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Ligabericht

Gruppenliga: SKG 23 unglücklich, RaMa und SVN stark

23er verlieren bei Eddersheims Unterbau mit 2:3 +++ Wildes Remis in Erbenheim +++ Kuriosum bei Biebricher Niederlage gegen Diedenbergen

von Hartmut Steindorf, Philipp Durillo · 03.08.2025, 19:50 Uhr · 0 Leser
Packender Zweikampf: Leopold Krey, Neuzugang von Aufsteiger SKG 23 Wiesbaden, gegen Amar Glogic vom FC Eddersheim II.	Foto: Frank Heinen
Packender Zweikampf: Leopold Krey, Neuzugang von Aufsteiger SKG 23 Wiesbaden, gegen Amar Glogic vom FC Eddersheim II. Foto: Frank Heinen

Region. Gleich ein negativer Höhepunkt zum Start in der Gruppenliga: Die Partie zwischen dem FC Bierstadt und Aufsteiger Türk Kelsterbach wurde vier Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 5:1 für Bierstadt abgebrochen. Alle Hintergründe und Statements beider Trainer zu dem Vorfall lest ihr hier.

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Gute Reaktion auf die Pokalpleite: „Gegen gute Gegner wollten wir´s wissen“, freute sich Rene Keutmann über den Start. Das Tor von Tom Nickel nach toller Kombination zehn Sekunden nach Wiederanpfiff war das spielerische Highlight.

Tore: 1:0 Wintermeyer (6.), 2:0, 5:1 Kruse (32., 65.), 3:0 Sousa de Brito (34.), 4:0 Nickel (46.), 4:1 Pfeiffer (49.).

Zum Abbruch-Hintergrund-Bericht.

Starke Vorstellung beider Teams zum Saisonstart vor über 200 Zuschauern: „Mit unserem neu formierten Team haben wir gleich Zeichen gesetzt. Am Ende gingen die Köpfe natürlich runter, denn beim Stand von 0:2 hätten wir auch nachlegen können“, so Niedernhausens Coach André Meudt. In der Schlussphase hatten die eingewechselten Alen Nukovic und Mo Sanandajizadeh auch noch mal den dritten Treffer auf dem Fuß. Sonnenschein auch im Lager der Heimelf, bei denen Trainer Matthias Güldener im ersten Durchgang noch Nervosität und fehlenden Mut bemängelte: „Wir legten dann eine Schippe drauf, buchten die zweite Hälfte für uns und verdienten uns den Punkt gegen einen starken Gegner redlich.“

Tore: 0:1 Hammesfahr (30.), 0:2 Perez de los Santos (37.), 1:2 Gudenkauf (48.), 2:2 Matijevic (59.).

Auch in Wallrabenstein ein tolles Spiel zweier starker Gegner: „Unterliederbach hat wieder eine prima Truppe, die wir am Rand einer Niederlage hatten“, freute sich Wallrabensteins Dirk Hünerbein über den verdienten Punkt. Sein Sohn Yannik, Justin Reil und Mikko Meier hatten sogar die Führung auf dem Fuß, letztlich hatten aber beide Teams einen Punkt verdient.

Souveräner Sieg des TuRa, der es aber am Ende unnötig spannend machte. Die langjährige TuRa-Achse um Spieler wie Philipp Nocht (steuerte den zweiten Treffer bei), Noah Stranz, Patrick Leon, Dominik Conan oder Nico Domin scheint auch im Kreise der "Ersten" gut zusammengefunden zu haben - schließlich hatten sie in den Jahren zuvor dazu beigetragen, dass die Zweite aus der B- in die Kreisoberliga durchmarschiert war. "Das hat man schon in der Vorbereitung gesehen, dass sich das gut anlässt", sagte TuRa-Abteilungsleiter Carsten Ache.

