
Wiesbaden. Gruppenligist SKG 23 Wiesbaden drehte zuhause ein frühes 0:1 in ein furioses 6:1 – fünf Treffer in der zweiten Hälfte sorgten für ein echtes Ausrufezeichen und Begeisterung bei den Zuschauern. Deutlich weniger Fußball, dafür umso robuster ging es dagegen in Diedenbergen zu. Nach vielen Verwarnungen und zwei Platzverweisen endete die Partie gegen den SV Niedernhausen 2:0.
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Die Gäste hielten lange gut dagegen, mussten sich am Ende aber geschlagen geben. „In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, gearbeitet und stark umgeschaltet. Nach der Pause mussten wir dem Tempo Tribut zollen. Das 2:2 fiel unglücklich, dann kassieren wir den Lucky Punch, am Ende fällt das Ergebnis zu hoch aus, weil wir alles nach vorne geworfen haben. Kämpferisch und läuferisch war es lange gut, aber irgendwann öffnen sich die Räume“, analysierte Bierstadts Trainer René Keutmann.
Wie schon in den vergangenen Spielen hatte der VfB an seiner Chancenverwertung zu knabbern, zeigte aber am Ende eine starke Moral. „Mir fehlt da etwas die Körpersprache, dieses Gesicht von Anfang an zu zeigen“, sagte Patrick Barnes, sportlicher Leiter des VfB.
Tore: 0:1 Wintermeyer (20.), 1:1 Aksu (23.), 1:2 Meister (45.), 2:2 Colovejic (82.), 3:2 Andrayuk (90.), 4:2 De Sousa (90+4.).
Beide Lager sprachen von einem schwachen Spiel. Die Gäste fanden in der ersten Halbzeit kaum ins Spiel, zeigten sich zu passiv und gerieten früh in Rückstand. „Wir haben zu Recht verloren. Die erste Halbzeit war schwach, danach waren wir zwar aktiver mit viel Ballbesitz und einigen Fernschüssen, aber ohne zwingende Chancen. Trotz Steigerung gab es keine Wende. Diedenbergen hat gut verteidigt, der Sieg geht in Ordnung“, erklärt Stephan Moor, Sportlicher Leiter des SVN. Ausgerechnet Niedernhausens Bester Valentin Drettas sah Gelb-Rot (82.), kurz darauf (85.) auch Gastgeber-Akteur Deniz Pekgüzelyigit. „Zwei Tore in Hälfte eins, danach war es ein umkämpftes Spiel. Wir hatten viel zu verteidigen, aber wir haben das 2:0 über die Bühne gebracht“, bilanzierte Diedenbergens Sportlicher Leiter Jürgen Malter.
Tore: 1:0 Müller (15.), 2:0 Grünewald (34.). - Gelb-Rot: Drettas (80./SVN).
Wallrabenstein startete gut, verspielte aber schnell eine 2:0-Führung. „Wir haben richtig gut begonnen, kassieren dann einen Handelfmeter zum 2:1, machen individuelle Fehler beim 2:2 und bekommen kurz darauf das 3:2 eingeschenkt. Danach hatten wir noch die Chance zum Anschluss, treffen aber die falsche Entscheidung. Am Ende weiß man gar nicht richtig, wie wir dieses Spiel noch aus der Hand geben“, fasste Wallrabensteins Trainer Daniel Dylong zusammen.
Trotz weiterer guter Möglichkeiten verpasste es Nied, die Partie frühzeitig zu entscheiden.
Am Ende blieb es beim knappen 3:2 für die Hausherren. „Heute hatten wir Glück, dass diese
verpassten Chancen nicht bestraft worden sind“, sagte Kaschel.
Tore: 0:1, 0:2 Hünerbein (25./42.), 1:2 Müller (55.), 2:2 Choukairi (57.), 3:2 Müller (58.).
Gegen die klar überlegenen Gastgeber hatte Eltville keine Chance. „So reicht es nicht. Es war einfach zu wenig, wir waren heute klar chancenlos – das muss man akzeptieren“, resümierte Eltvilles Teammanager Sven Klärner kurz und knapp. Von einem „völlig verdienten und zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Heimsieg“ sprach Cihan Sahin, Vorsitzender des FC Türk Kelsterbach. „Wir sind jetzt in der neuen Spielklasse angekommen", sagte Sahin außerdem.
Tore: 1:0 Music (13.), 2:0 Kara (35.), 2:1 Klärner (62.), 3:1 Music (65.), 4:1 Kara (80.).
Dabei sah es zunächst nach einem offenen Duell aus: Rauenthal ging früh in Führung, doch die Gastgeber glichen schnell aus und übernahmen das Kommando. „Wir waren in der Halbzeit noch überzeugt, haben dann aber 45 Minuten lang einen Blackout gehabt. Das Ergebnis spiegelt nicht unsere eigentliche Qualität wider“, ärgerte sich SG-Trainer Matthias Güldener. Ganz anders die Gefühlslage bei SKG-Coach Amin Ahmed: „Das Ergebnis ist höher ausgefallen als erwartet. Wir waren in der zweiten Halbzeit brutal effizient, eiskalt vor dem Tor und haben den Fehler zum 0:1 schnell weggesteckt. Geduldig geblieben, dann verdient gewonnen – ich bin absolut zufrieden“.
Tore: 0:1 Schneider, 1:1 Weinhardt, 2:1 Bujnov, 3:1 Weinhardt, 4:1 Bujnov, 5:1 Ürel, 6:1 Trtovac.
Biebrich erwischte einen guten Start, ging in Führung und spielte mutig auf. Doch nach einem Standard kamen die Hausherren zurück ins Spiel. „Wir kassieren durch einen Standard das 1:1. Dorndorf hatte viele Ecken, die wir nicht immer gut verteidigt haben. Nach dem 2:1 haben wir viel versucht, aber es kam nichts Zwingendes mehr. Ein Unentschieden wäre an einem guten Tag drin gewesen. Die Mannschaft mit mehr Erfahrung hat gewonnen“, resümierte Biebrich-Coach Volkan Zer.
Tore: 0:1 Roubiou (34.), 1:1 Fries (45.), 2:1 Becker (65.), 3:1 Becker (90.).
Deutliche Niederlage beim Aufsteiger für den TuRa nach zuvor zwei überzeugedenden Siegen zum Start. "Der Sieg für Offheim geht auch in der Höhe total in Ordnung. Es war keine gute Leistung von uns. Bis auf zwei Torchancen in der ersten Halbzeit haben wir uns nichts herausgespielt. Uns hat es an Kampfgeist gefehlt, vielleicht waren wir uns auch nach den ersten beiden Siegen zum Saisonstart zu sicher. Jetzt sind wir auf dem Boden der Tatsachen angelangt", sagte TuRa-Abteilungsleiter Carsten Ache. Einen Nachholtermin für das am Donnerstag wegen Flutlichtausfall abgebrochene Spiel gegen Alemannia Nied gibt es noch nicht.
Tore: 1:0 Laux (25.), 2:0 Dankof (61.), 3:0 Schmidt/4:0 (63./90.+4)