“, gab Biebrichs Trainer Volkan Zer zu. Allein Niklas Stegmaier traf mit einem Handelfmeter. Die Alemannia zeigte, zu was sie in der Lage ist, wenn der Kader beisammen ist. An der Seitenlinie stand auch wieder Steffen Kaschel, der zuletzt aus gesundheitlichen Gründen pausiert hatte. "Wir haben nichts zugelassen und verdient gewonnen", sagte Kaschel. Deniz Cicek feierte nach längerer Verletzungspause sein Comeback mit Tor.
Tore: 1:0 Wittenberg (18.), 1:1 Stegmaier (22.), 2:1 T. Choukairi (31./FE), 3:1 Wittenberg (42.), 4:1 Cicek (63.), 5:1 Mziu (85.).
„Der gute Jahresabschluss macht Hoffnung für das nächste Jahr“, war Bierstadts Trainer Rene Keutmann nach den zwei letzten Niederlagen diesmal wieder hochzufrieden. „Wir spielten sauber hinten raus, hatten das Spielsystem etwas umgestellt und hätten durchaus auch gewinnen können.“ Direkt vor der 1:0-Führung hatte Marlon Ermer die Bierstädter Führung auf dem Fuß, nach dem Ausgleich visierte Max Kruse gleich doppelt Aluminium an. „Allerdings hätten wir in der langen Nachspielzeit nach zwei gefährlichen Freistößen auch mit leeren Händen dastehen können“, gab Keutmann zu.
Tore: 1:0 Schwertel (36.), 1:1 Nickel (62.).
Eddersheims Coach Marco Wronski war angetan, vom Defensivverhalten seiner Mannschaft. "Dorndorf hatte nicht eine nennenswerte Chance. Das war vor allem der Laufleistung und der sehr guten Arbeit gegen den Ball geschuldet." Tim Baatz und Dickson Antwi Nana auf der Sechs, sowie Janic Pessel und Noel Loebner in der Innenverteidigung agierten souverän, davor rannten sich die zentralen Offensive Julian Muth und Yannik Gutmann bei Anlaufen die Seele aus dem Leib. Letzterer besorgte nach einer neu einstudierten Eckball-Variante die Führung, Niklas Voit musste bei einem Angriff von rechts nur noch den Fuß hinhalten.
Tore: 0:1 Gutmann (15.), 0:2 Voit (57.)