2026-02-20T12:29:42.904Z

Ligavorschau

Gruppenliga: SV Fürth hofft auf Sirigu-Premiere

Duell gegen die TSV Auerbach im Zeichen des Abstiegskampfes +++ Fehlheim zieht um

von Jan Zehatschek, maz, net · Gestern, 18:00 Uhr · 0 Leser
Sandro Sirigu (links, mit Aytac Sulu) könnte am Sonntag im Heimspiel gegen die TSV Auerbach erstmals für Gruppenligisten SV Fürth aktiv am Ball sein. (Archiv)	Foto: Viktoria Aschaffenburg
Sandro Sirigu (links, mit Aytac Sulu) könnte am Sonntag im Heimspiel gegen die TSV Auerbach erstmals für Gruppenligisten SV Fürth aktiv am Ball sein. (Archiv) Foto: Viktoria Aschaffenburg

Bergstraße. Der SV Fürth muss am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen die TSV Auerbach liefern, denn die Luft ist dünn für die Odenwälder in der Fußball-Gruppenliga. Der FC Fürth erwischte einen Start nach Maß aus der Winterpause und will sein 10:0 gegen Seckmauern in Groß-Bieberau mit drei Punkten vergolden.

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Fürth hat diese Woche gut und intensiv trainiert, um sich auf technisch starke und individuell gut spielende Auerbacher einzustellen. „Das ist eine junge Truppe mit guter Ausbildung“, sagt Trainer Jochen Ingelmann. Doch für den SV zählen angesichts der Tabellensituation nur drei Punkte. Ingelmann hofft vor diesem Hintergrund auf mehr Konstanz im Spiel seiner Mannschaft und auf die Neuzugänge, die zum Großteil am vergangenen Sonntag beim 1:1 in Alsbach schon gespielt haben. „Und das hat man auch direkt gemerkt“, sagt der SVF-Coach. Hoffnungsträger Sandro Sirigu, Ex-Profi von Darmstadt 98, war gegen Alsbach noch nicht mit von der Partie, wird gegen Auerbach aber wohl spielen. Und auch Yannick Marx ist wieder eine Option. „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen, sonst haben wir in der Gruppenliga nichts verloren“, sagt Sportchef Valeri Biljuk.

Für die TSV ist es das erste Spiel nach der Winterpause. Die Vorbereitung sei eine mit „Höhen und Tiefen“ gewesen, sagt Trainer Peter Brandenburger.. Die Zugänge Joel Fetsch (SG Heidelberg-Kirchheim), Klevis Gashi (FV Biblis) und der Ungar Botond Balazs, der zuletzt in Spanien gespielt hat und wegen seines Studiums nach Deutschland gezogen ist, haben sich gut integriert. Vor allem für Balazs, der noch kein Deutsch spricht, dürfte es kein einfacher Start gewesen sein. „Die Jungs haben ihn gut aufgenommen“, sagt Brandenburger: „Im Gegensatz zum Trainer sprechen einige Spieler ganz gut Englisch.“

10:0 in der Liga, 4:0 im Kreispokal – die Odenwälder haben 2026 bereits geliefert. „Das war ein nahezu optimaler Start“, sagt auch FCF-Sportdirektor Marco Knapp: „Das gibt Rückenwind“. Und die Fürther wollen nachlegen, beim Tabellenachten Groß-Bieberau drei Punkte holen. „Wir wollen jetzt weiter Druck ausüben“, sagt Knapp. „Aber wir sind auch gewarnt – wir haben das Hinspiel gegen Groß-Bieberau gegen eine clever verteidigende Mannschaft verloren.“ Ole Gärtner (Zerrung und Prellung) wird möglicherweise nicht spielen, dafür könnte David Schmidt ins Zentrum der FC-Offensive rücken.

Die Mannschaft von Trainer Benjamin Sigmund startet ins Punktspieljahr 2026, blickt auf eine gute Vorbereitung zurück. „Alle Spieler sind fit“, sagt Jörg Gräber, Sportlicher Leiter der SGW. „Wir gehen mit Mut ins Spiel gegen Seckmauern“. Und die Überwälder haben noch etwas gutzumachen: 1:6 hieß es im Hinspiel. Diesmal will die SGW den Gegner von Anfang an unter Druck setzen – auch im Wissen, dass es der TSV nach seinem 0:10-Debakel beim FC Fürth wohl deutlich besser machen will. Bis auf Urlauber Ingo Dörsam sind alle Mann an Bord.

Der Tabellendritte ist zuversichtlich vor dem Gastspiel beim Achten. „Wir wissen um die Stärken von Griesheim“, sagt aber Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG, und vermutet: „Das Mittelfeld wird am Sonntag stark bespielt werden. Griesheim spielt Fußball auf hohem Niveau“. Der Göck erwartet denn auch ein Spiel auf Augenhöhe. Doch die FSG-Aktiven sind gerade voller Tatendrang: „Die mannschaftliche Einstellung passt.“ Die Vertragsverlängerung von Trainer Tobias Beltz ist vor diesem Hintergrund selbstverständlich. Und auch Zweitmannschaftstrainer Tomislav Tadijan macht weiter.

„Wenn wir Platz zwei erreichen wollen, dann müssen wir gewinnen“, sagt Sebastian Lindner, Trainer des Tabellenfünften, vor der Partie gegen den Tabellennachbarn, die auf Grund der Platzsperre des eigenen Naturrasens bei der Tvgg Lorsch im Sportpark Ehlried ausgetragen wird. Lindner baut auch auf die Unterstützung zweier Zugänge. Damiano Gruner (VfR Groß-Gerau) und Ajet Grajcevci (Wormatia Worms) sollen die Lücken stopfen, die durch die Abgänge von Fabien Frick (SV Geinsheim) und Youness Breir (FSG Riedrode) entstanden sind.

Constantin Renner blickt dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten zuversichtlich entgegen. „Ich bin optimistisch, dass die Mannschaft verstanden hat, dass die Stunde geschlagen hat“, sagt der 07-Trainer mit Blick auf das 0:5 bei der FSG Riedrode. Die Langzeitverletzten Luca Blüm und David Halla stehen vor ihrem Comeback.