„Mit etwas Glück war sogar ein Unentschieden drin, doch die besseren Gastgeber hätten uns auch abschießen können“, war die Bandbreite der Gefühle für Bleidenstadts Patrick Engelmann weit gestreut. Die Heimelf vergab viele Möglichkeiten, traf vier mal Aluminium, aber auch der TSV hätte vor dem späten Anschluss von Jannik Golle noch mal netzen können.

Tore: 1:0 Krebs (54.), 2:0 P. Nocht (73.), 2:1 Golle (90.+3).

Aufregung schon vor dem Spiel: Nachdem Schiedsrichter Rene Filges in Ermangelung eines reservierten Parkplatzes schon wieder heimfahren wollte, erklärte er kurzerhand das eingeplante Kunstrasenfeld als erster Spielleiter für nicht bespielbar. Auf dem kleinen oberen Feld hatten die standardstarken Gäste ihre Vorteile, bereiteten zwei Treffer durch Einwürfe vor. „Die Lernphase für die jungen Spieler wird noch etwas dauern“, sieht Biebrichs Trainer Volkan Zer nach individuellen Fehlern noch Verbesserungsbedarf. „Wir haben unsere Chancen gut genutzt, die Erfahrung gab den Ausschlag“ war Amir Kadiric beim Mit-Aufsteiger happy.

Tore: 0:1, 1:2 Pekgüzelyigit (8., 31.), 1:1 Stegmaier (11.), 1:3, 2:5 Grünewald (45., 83.), 1:4 Pagliaro (54.), 2:4 Roubiou (56.).

Unglückliche Niederlage für den Aufsteiger: „Wir waren nach dem 2:2-Ausgleich nah dran an der Führung, doch der Schuss von Eduardo Landu Mateus prallte vom Innenpfosten wieder nach vorne“, resümierte der sportliche Leiter der Gäste, Sener Hekim. Die SKG 23 hielt in dem schnellen und körperbetonten Spiel gut mit, war allerdings bei den Gegentoren nicht ganz auf der Höhe. „Das müssen wir abstellen, dann werden wir eine gute Rolle spielen“, gibt sich Hekim optimistisch.

Eddersheims Coach Marco Wronski sah ein "sehr intensives Spiel, mit viel Tempo und hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten." Nach "katastrophaler" Vorbereitung war Wronski mit Einstellung und Laufbereitschaft seiner Jungs zufrieden. "Das war wichtig, denn Gruppen- und Mannschaftstaktisch konnte ich aufgrund der Abwesenheiten bisher noch fast gar nichts machen", sagte Wronski, der seinem Keeper Jannis Lucht ein Sonderlob aussprach.

Tore: 1:0, 2:1 Pessel (18., 48.), 1:1 Krey (45.), 2:2 Koochi (73.), 3:2 Gutmann (76.).

Die Platzherren überraschten mit einer starken Partie, mussten mit den überzeugenden zwei A-Jugendlichen Liam Balik und Leo Zaltenbach jedoch der fehlenden Erfahrung Tribut zollen. „Nach dem 2:2 war alles offen“, hofft Eltvilles Sven Klärner im kommenden Spiel wieder auf das Mitwirken seines Sohnes Marlon, der noch auf Hochzeitsreise war.

Tore: 1:0 Sarris (34.), 1:1 Kollang (43.), 1:2 Parisi (44.), 2:2 Yoldas Diaz (48.), 2:3 Korkmaz (70.).

Nach den drei ersten Elfmetertoren schien Erbenheim auf dem Verliererpfad, als Pierre Massfeller den zweiten SVE-Elfer versiebte (53.) und die Gäste nach einem Super-Freistoß wieder zwei Tore vorn lagen. Kouami Dalmeida sicherte per Doppelpack aber noch den verdienten Zähler.

Tore: 0:1 Choukairi (27.), 0:2 Müller (33.), 1:2 Dagdevir (45.), 1:3 Niebling (61.), 2:3, 3:3 Dalmeida (69., 71.).