
Region (nn). Beim Fußball-Gruppenligisten TSV Bleidenstadt hat nach dem Abschied von Michael Drogi Club-Insider Norman Schlabs vorübergehend das Coaching übernommen, führte beim 4:1 im Pokal bei der SG Meilingen Regie und auch im Punktspiel gegen die SGN Diedenbergen, das der TSV 1:2 verlor. Zeitnah, deutet Vereinschef Markus Jestaedt an, sei nun mit einer Neubesetzung des Trainer-Parts zu rechnen.
Beim 1:0 durch Jannik Golle keimte Bleidenstadter Hoffnung auf. Kurios: Die Ampelkarte gegen Diedenbergens Deniz Pekgüzelyigit (55.) spornte die Gäste an. Sie kamen dank Redzo Krijestorac und Tomislav Grubisic in Unterzahl zum Auswärtsdreier, während beim TSV nach dem Abschied von Michael Drogi die „Unsicherheit“ spürbar war“, wie Clubsprecher Patrick Engelmann anführte. Davon abgesehen bot beim Verlierer Mert Akdag eine starke Leistung.
TSV: Rick; Akdag, Webert, Schönleber (46. Häring), Thamer, Bouziane (46. Getto), Rienhardt, Bellin, Dedic, Golle, Westerwelle (72.Utsch).
SGN: S. Wagner; Potlitz, Löper, Wartusch, Pekgüzelyigit, Krijestorac, M. Friedrich, Redzic, Grubisic, Korominas, Pagliaro (K. Kadiric, Verkic, Schücker, Fell Bosenbeck).
Tore: 1:0 Golle (30.), 1:1 Krijestora (60.), 1:2 Grubisic (70.).
Nach zwei 02-Chancen traf Marlon Klärner zum 1:0. Doch die Gäste blieben unbeeindruckt. Niklas Stegmaier (Vorlage Umar Salam Aklor) und der Ex-Eltviller Timon Stettler (von Kengo Tabira bedient) wendeten das Blatt. Aber Klärners verwandelter Foulelfmeter (an Rijad Halimi verursacht) rettete den Rheingauern einen Punkt. „Im Vergleich zum letzten Spiel fehlten vier Spieler. Ein großes Lob an die Mannschaft mit zwei A-Jugendlichen und drei Jungs aus der Zweiten. Für uns ein Punktgewinn“, ordnete Eltvilles Vorsitzender Sven Klärner ein. Zumal Kocero Cil früh lädiert ausschied. Fünf Spiele, viermal gepunktet, Eltville bleibt zuversichtlich.
Eltville: Mo. Walter; Lopez (50. Wafa), Abd Ali, Cil (20. Halimi), E. Gebel, Jahn, M. Klärner, Hauser, L. Balik, Nana Kicheu, Karassawa (77. Pleuger).
Biebrich: Ono; Aklor, Radtke, Pio Nocera, Owaki, Niiyama, Kraft, Stettler, Hasani, Tabira, Stegmaier (Jessegus).
Tore: 1:0 Klärner (18.), 1:1 Stegmaier (30.), 1:2 Stettler (34.), 2:2 Klärner (82./Foulelfmeter).
„Vor der Pause hatte der Gegner mehr Ballbesitz. Zur zweiten Hälfte haben wir aber mehr Selbstvertrauen gezeigt und gut gegen den Bal gearbeitet“, empfand SKG-Coach Efkan Yildiz den Dreier als verdient. Wichtig aber, dass Keeper Mohamed Sghiouri beim Stand von 1:1 mit einer Glanztat einen Rückstand verhinderte. Im Spiel nach vorne funktionierten Ajmir Koochi und Maxim Bujnov als kongeniales Duo. Mit Koochi als Passgeber und Bujnov als abgezocktem Doppeltorschützen.
SKG: Sghiouri; Fachinger, Chahloul, Osawa, Gökcöl, Kocak, Ajmal Koochi, Ajmir Koochi, Bujnov, Hibiya, Fey (Kosche, Dayan).
Tore: 0:1 Bujnov (47.), 1:1 Topal (71.), 1:2 Bujnov (83.).
