2026-01-20T07:14:11.657Z

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Eltvilles Torhüter David Jung glänzte als Torschütze beim 4:4 gegen Wörsdorf.
Eltvilles Torhüter David Jung glänzte als Torschütze beim 4:4 gegen Wörsdorf. – Foto: Willi Roth - Archiv

Gruppenliga: Keeper David Jung trifft per Kopf

Eltvilles Schlussmann rettet 4:4 bei dezimierter TSG Wörsdorf +++ SV Wiesbaden bezwingt Wallrabenstein +++ Remis im Topspiel

Region. Gruppenliga-Spitzenreiter SV Wiesbaden ließ sich vom SV Wallrabenstein beim 2:0 nicht überraschen und fuhr den erwarteten Dreier ein. Im Abstiegskampf gelang es beim 4:4 zwischen der TSG Wörsdorf und der Spielvereinigung Eltville beiden Teams nicht, entscheidend Boden gut zu machen. Eltvilles Keeper David Jung sorgte mit dem Kopfballtreffer in letzter Sekunde für das Highlight. Der FC Bierstadt (1:4 in Niederhöchstadt) und Germania Wiesbaden (1:4 beim VfB Unterliederbach) müssen aufpassen, nicht noch weiter abzurutschen. Die SGN Diedenbergen siegte bei Alemannia Nied mit 4:1. Im Topspiel trennten sich der VfR Limburg und Germania Okriftel unentschieden, womit vor allem die Gäste haderten.

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Saki Nakos per Elfmeter und David Perez de los Santos hatten bereits im ersten Abschnitt die Weichen für den Klassenprimus auf Sieg gestellt. „Wir hätten nach der Pause nachlegen müssen, als die Gäste offener spielten und sich immer wieder Konter-Möglichkeiten für uns ergaben“, war Wiesbadens Sportlicher Leiter Yildirim Sarin mit der Teamleistung des Spitzenreiters zufrieden. „Bei den Gegentoren agierten wir unglücklich, als wir mehr Spielanteile hatten, war der Anschlusstreffer drin, allerdings hatten wir nur eine echte Möglichkeit“, musste Wallrabensteins Spielertrainer Dennis Deider zugeben.

Eltvilles Torwart David Jung freute sich zwar über seinen Kopfballtreffer zum Ausgleich in der Nachspielzeit („Mein erster Treffer als Torwart“), war aber mit dem Ergebnis ebenso wie Wörsdorfs Trainer Hakan Tutkun total unzufrieden. „Wenn man bei 1:0-Führung 60 Minuten in Überzahl spielt, ist es zu wenig“, fand Jung. „Wer zehn Minuten vor dem Abpfiff 4:2 führt, muss den Dreier im Sack haben“, schüttelte auch Tutkun mit dem Kopf. Knackpunkt für die TSG war die unnötige Rote Karte gegen Filippos Alexiadis (31.) wegen Nachtretens, zudem musste Nils Demmerle mit Gelb-Rot runter (90.). Für die Treffer von Maxim Bujnov (Nachschuss nach Jung-Parade) und Marlon Klärner mussten Elfmeter herhalten.

Nach gutem ersten Durchgang hatten die Gäste nach der Pause gegen die stärker werdende Heimelf nichts mehr zu bestellen. „Wir haben zu wenige Zweikämpfe gewonnen, hatten zudem beim entscheidenden 1:3 Pech, dass unser Keeper den sicheren Ball noch mal fallen ließ“, analysierte FCB-Coach René Keutmann. Auf TuRa-Seite jubilierte Abteilungsleiter über den starken Start in 2024 und das Comeback von Dane Krekovic nach Kreuzbandriss. "Bierstadt hat es sehr kompakt gestaltet. Das Ergebnis ist aber gerecht, da wir über 90 Minuten deutlich mehr Spielanteile und mehr Dominanz hatten. Auch nach dem Rückstand haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen."

Die Gäste hielten nur bis zur Pause mit, hatten aber nach dem 2:1 durch Nabil Morchid eine Riesenmöglichkeit zum erneuten Ausgleich. Zudem plagen die Germanen große Torwartsorgen: „Unser Keeper Max Kunze hat sich im privaten Bereich verletzt und fällt länger aus. Mit Marcel Scheen haben wir unseren früheren Keeper nach langer Pause wieder motivieren können, leider ist er aber nicht immer verfügbar“, sucht Coach Michel Badal schon für das nächste Spiel nach einer Nummer eins. Durch den Sieg festigt der VfB den zweiten Platz. "Ein hochverdienter Erfolg für uns", sagte Unterliederbachs sportlicher Leiter Patrick Barnes. Neben dem starken Danyal Tekin krönte Leon Krönert sein Comeback nach Kreuzbandanriss mit einem Treffer.

Die Gäste verpennten die erste halbe Stunde und schafften dann mit starker Bank die Wende: „Wir hatten fünf potenzielle Stammspieler auf der Bank und schon der erste Wechsel mit Artem Derevenko brachte erkennbar frischen Wind“, freute sich Diedenbergens Jürgen Malter über die Wende.

„In dieser Formation verlieren wir auch in der Kreisoberliga jedes Spiel. Kompliment aber an alle, wie wir mit Anstand und Einsatz die 90 Minuten durchziehen“, fand SVN-Coach Matthias Dworschak nach 30 Gegentoren in den letzten drei Spielen trotzdem lobende Worte. Die hatte auch SG-Coach Sascha Amstätter für seine Mannschaft: "13 Tore muss man auch erst mal schießen. Die Jungs waren engagiert, es war schon zur Halbzeit ein entspannter Nachmittag für uns." Tore: Matthews (5), Akbulut (2), J. Antinac, Sultani, Grigoryan, Korac, Aksu, M. Antinac.

Die Germania geriet früh durch Leon Gering in Rückstand (6.), übernahm dann aber die Initiative bis zum Schlusspfiff. "Wir waren absolut überlegen, hatten 80 Prozent Ballbesitz, meine Jungs haben spielerisch und von der Mentalität her überragend gespielt", lobte Germania-Coach Hicham El Mrhanni. Einziger Wermutstropfen: Zu mehr als dem überfälligen Ausgleich kurz vor der Halbzeit reichte es aus Okrifteler Sicht nicht. Zakaria Amjahid hatte mit einem starken Pass den Torschützen Cedric Siewe Nana bedient. Tim Flemming traf nur den Pfosten.

Durch den Sieg hat die Hessenliga-Reserve als Tabellensiebter nun sechs Punkte Puffer auf den ersten Abstiegsplatz. "Wir freuen uns über die drei Punkte, schauen aber noch in den Rückspiegel", sagt FCE-Coach Marco Wronski. Wie im Hinspiel führte sein Team mit zwei Toren, verspielte diesen diesmal aber nicht. Tore: Pessel (3), Papazois, Kondo / dos Santos (2), Eigentor. Bes.Vork.: FCE-Keeper Luis Weirauch pariert Strafstoß.



Aufrufe: 03.3.2024, 21:40 Uhr
Hartmut Steindorf und Philipp DurilloAutor