
Eltville/Diedenbergen. Auch der Nachholtermin mündete in eine Spielabsage: Die Partie der Gruppenliga zwischen der Spvgg. Eltville und dem TSV Bleidenstadt wurde erneut abgesagt. Grund: Bereits am Nachmittag war die Tartanbahn rund um das Kunstrasenspielfeld vereist, berichtet Eltvilles Vorsitzender Sven Klärner. Was in den Abendstunden bei sinkenden Temperaturen gesundheitsgefährdende Auswirkungen hätte haben können. Nachdem der Platzbesichtiger die Anlage in Augenschein genommen hatte, sei man in Absprache mit Klassenleiter Dirk Webert zur Entscheidung gekommen, das Spiel erneut abzusagen. Webert habe daraufhin den TSV informiert.
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Davon abgesehen sei der 2008 gebaute Kunstrasen am Wiesweg in Verbindung mit der Dauernutzung durch Vereine und Schule einfach auch „durch“, führt Sven Klärner an. „Wir kennen die Platzproblematik, aber wir kennen auch den Haushalt der Stadt Eltville“, sagt der Vorsitzende der Spielvereinigung, der darüber hinaus eine Modifikation des Saisonspielplans anregt. Etwa mit einem Rundenschluss erst Mitte, Ende Juni und einem Beginn der Winterpause vielleicht schon Mitte November. Was er nicht in direktem Zusammenhang mit dem jetzt zwei Mal ausgefallenen Spiel gegen Bleidenstadt gesehen haben will. Es gehe darum, „den Sport, den wir lieben“, überwiegend in den Monaten auszuüben, in denen Witterung und Temperaturen die besten Möglichkeiten dazu böten.
Als „gerecht“ empfand Amir Kadiric aus Diedenbergens sportlicher Leitung das Ergebnis. Einerseits aufgrund fehlender Durchschlagskraft und vergebener Chancen in den eigenen Reihen, andererseits mit Blick auf zwei Alutreffer der Gäste in der Endphase. Sekunden vor Schluss traf Erdem Kadi die Latte und Julian Bördner im Nachschuss den Pfosten – der erste Auswärtsdreier war greifbar nahe. Wallrabensteins Ralf Schmerling attestierte eine „gute Leistung. Ich bin optimistisch, dass wir da unten wieder rauskommen.“ Zuvor hatte Deniz Pekgüzelyigit das 1:0 erzielt, Mirco Paul für den SVW ausgeglichen, dessen stark haltender Stammtorhüter Lars Machenheimer im Winter zum FC Bierstadt wechselt, bestätigt Dirk Hünerbein aus Wallrabensteins sportlicher Leitung. Zuvor hatte sich mit Jakob Klinke der zweite Keeper nach Rosenheim verabschiedet. Man habe bei Machenheimer alles versucht, stehe nun ohne Schlussmann da, weiß Hünerbein um die Schwierigkeit, gerade auf dieser Position Ersatz zu finden. Feldspieler Moritz Hacker kehre derweil vom SV Walsdorf zurück, so Hünerbein.