Traumhafter FCB-Tag: Coach René Keutmann hatte Paul Braig aus der Zweiten als Stürmer in die Startelf beordert. Er bedankte sich prompt mit dem 1:0. Danach trumpfte Janik Siebenkittel auf, versenkte erst mit dem „schwächeren“ rechten, in der Folge mit dem starken linken Fuß jeweils clever und platziert. Niklas Muschter setzte das Sahnehäubchen drauf. „Ein Sonderlob für alle“, jubelte Keutmann nach einer Klassevorstellung, für die auch Defensivmann Jefferey Bannor stand. "Das war heute ein gebrauchter Tag für uns. Wir haben verdient verloren", musste Steffen Kaschel, Trainer der Gastgeber aus Nied, anerkennen.
FCB: Woloszyn; Braig (80. A. Tsakas) L. Keutmann, Marcel Krabler, Muschter, Soumare, Bannor, Sousa De Brito (78. Ermer), Kruse (70. Nickel), Siebenkittel (86. Qnanbi), Wintermeyer (90.+2 Wimmer).
Tore: 0:1 Braig (40.), 0:2, 0:3 Siebenkittel (64./86.), 0:4 Muschtler (90.+2), 1:4 Mensah-Bonsu (90.+4).
„Wir haben Mentalität gezeigt, waren stark im Kampf gegen den Ball“, sprach SVEler Kevin Bähren gegen spielstarke Gäste von einer „sehr guten“ Leistung. Mit Routinier Pierre Massfeller als Vorbild und Torschützen. Ein wichtiger Dreier, der den Erbenheimern guttut.
SVE: Nietsch; Roubiou, Pitas (79. Krebs), B. Oukouiss, Makiese, Smith, Karim El Bakkaoui, Ouadah (60. Afghanyar), Grigoryan (´90. T. Nguyen), P. Massfeller (80. Dan. Massfeller),, Feidt (19. Dagdevir)
Tore: 1:0 Grigoryan (40./an Pierre Massfeller verursachter Elfmeter), 2:0 Roubiou (45.+2), 2:1 (45.+3), 3:1 P. Massfeller (60.).
Nach Blitztreffer von Robin Dankof, Eigentor von Paul Schmidt und einem weiteren Dankof-Goal (nach Abschlag von Keeper Raphael Laux) hieß es 3:0, zur Pause gar 5:0. „Wir haben eklatante Fehler gemacht. Der Gegner hatte in jeder Situation Oberwasser und hat auch der Höhe nach verdient gewonnen“, musste SG-Coach Matthias Güldener mit dem Team einen rabenschwarzen Sonntag verkraften.
Ra/Ma: Langer; Reusing, Hörr, Frey, P. Schmidt, M. Matijevic, Blanke, Berger, Zeleznik, Zamouri, Gudenkauf (Stern, Steinmetz, Karle).
Tore: 1:0 Dankof (3.), 2:0 Eigentor P. Schmidt (15.), 3:0 Dankof (28.), 4:0 Breidenbach (39.), 5:0 Schwertel (45.+3), 6:0 R. Schmidt (54.), 7:0, 8:0 Moog (71./77.).
„Nach elf Spielen ist die Ausbeute mager“, hatte SVN-Sportchef Stephan Mohr an der Niederlage in einem Match auf bescheidenem Niveau zu knabbern, das nach seinem Dafürhalten 0:0 hätte enden müssen. Zudem waren personelle Nackenschläge zu verkraften. So fehlte Max Schwerdt und Jonas Lehmann musste kurz vor dem Spiel wegen Übelkeit passen. Das Tor fiel nach fatalem Fehlpass. "Unsere Abwehr war heute der Schlüssel zum Erfolg", freute sich Rachid Rahou, Sportdirektor des Türk Kelsterbach.
SVN: Ahmad; Sanandajizadeh, Lehmann, Plein, T. Flemming, Taibi, Gurok, Hammesfahr, Perez de Los Santos, Pedraza, Drettas (Sula Meudt, Stock).
Tor: 1:0 Ahmadi (51.).