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Gruppenliga: SG Hoechst weiter makellos

SG besiegt den SV Erbenheim knapp mit 3:2 und führt die Tabelle mit bestmöglicher Punktzahl an +++ Aufsteiger Türkischer SV und Hochheim siegen weiter +++ Debakel für dezimiertes Wallrabenstein

von Hartmut Steindorf/Philipp Durillo · 18.08.2024, 20:24 Uhr · 0 Leser
Die SG Hoechst besiegte den SV Erbenheim knapp mit 3:2 und grüßt als Tabellenführer der Gruppenliga.
Die SG Hoechst besiegte den SV Erbenheim knapp mit 3:2 und grüßt als Tabellenführer der Gruppenliga. – Foto: Marcel Lorenz - Archiv

Wiesbaden. Die Aufsteiger Spielvereinigung Hochheim (zweiter Sieg im zweiten Spiel) und der Türkische SV (zweiter Sieg mit 3:1 gegen Alemannia Nied) halten weiter gut in der Gruppenliga mit. Dreimal in Serie mit einem Tor gewonnen hat die SG Hoechst, die als Tabellenführer kommende Woche zum Derby zum Nachbarn nach Unterliederbach fährt.

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„Bei den Gegentreffern haben wir Pate gestanden und uns dadurch um den Lohn einer sehr guten Leistung gebracht“, war FCB-Trainer René Keutmann diesmal eigentlich zufrieden. Die stark eingeschätzten Gäste schienen schlagbar. „Wenn man aber fünf Minuten vor dem Abpfiff ausgleicht und dann doch noch ohne Punkt runter geht, ist das schon hart“, war Keutmann geknickt.

Tore: 1:0 Meister (12.), 1:1, 2:3 De Sousa (69., 90.), 1:2 Akgöz (83.), 2:2 Wintermeyer (85.).

Gegen einen bärenstarken Gegner hatte die Heimelf nicht den Hauch einer Chance. „Unsere personellen Engpässe trugen dann noch zu dem Debakel bei“, machte Spielertrainer Dennis Deider schnell einen Haken dran.

Tore: 0:1 Bücher (10.), 0:2 Gering (15.), 0:3, 0:4 Ramcilovic (70., 76.), 0:5 Weis (89.).

Die Gäste kamen nach dem 0:1 gut ins Spiel, hatten mehrfach den Ausgleich vor Augen. Mao Karle traf dann unglücklich ins eigene Gehäuse. Der eingewechselte Aiman Zamouri brachte noch mal frischen Wind, verursachte eine Notbremse und Rot für Dorndorf, traf dann die Latte und zum 1:2. „Wir hätten etwas mitnehmen können“, war Trainer Matthias Güldener trotz der Niederlage nicht unzufrieden.

Tore: 1:0 Kunz (29.), 2:0 Karle (Eigentor, 55.), 2:1 Zamouri (90.).

Packende Partie vom Start weg: Jerome Clemens schweißte herrlich per Freistoß zum 0:1. Josef Sultani gelang Ähnliches für die Gastgeber nur wenig später. Erbenheim blieb ein couragierter Aufsteiger. Emirkan Dorul auf Aiman Tahiri, das Duett der Ex-Biebricher brachte das 2:1 für den SVE. Justin Matthews (Feldtor und Elfmeter) wendete ruckzuck das Blatt. Die Gäste schnupperten durch Abdul Aziz Adams am Ausgleich, der danach für Oguzhan Dagdevir Platz machte. Dieser hätte Augenblicke später treffen können. „Wir hatten ein Chancen-Plus gegen die offensivstärkste Mannschaft der Liga und können aus diesem Spiel viel Positives mitnehmen“, ordnete SVE-Sprecher Kevin Bähren die Niederlage unter „mit viel Pech verloren“ ein.

Auch vom Gegner gab es ein Kompliment: "Für einen Aufsteiger ist das eine richtig gute Mannschaft, mit technisch starken Spielern vorne", sagte SGH-Co-Trainer Daniel Konta. Der ein Sonderlob an die beiden Innenverteidiger, Nicklas Pitas und Marco Silveira, verteilte. "Sie hatten beide früh Gelb, haben es aber stabil runtergespielt und vieles weggeköpft."

Tore: 0:1 Clemens (12.), 1:1 Sultani (14.), 1:2 A. Tahiri (17.), 2:2, 3:2 Matthews (38., 41.).

Bereits in der Woche hatte der TSV Torwart Fabian Vollmer per Amateurvertrag vom SV Wiesbaden verpflichtet. Gegen biedere Gäste bestimmten die Platzherren die Partie, benötigten nach dem überraschenden 0:1 ganze zehn Minuten, um das Spiel zu drehen. Urlaubsbedingt hatten die Gastgeber personelle Probleme. Neben den Torschützen und Daniel Rudi lobte Ilkay Candogan besonders Ivan Raspaglia: „Er hat zum ersten Mal im Leben linker Verteidiger gespielt und voll überzeugt.“

Tore: 0:1 Müller (21.), 1:1, 2:1 Amallah (26., 29.), 3:1 Tahiri (35.).

Glücklicher Dreier für die Gäste: „Im ersten Durchgang konnten wir uns bei Torwart Silas Berz bedanken, dass wir noch im Spiel waren“, so Hochheims Rene Geilert. Nach der Pause die Spielvereinigung dann auf Augenhöhe: Vor dem Treffer von Daniel Mattern (Kracher in den Winkel) scheiterte Niklas Stegmaier mit einem Strafstoß an TuRa-Keeper Hiebinger, Silas Berz hatte Glück, dass Deniz Krebs den Elfer der Heimelf am Tor vorbeischob (85.).

Für die nahezu runderneuerte TuRa-Elf heißt es dagegen: Null Punkte und null Tore nach zwei Spielen. Kein Grund zur Panik, findet Abteilungsleiter Carsten Ache. "Wir müssen die Nerven bewahren, der Kader hat allemal Gruppenliga-Tauglichkeit. Wir hätten zur Halbzeit führen müssen", sagt Ache und trauerte dabei vergebenen Chncen von Julian Colloseus, Deniz Krebs und Prince Malengila hinterher.

Tor: 0:1 Mattern (65.).

„Trotz der Niederlage ein großer Schritt nach vorne“, sah Eltvilles Sportlicher Leiter Sven Klärner sein Team diesmal im Soll. Ärgerlich, dass es erneut an der Chancenverwertung haperte und dass man sich in der Defensive in ein paar Szenen nicht besonders clever gab. „Ein Remis hätte dem Spielverlauf eher entsprochen“, hätte Klärner gerne einen Punkt mitgenommen.

Das sah Eddersheims Trainer Marco Wronski anders: "Bis auf das Tor hatte Eltville keine klare Chance." Dennoch: Wie bereits in den ersten beiden Spielen machten es die Gastgeber nach 2:0-Führung nochmal spannend, brachten diesmal den Sieg aber unter Dach und Fach. Janic Pessel, der im Hessenliga-Team mittrainiert, brachte die Gastgeber mit Doppelpack auf die Siegerstraße, Joker Neo Schultheis sorgte für den Endstand.

Tore: 1:0, 2:0 Pessel (22./45.), 2:1 Sarris (71.), 3:1 Schultheis (88.).

Pech beim 0:1: Lukas Wölfel spielte einen Rückpass von der Mittellinie, der Ball rutschte Torwart Loukas Sianavas unter dem Fuß durch, Dietkirchen sagte Danke. Pierre Alusse gelang zumindest noch der Ausgleich, er verpasste jedoch kurz vor Schluss aus drei Metern das Siegtor. „Enttäuschende Leistung von uns, im zweiten Durchgang haben wir zumindest Willen gezeigt“, sieht Germania-Coach Stefan Hoitz viel Steigerungsbedarf.

Tore: 0:1 Wölfel (Eigentor, 29.), 1:1 Alusse (52.).